nur so interessehalber
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Fierrabras
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Re: nur so interessehalber
aber wo habe ich "EinMann" geschrieben? es ging eigentlich um mehrere Berliner Messerstecherinnen, von denen eine früher mal in meiner psychiatrischen Behandlung war, und die anderen garantiert in anderen psychiatrischen Kliniken behandelt wurden.
und dann um einen mörderischen Taxifahrer in Köln, bei dem ich mich frage bzw mir sicher bin, dass der auch in psychiatrischer Behandlung war und vermutlich nicht mehr als Taxifahrer hätte arbeiten dürfen (das klang so)
und dann um einen mörderischen Taxifahrer in Köln, bei dem ich mich frage bzw mir sicher bin, dass der auch in psychiatrischer Behandlung war und vermutlich nicht mehr als Taxifahrer hätte arbeiten dürfen (das klang so)
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Fierrabras
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Re: nur so interessehalber
achso, das war ganz oben auf der Seite, hätte ich vielleicht nicht als solchen bezeichnen sollen, sondern nur als afrikanischen Patienten, ich hatte mich tierisch über den geärgert, weil der alles an Therapie unterläuft und nur kommt, wenn er eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung haben will, und nun die Sache mit "JC" bzw Jaycee, da habe ich mich auch über über mich selbst geärgert, weil ich echt gedacht habe, der redet über seine neue englischsprachige Freundin. aber ok, richtig kriminell ist der nicht und in der Zeitung war er auch noch nicht, da ist mein Ärger (oder meine Gegenübertragnung, wie wir Psychiater das nennen) mit mir durchgegangen, ab ok als "Einmann" in dem normalerweise verwendeten Sinn dieser Bezeichnung, sollte ich ihn nicht bezeichnen (obwohl er war lange nicht mehr da, vermutlich hat er jemand anderes für seine Krankschreibungen und JC gefunde und Medikamente nimmt er nicht und jegliche andere Therapie auch nicht).
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AnnaAn
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Re: nur so interessehalber
Ahhh - jetzt habe ich es verstanden. Eigentlich ein genialer neuer Begriff. Danke dafür!Fierrabras hat geschrieben: ↑07.08.2024, 16:04Einmann ist eine Witzbezeichnung für Täter, deren Nationalität von den Zeitungen nicht genannt wird, weil der Pressekodex und die Politiker das nicht wollen. (...) und aus diesem jeweiligen "ein Mann", wurde halt die Bezeichnung "EinMann".
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chavah
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Re: nur so interessehalber
Habe diesen Strang etwas aus den Augen verloren (werde alt und tüttelig) und möchte noch einen Aspekt zu den türkischen Messerstecherinnen beitragen. Wir haben bei allen Gewaltdelikten das Problem, dass Männer, da den Frauen meist kräftemäßig überlegen, sich bei Gewaltbereitschaft eben durchs Leben prügeln. Kommt bei Frauen viel seltener vor, da eben körperlich unterlegen. Wenn sich denn Frauen auf diese Ebene begeben, dann muss es besser geplant sein und geschieht häufig dann unter Zuhilfenahme eines Werkzeugs. In diesem Fall eben des Messers. Mann mit derselben Persönlichkeitsstruktur würde wahrscheinlich "nur" prügeln. Käme dann natürlich auch bei Gericht besser weg. Denn eine spontane Prügelei wird natürlich anders bewertet als das planvolle Einstecken eines Messers und dann gezielt auf wen auch immer losgehen mit dieser gefährlichen Waffe.
Ich sehe gerade für diese muslimisch geprägte weibliche Bevölkerungsgruppe bei den älteren Semestern keine Möglichkeit, da etwas zu ändern. Bei jüngeren Neuzugängen empfehle ich immer, nie ganze Gruppen aus einem Land in einem Wohnblock unterzubringen, sondern sie auf den ganzen Ort zu verteilen. So, dass sie nicht "im eigenen Saft" schmoren können; zwingend auch mit Menschen anderer Nationalität kommunizieren müssen. Das ist dann eine Chance für diese Frauen; auch wenn sie es oft ja gar nicht so mögen. Habe kürzlich mal wieder so etwas angeregt, in "meiner" Stadt. Weder die städtische Wohnungsbaugesellschaft, der größte Träger von Sozialwohnungen, noch die Interessenvertretungen der Ausländergruppen konnten sich dafür erwärmen. Und welche Folgen dieses "im eigenen Saft schmoren" dann hat, hat uns ja Fierrabras eindrucksvoll geschildert.
Chavah
Ich sehe gerade für diese muslimisch geprägte weibliche Bevölkerungsgruppe bei den älteren Semestern keine Möglichkeit, da etwas zu ändern. Bei jüngeren Neuzugängen empfehle ich immer, nie ganze Gruppen aus einem Land in einem Wohnblock unterzubringen, sondern sie auf den ganzen Ort zu verteilen. So, dass sie nicht "im eigenen Saft" schmoren können; zwingend auch mit Menschen anderer Nationalität kommunizieren müssen. Das ist dann eine Chance für diese Frauen; auch wenn sie es oft ja gar nicht so mögen. Habe kürzlich mal wieder so etwas angeregt, in "meiner" Stadt. Weder die städtische Wohnungsbaugesellschaft, der größte Träger von Sozialwohnungen, noch die Interessenvertretungen der Ausländergruppen konnten sich dafür erwärmen. Und welche Folgen dieses "im eigenen Saft schmoren" dann hat, hat uns ja Fierrabras eindrucksvoll geschildert.
Chavah
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Fierrabras
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Re: nur so interessehalber
Zu mir kam eine syrische Tochter mit ihrer Mutter Mitte 50. Beide seit 2015 in Deutschland, Tochter spricht fliessend deutsch, Mutter immer noch kein Wort. Nun wollen sie die Einbürgerung, dafür werden aber deutsche Sprachkenntnisse verlangt. Nun will die Tochter ein ärztliches Attest, welches bescheinigt, dass die Mutter aus gesundheitlichen Gründen kein deutsch lernen konnte. Eine Demenz (das war die Fragestellung) liegt nicht vor, dass haben Bildgebung vom Kopf und die Alzheimer-Marker im Blut gezeigt.
Ich habe also einen Arztbrief geschrieben, der sagt, dass keine Demenz als Ursache für die fehlenden Deutschkenntnisse in Betracht kommt. Das kann ich guten Gewissens sagen. Ich könnte nur spekulieren, dass ggf eine Depression vorliegen könnte, wobei die Mutter seit 10 Jahren die Behandlung verweigert. Darauf lasse ich ich nicht ein
Nun kommt eine mail, in der mir die Tochter einen "guten Preis" anbietet für ein Gutachten.
Sie will außerdem eine Bescheinigung, dass sie (Tochter) nicht zu arbeiten braucht, weil sie 100% mit der Pflege der Mutter beschäftigt ist und legte mir 2 Bescheinigungen von ärztlichen Kollegen andere Fachrichtungen vor, in welchen "Fußkrämpfe" bescheinigt werden, so dass die Mutter nicht allein das Haus verlassen darf (so ein Krankheitsbild gibt es nicht!) und Gefahr der Unterzuckerung bei Diabetes mellitus, so dass die Zufuhr von Kohlenhydraten nötig ist, weswegen die Tochter auch immer in Nähe der Mutter bleiben muss. (was machen dann eigentlich die Millionen Diabetiker weltweit?
brauchen die auch alle ganztägige Begleitung?
)
Ich frage mich, ob die ärztlichen Kollegen die Bestechungsgelder angenommen haben und wenn ja, was die Tochter da bezahlt hat.
Ich bin echt sprachlos!
Ich habe also einen Arztbrief geschrieben, der sagt, dass keine Demenz als Ursache für die fehlenden Deutschkenntnisse in Betracht kommt. Das kann ich guten Gewissens sagen. Ich könnte nur spekulieren, dass ggf eine Depression vorliegen könnte, wobei die Mutter seit 10 Jahren die Behandlung verweigert. Darauf lasse ich ich nicht ein
Nun kommt eine mail, in der mir die Tochter einen "guten Preis" anbietet für ein Gutachten.
Sie will außerdem eine Bescheinigung, dass sie (Tochter) nicht zu arbeiten braucht, weil sie 100% mit der Pflege der Mutter beschäftigt ist und legte mir 2 Bescheinigungen von ärztlichen Kollegen andere Fachrichtungen vor, in welchen "Fußkrämpfe" bescheinigt werden, so dass die Mutter nicht allein das Haus verlassen darf (so ein Krankheitsbild gibt es nicht!) und Gefahr der Unterzuckerung bei Diabetes mellitus, so dass die Zufuhr von Kohlenhydraten nötig ist, weswegen die Tochter auch immer in Nähe der Mutter bleiben muss. (was machen dann eigentlich die Millionen Diabetiker weltweit?
Ich frage mich, ob die ärztlichen Kollegen die Bestechungsgelder angenommen haben und wenn ja, was die Tochter da bezahlt hat.
Ich bin echt sprachlos!
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nessaja
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Re: nur so interessehalber
Wenn ich das lese und auch Deine anderen Posts frage ich mich wirklich, in welcher Welt leben wir eigentlich? Sind wir Deutschen wirklich so blöd, und lassen alles zu, was woanders gar nicht erst geht. Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr. Wo soll das noch hinführen?Fierrabras hat geschrieben: ↑20.03.2025, 14:27Zu mir kam eine syrische Tochter mit ihrer Mutter Mitte 50. Beide seit 2015 in Deutschland, Tochter spricht fliessend deutsch, Mutter immer noch kein Wort. Nun wollen sie die Einbürgerung, dafür werden aber deutsche Sprachkenntnisse verlangt. Nun will die Tochter ein ärztliches Attest, welches bescheinigt, dass die Mutter aus gesundheitlichen Gründen kein deutsch lernen konnte. Eine Demenz (das war die Fragestellung) liegt nicht vor, dass haben Bildgebung vom Kopf und die Alzheimer-Marker im Blut gezeigt.
Ich habe also einen Arztbrief geschrieben, der sagt, dass keine Demenz als Ursache für die fehlenden Deutschkenntnisse in Betracht kommt. Das kann ich guten Gewissens sagen. Ich könnte nur spekulieren, dass ggf eine Depression vorliegen könnte, wobei die Mutter seit 10 Jahren die Behandlung verweigert. Darauf lasse ich ich nicht ein
Nun kommt eine mail, in der mir die Tochter einen "guten Preis" anbietet für ein Gutachten.![]()
Sie will außerdem eine Bescheinigung, dass sie (Tochter) nicht zu arbeiten braucht, weil sie 100% mit der Pflege der Mutter beschäftigt ist und legte mir 2 Bescheinigungen von ärztlichen Kollegen andere Fachrichtungen vor, in welchen "Fußkrämpfe" bescheinigt werden, so dass die Mutter nicht allein das Haus verlassen darf (so ein Krankheitsbild gibt es nicht!) und Gefahr der Unterzuckerung bei Diabetes mellitus, so dass die Zufuhr von Kohlenhydraten nötig ist, weswegen die Tochter auch immer in Nähe der Mutter bleiben muss. (was machen dann eigentlich die Millionen Diabetiker weltweit?brauchen die auch alle ganztägige Begleitung?
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Ich frage mich, ob die ärztlichen Kollegen die Bestechungsgelder angenommen haben und wenn ja, was die Tochter da bezahlt hat.
Ich bin echt sprachlos!![]()
I do it my way.
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AnnaAn
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Re: nur so interessehalber
nessaja hat geschrieben: ↑20.03.2025, 15:38
Wenn ich das lese und auch Deine anderen Posts frage ich mich wirklich, in welcher Welt leben wir eigentlich? Sind wir Deutschen wirklich so blöd, und lassen alles zu, was woanders gar nicht erst geht. Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr. Wo soll das noch hinführen?
Bestechung hat es schon immer und überall gegeben und ist bei uns auch Gang und Gäbe ... nur begegnen wir dem nicht so oft und deutlich und wird kulturell vielleicht auch jeweils anders formuliert. DAss aber Ärzte sich dafür hergeben, finde ich bedenklich. Da könnte man doch nachfragen und nachforschen?
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Fierrabras
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Re: nur so interessehalber
hmmh, das ist wegen der Schweigepflicht nicht so einfach. und die ärztlichen schwarzen Schafe können das auch einfach abstreiten, sie hätten dafür kein Geld bekommen. Sie könnten allerdings Ärger kriegen, während der Covid-Pandemie haben viele Patienten Atteste verlangt, dass sie aus gesundheitlichen Gründen keine FFP2-Maske tragen könnte. Einige haben solche auch bekommen. Da wird jetzt gerade eine Ärztin verklagt...(die wird noch richtig Probleme kriegen, sie hat wohl einer ganzen Schulklasse einer Waldorfschule Atteste ausgestellt ohne die Kinder je zu Gesicht bekommen zu haben, und Kinderärztin war sie auch nicht...)
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Fierrabras
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Re: nur so interessehalber
Kennt sich von Euch jemand mit den Bestimmungen für Einbürgerung aus?
Ich dachte, eingebürgert werden kann nur, wer den Lebensunterhalt für sich und Angehörige weitestgehend selbst bestreiten kann. Genau dass kann diese Tochter eben nicht, denn sie kann ja nicht arbeiten, weil sie ihrer Mutter nicht von der Seite weichen darf
oder gibt es da auch wieder Härtefallausnahmen?
(dadurch, dass ich eine deutsche demente Frau betreue, die nun wirklich Betreuung braucht (und nicht in ein Heim will), deren Tochter aber leider auf Rügen fest verwurzelt ist und nicht nach Berlin ziehen kann, daher muss sich die Tochter für jeden Arzttermin einen Urlaubstag nehmen und den Rest der Zeit zittern, dass die Hauskrankenpflege, die 2x täglich für die Gabe der Medikation kommt, im Katastrophenfall sich um die Mutter kümmern würde (bzw wenn die Mutter tagsüber den Herd vergisst auszuschalten und abends der Pflegedienst kommt, dann hilft das auch nicht viel) Aber das gibt es keine Hilfe für die Tochter, nirgends. Freistellung für Pflege kranken Angehörige gibt es bei Krebs im Endstadium oä, also wo abzusehen ist, dass das Ende binnen weniger Monate eintritt.)
Und mich ärgert irgendwie, dass Leute, die keinen Cent in unser Sozialsystem einbezahlt haben, nun dermassen belohnt werden sollen.
Ich dachte, eingebürgert werden kann nur, wer den Lebensunterhalt für sich und Angehörige weitestgehend selbst bestreiten kann. Genau dass kann diese Tochter eben nicht, denn sie kann ja nicht arbeiten, weil sie ihrer Mutter nicht von der Seite weichen darf
oder gibt es da auch wieder Härtefallausnahmen?
(dadurch, dass ich eine deutsche demente Frau betreue, die nun wirklich Betreuung braucht (und nicht in ein Heim will), deren Tochter aber leider auf Rügen fest verwurzelt ist und nicht nach Berlin ziehen kann, daher muss sich die Tochter für jeden Arzttermin einen Urlaubstag nehmen und den Rest der Zeit zittern, dass die Hauskrankenpflege, die 2x täglich für die Gabe der Medikation kommt, im Katastrophenfall sich um die Mutter kümmern würde (bzw wenn die Mutter tagsüber den Herd vergisst auszuschalten und abends der Pflegedienst kommt, dann hilft das auch nicht viel) Aber das gibt es keine Hilfe für die Tochter, nirgends. Freistellung für Pflege kranken Angehörige gibt es bei Krebs im Endstadium oä, also wo abzusehen ist, dass das Ende binnen weniger Monate eintritt.)
Und mich ärgert irgendwie, dass Leute, die keinen Cent in unser Sozialsystem einbezahlt haben, nun dermassen belohnt werden sollen.
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Anaba
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Re: nur so interessehalber
Alles Härtefälleoder gibt es da auch wieder Härtefallausnahmen?

Eigentlich traurig, aber inzwischen kann man darüber nur lachen.
Seit langem wundere ich mich, wer inzwischen so alles eingebürgert ist. Das ist schon verwunderlich.
Alleine von den Angehörigen der Clanfamilien sind sehr viele eingebürgert.
Ob die alle arbeiten? Wo ist denn das Problem so etwas nachzuweisen?
Man meldet sich bei einem selbstständigen Freund an und es läuft.
Wie lange das Arbeitsverhältnis dann dauert. Wer fragt da später nach?
Liebe Grüße
Anaba
Administratorin
anaba@1001Geschichte.de
“Am Ende wird die Wahrheit siegen, über Ängste und gut getarnte Lügen.
Am Ende wird sich alles fügen und was jetzt am Boden liegt, wird schließlich lächelnd fliegen...“
Hans Kupka, hingerichtet 1942
Anaba
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Fierrabras
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Re: nur so interessehalber
aus einem Krankenblatt eines 30-jährigen Flüchtlings aus Somalia, THC-abhängig mit Wahnvorstellungen, seit 2016 in Berlin, jobbt "gelegentlich" in einer Reinigung, aber bezieht Bürgergeld.
Bei der bekannte chronischen Infektionskrankheit der Haut fiel auf, dass der Patient in der Vergangenheit nur eingeschränkt therapieadhärent war. In der Anamnese wurde zudem eine geistige Minderbegabung diskutiert, welche derzeit aufgrund der akuten psychotischen Symptomatik nicht zuverlässig beurteilt werden kann. Der Patient zeigte sich bezüglich hygienischer Maßnahmen auffällig unkritisch; das Einhalten der Hygieneregeln erschien krankheitsbedingt stark eingeschränkt.
Sozial war die Situation des Patienten als deutlich prekär einzuschätzen. Herr XYZ hatte seinen letzten Wohnplatz, mutmaßlich über das Jobcenter finanziert, infolge von Fehlverhalten verloren. Er äußerte im Verlauf den Wunsch nach einer Unterbringung in einer therapeutischen Wohngemeinschaft. Ein Antrag auf Eingliederungshilfe wurde entsprechend gestellt. In Absprache mit dem Patienten konnte zunächst ein Zimmer in einer Obdachlosenunterkunft organisiert werden. Langfristig strebt Herr XYZ. jedoch einen Unterkunft im Rahmen eines betreuten Wohnens an.
Aufgrund der krankheitsbedingten Einschränkungen war Herr XYZ. nicht in der Lage, Angelegenheiten des täglichen Lebens (Wohnung, Finanzen, Behördenangelegenheiten, Gesundheitsfragen und Aufenthaltsbestimmung einschließlich freiheitsentziehender Maßnahmen) eigenständig zu regeln. Im wohlverstandenen Interesse des Patienten wurde daher die Einrichtung einer rechtlichen Betreuung für alle Aufgabenkreise angeregt.
tja, wenn das unserer "Fachkräfte" sind, kein Wunder, dass hier alles den Bach runtergeht.
Zu mir zur Nachbehandlung der Wahnvorstellungen kam er natürlich nicht... (vielleicht auch besser so).
Bei der bekannte chronischen Infektionskrankheit der Haut fiel auf, dass der Patient in der Vergangenheit nur eingeschränkt therapieadhärent war. In der Anamnese wurde zudem eine geistige Minderbegabung diskutiert, welche derzeit aufgrund der akuten psychotischen Symptomatik nicht zuverlässig beurteilt werden kann. Der Patient zeigte sich bezüglich hygienischer Maßnahmen auffällig unkritisch; das Einhalten der Hygieneregeln erschien krankheitsbedingt stark eingeschränkt.
Sozial war die Situation des Patienten als deutlich prekär einzuschätzen. Herr XYZ hatte seinen letzten Wohnplatz, mutmaßlich über das Jobcenter finanziert, infolge von Fehlverhalten verloren. Er äußerte im Verlauf den Wunsch nach einer Unterbringung in einer therapeutischen Wohngemeinschaft. Ein Antrag auf Eingliederungshilfe wurde entsprechend gestellt. In Absprache mit dem Patienten konnte zunächst ein Zimmer in einer Obdachlosenunterkunft organisiert werden. Langfristig strebt Herr XYZ. jedoch einen Unterkunft im Rahmen eines betreuten Wohnens an.
Aufgrund der krankheitsbedingten Einschränkungen war Herr XYZ. nicht in der Lage, Angelegenheiten des täglichen Lebens (Wohnung, Finanzen, Behördenangelegenheiten, Gesundheitsfragen und Aufenthaltsbestimmung einschließlich freiheitsentziehender Maßnahmen) eigenständig zu regeln. Im wohlverstandenen Interesse des Patienten wurde daher die Einrichtung einer rechtlichen Betreuung für alle Aufgabenkreise angeregt.
tja, wenn das unserer "Fachkräfte" sind, kein Wunder, dass hier alles den Bach runtergeht.
Zu mir zur Nachbehandlung der Wahnvorstellungen kam er natürlich nicht... (vielleicht auch besser so).
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Fierrabras
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Re: nur so interessehalber
wohl gemerkt: wie kann jemand mit einer chronisch infektiösen Hautkrankheit, der sich nicht an Hygieneregeln halten kann (warum auch immer ob nun Dummheit, Rauschzustand oder Psychose) in einer Reinigung arbeiten?
oder muss man froh sein, dass er wenigstens nicht mit Lebensmittel arbeitet?
oder muss man froh sein, dass er wenigstens nicht mit Lebensmittel arbeitet?
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Fierrabras
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Re: nur so interessehalber
https://www.focus.de/panorama/messerang ... 43ceb.html
Laut Gutachter gab es „keine Anhaltspunkte für ein akut-psychotisches Erleben“. Im Urteil ist von „impulsiven Persönlichkeitszügen“ die Rede, so die „Bild“-Zeitung. Mahmoud I. wurde damals zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Nach Verbüßung seiner Strafe kam der Gewalttäter im Dezember 2025 frei. Nach Angaben des baden-württembergischen Migrationsministeriums war der Eritreer eigentlich ausreisepflichtig. Weil Eritrea seiner Verpflichtung, eigene Staatsbürger zurückzunehmen, aber nicht nachkomme, seien Abschiebungen in das Land nicht möglich, so das Ministerium. „Für eine Abschiebung notwendige Identitätsdokumente lagen im konkreten Fall nicht vor.“
Keine Abschiebung möglich - Opfer außer Lebensgefahr
Warum der Eritreer am 14. Januar in Ulm austickte und drei Menschen mit dem Messer angriff und teils lebensgefährlich verletzte, ist noch immer unklar. Laut Staatsanwaltschaft Ulm verweigert er bislang die Aussage.
Meine Fresse: Typ ist offensichtlich persönlichkeitsgestört (impulsive Persönlichkeitszüge sind eine Umschreibung für eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom impulskontroll.gestörten Typ), was extrem schwer zu behandeln ist, vor allem, weil das -wenn überhaupt- nur mit Psychotherapie geht-, was bei Sprachbarriere nicht möglich sein wird. Vielleicht liegt auch eine dissoziale Persönlichkeitsstörung vor (früher "asozial" genannt, darf man heute nicht mehr sagen). Da gibt es gar keine Therapiemöglichkeit.
tja, warum der "austickte": da muss es bei dieser Störung keinen Grund geben...im Gehirn funktionieren bestimmte Regelkreise nicht, die hemmend wirken.
und WIESO wird dann mit Eritrea nicht verhandelt, so zB über Entwicklungshilfe, die an die Rücknahme ihrer eigenen Staatsbürger gekoppelt werden könnte?!
ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich k.... möchte.
Laut Gutachter gab es „keine Anhaltspunkte für ein akut-psychotisches Erleben“. Im Urteil ist von „impulsiven Persönlichkeitszügen“ die Rede, so die „Bild“-Zeitung. Mahmoud I. wurde damals zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Nach Verbüßung seiner Strafe kam der Gewalttäter im Dezember 2025 frei. Nach Angaben des baden-württembergischen Migrationsministeriums war der Eritreer eigentlich ausreisepflichtig. Weil Eritrea seiner Verpflichtung, eigene Staatsbürger zurückzunehmen, aber nicht nachkomme, seien Abschiebungen in das Land nicht möglich, so das Ministerium. „Für eine Abschiebung notwendige Identitätsdokumente lagen im konkreten Fall nicht vor.“
Keine Abschiebung möglich - Opfer außer Lebensgefahr
Warum der Eritreer am 14. Januar in Ulm austickte und drei Menschen mit dem Messer angriff und teils lebensgefährlich verletzte, ist noch immer unklar. Laut Staatsanwaltschaft Ulm verweigert er bislang die Aussage.
Meine Fresse: Typ ist offensichtlich persönlichkeitsgestört (impulsive Persönlichkeitszüge sind eine Umschreibung für eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom impulskontroll.gestörten Typ), was extrem schwer zu behandeln ist, vor allem, weil das -wenn überhaupt- nur mit Psychotherapie geht-, was bei Sprachbarriere nicht möglich sein wird. Vielleicht liegt auch eine dissoziale Persönlichkeitsstörung vor (früher "asozial" genannt, darf man heute nicht mehr sagen). Da gibt es gar keine Therapiemöglichkeit.
tja, warum der "austickte": da muss es bei dieser Störung keinen Grund geben...im Gehirn funktionieren bestimmte Regelkreise nicht, die hemmend wirken.
und WIESO wird dann mit Eritrea nicht verhandelt, so zB über Entwicklungshilfe, die an die Rücknahme ihrer eigenen Staatsbürger gekoppelt werden könnte?!
ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich k.... möchte.
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Adah
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Re: nur so interessehalber
Liebe Fierrabras und all euch andere,
habe nur kurz einen Eintrag früher gemacht, lese aber noch hin und wieder mit.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, was für eine Gratwanderung das für dich ist, zwischen dieser Arbeit und in diesem System verankerten im Grund völligen Hilflosigkeit ist! Noch dazu: durch diese Hilflosigkeit und dem dadurch entstehenden Gefühl, im Grunde niemanden was auch immer Recht zu machen!
Chapeau für Dein und euer Engagement!!! Und Durchhaltevermögen!
Ich bin ja "nur" eine DaF-Trainerin...
Finde vieles, was hier im Forum geschrieben wird als wirklich hilfreich. Vor allem von europäischen Frauen, die direkten Kontakt zur Muslimischen Welt hatten. Habe ich zwar auch täglich, aber eher entfernt. Und eben im Bereich Integration... (husthust)
Erlebe viele sehr liebe Frauen und nette Männer in meinen Kursen.
Aber - es gibt, denke ich - keine einzige syrische Frau, die es bis B2 geschafft hat. Aber es gibt Frauen, im Alphakurs, die mir zB sagen, Musik hören sie nie, aber schon zum Frühstück gibt es Suren aus dem Koran.
Was soll das werden?
Integration? Ja, sehr witzig.
Ich könnte euch da fast täglich Geschichten erzählen... manche sehr lieb, aber die meisten - erwartbar. Auch mühsam - und sicher nicht auf eine, auch nur ansatzweise, Integration gerichtet.
Übrigens, bin aus Ö, hier läuft es aber in keinster Weise besser als in D, habe ich den Eindruck.
LG - Adah
Es ist mühsam.
habe nur kurz einen Eintrag früher gemacht, lese aber noch hin und wieder mit.
Ich kann mir gar nicht vorstellen, was für eine Gratwanderung das für dich ist, zwischen dieser Arbeit und in diesem System verankerten im Grund völligen Hilflosigkeit ist! Noch dazu: durch diese Hilflosigkeit und dem dadurch entstehenden Gefühl, im Grunde niemanden was auch immer Recht zu machen!
Chapeau für Dein und euer Engagement!!! Und Durchhaltevermögen!
Ich bin ja "nur" eine DaF-Trainerin...
Finde vieles, was hier im Forum geschrieben wird als wirklich hilfreich. Vor allem von europäischen Frauen, die direkten Kontakt zur Muslimischen Welt hatten. Habe ich zwar auch täglich, aber eher entfernt. Und eben im Bereich Integration... (husthust)
Erlebe viele sehr liebe Frauen und nette Männer in meinen Kursen.
Aber - es gibt, denke ich - keine einzige syrische Frau, die es bis B2 geschafft hat. Aber es gibt Frauen, im Alphakurs, die mir zB sagen, Musik hören sie nie, aber schon zum Frühstück gibt es Suren aus dem Koran.
Was soll das werden?
Integration? Ja, sehr witzig.
Ich könnte euch da fast täglich Geschichten erzählen... manche sehr lieb, aber die meisten - erwartbar. Auch mühsam - und sicher nicht auf eine, auch nur ansatzweise, Integration gerichtet.
Übrigens, bin aus Ö, hier läuft es aber in keinster Weise besser als in D, habe ich den Eindruck.
LG - Adah
Es ist mühsam.
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Adah
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Re: nur so interessehalber
Übrigens - eine meiner Chefinnen hat letztes Jahr gekündigt.
Mit der Begründung, sie will durch diesen Job nicht zur Menschenfeindin werden.
Und vor allem Männer nicht per se hassen...
Tja.
Ach ja - der Ramadan ist eine schöne Zeit für den Deutschunterricht.
Da werden die stärksten Löwen zu zahmen Hauskatern. Kränkelnden noch dazu...
Bitte verzeiht meinen Zynismus!
Mit der Begründung, sie will durch diesen Job nicht zur Menschenfeindin werden.
Und vor allem Männer nicht per se hassen...
Tja.
Ach ja - der Ramadan ist eine schöne Zeit für den Deutschunterricht.
Da werden die stärksten Löwen zu zahmen Hauskatern. Kränkelnden noch dazu...
Bitte verzeiht meinen Zynismus!
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Fierrabras
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Re: nur so interessehalber
Hallo Adah, woran liegt das mangelnde Deutschlernen bei den syrischen Frauen? kommen die nicht? oder hatten die schon in Syrien keine Schulbildung? (ich habe einige afghanische Patientinnen, die nie eine Schule besucht haben, die haben überhaupt kein Konzept von Schrift, für dieses Mittvierzigerinnen ist es natürlich unendlich viel schwerer, deutsch zu lernen als für einen syrischen Mann, der schon fliessend englisch kann).
und habt Ihr irgendwelche Sanktionsmöglichkeiten, wenn die einfach nicht kommen?
und habt Ihr irgendwelche Sanktionsmöglichkeiten, wenn die einfach nicht kommen?