Spätherbst hat geschrieben:Man sollte Linguistik nicht mit Religion verwechseln, Imene.
Das Wort, das griechische Christen für Gott verwenden, geht auf das Wort Zeus zurück. Auch das deutsche Wort Gott war schon bei den heidnischen Germanen für deren Götter in Gebrauch.
Deiner Logik nach verleugnet also auch jeder die Existenz Gottes, der behauptet, es gäbe Zeus und Odin nicht.Imene hat geschrieben:Wer also sagt, es gebe Allah nicht, um damit seine Ablehnung gegenüber dem Islam kundzutun,( was als Meinungsäußerung in Ordnung ist) der verleugnet gleichzeitig die Existenz Gottes an sich.
Ich wollte aber der Threaderöffnerin nur mitteilen, dass dass es sich bei Christentum und Islam um ZWEI Religionen und ZWEI unterschiedliche Gottheiten handelt (wobei ich persönlich annehme, dass es die islamische Gottheit nicht gibt) und keineswegs nur um zwei unterschiedliche Arten, den einen Gott anzubeten wie z.B. zwischen Katholiken, Protestanten und Orthodoxen.
Es wird derzeit gern so getan, als ob das nicht so wäre und es nur äußerliche Unterschiede (Architektur, Kleidung, Speisevorschriften, Feiertage, Stellung der Geschlechter etc.) gäbe. Das ist aus christlicher Sicht gotteslästerlich (was die meisten nicht so interessieren dürfte), aber es ist auch faktisch UNWAHR. Und diese Unwahrheit führt dazu, dass Leute irrtümlich denken, ein ehrlich frommer Moslem wäre dasselbe wie ein ehrlich frommer Christ. Das kann zu fatalen Missverständnissen führen.
Mit Ablehung hat das nichts zu tun, sondern mit Information.
Wenn du anfängst über die Engländer zu schreiben und dann den Satz schreibst es gibt kein *god*. Kommt es auf dasselbe hinaus. Allah bedeutet nichts anderes ausser Gott. Nach islamischer Sicht ist der Gott der den Koran herabsandte derselbe Gott des Abrahams (Ibrahim).
Und Herbst, nur weil die Christen heutzutage aufgeklärt sind und die positiven Aspekte ihrer Religion ausleben, hisst es noch lange nicht das das Christentum soviel anders ist als der Koran(les mal die Briefe von Paulus). Die Unterschiede liegen wo ganz anders. Der Koran kann nicht reformiert werden und kann nicht mit unserer heutigen Moralvorstellung mithalten. Beim Christentum gibts aber einen Ausweg und der heisst *Gnade* und *Interpretation*. Zudem ist die Bergpedrigt ja auch voller Weisheit gespickt. Ich halte nichts vom Islam, aber kein Muslim ist so wie der andere. Und wenn man es mal genau betrachtet so gibt es kaum ein Muslim der sich wirklich an seiner Religion hält.