Stand der Bezznesser in Tunesien

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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mohawk85
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von mohawk85 » 04.01.2010, 19:46

krieg das mit dem zitieren noch nicht hin, sorry...
das mit den Krokodilstränen war ein Zitat von Jakobs_Weg...ein sehr gutes wie ich finde :!:
LG mohawk

Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts.
(Max Planck)

Anaba
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von Anaba » 04.01.2010, 19:54

mohawk85 hat geschrieben:krieg das mit dem zitieren noch nicht hin, sorry...
das mit den Krokodilstränen war ein Zitat von Jakobs_Weg...ein sehr gutes wie ich finde :!:

Liebe mohawk,

"Quote" in dem Beitrag, aus dem du zitieren willst, anklicken und dann nach quote weiterschreiben.
Was du nicht mit zitieren willst löschen.
Schon hast du dein Zitat. :wink:
Liebe Grüße
Anaba

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mohawk85
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von mohawk85 » 04.01.2010, 21:25

dankeschön Anaba...da hab ich ja wieder was gelernt :D
LG mohawk

Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts.
(Max Planck)

Hülya

Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von Hülya » 04.01.2010, 21:27

Guten Abend mohawk,

in der Plauderecke gibt es ein Tread Sandkiste, da kannst Du üben.

Windstoss

Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von Windstoss » 05.01.2010, 02:21

Stand der Bezznesser in Tunesien

Das war mein Thema und ich hatte angenommen, dass ich der einen oder anderen Frau helfen kann, wenn ich ihr sage, welchen Stand /sozialen Stand die Bezznesser in den Augen der normalen tunesischen Bevölkerung haben und was sie von der normalen Bevökerung unterscheidet. Vor allem auch, wie Frau sie von den normalen Bewohnern unterscheiden kann.

Ich hatte über das normale Zusammenleben mit einem normalen Tunesier berichtet, mit dem ich 10 Jahre verbandelt war - damit auch der Unterschied zu den Bezznessern klar wird. Ganz offensichtlich wird das hier aber nicht verstanden - überall wird gewittert, ich hätte es doch mit einem Bezznesser zu tun gehabt, ich sei wohl nur zu blöd, es zu merken.... ich habe das Gefühl ich habe eine Hydra mit mindestens 10 Köpfen geweckt, die mich von allen Seiten beissen will.

Ich weiss, dass die Frauen hier Schlimmes erlebt haben und ich würde wirklich gern helfen, aber die dauernde Ignoranz meiner Aussagen und diese elende Besserwisserei gehen mir langsam gehörig auf den Keks.

Nochmal für alle, die so tun, als wäre ich nicht ganz dicht unter meinen Haaren:

Es handelte sich um eine gemischt-nationale Beziehung mit allen Aufs- und Abs, wie sie in normalen Beziehungen sicher nicht untypisch sind. Z+++ hat mich nicht nicht nicht abgezogen - welches Geld er verwendet hat, um es seiner Familie zu geben, habe ich bereits ausführlich beschrieben. Glaubt es bitte, ich bin erwachsen und es sicher nicht nötig, hier die Unwahrheit zu sagen - vor allem, was sollte das bringen? Und ich neige nicht wirklich zu Selbstbetrug. Wenn ich nicht ehrlich wäre, könnte ich meine esoterische Arbeit nicht tun.

Die tunesische Familie hat mich akzeptiert - sicherlich ein Stück weit auch als fremder, interessanter, bunter Vogel - und sie haben sicherlich von mir profitiert, weil ich mich um ihren Sohn gekümmert habe und mit ihm zusammenlebte. Das passiert millionenfach hier in Deutschland unter allen Paaren, die aufeinander treffen.

Es gibt sicherlich ca. 3 Millionen Männer in Tunesien - da ist es ganz natürlich, dass die eine oder andere Person eben nicht die gleichen Erfahrungen machen konnte wie ich. Jeder Mensch ist einzigartig und jeder ist anders, das ist doch ganz normal. Ich habe meine Zeit mit Z+++ als Beispiel angeführt und konnte berichten, dass das den 14 anderen Jungs, die in B+++ lebten, ähnlich ergangen ist. Sie hatten auch Freundinnen.

Ja, Z+++ war nach unserem ersten intimen Zusammensein erschüttert und hat gesagt: Jetzt kann ich Dich nicht mehr heiraten. Aber, wer, um Himmels Willen, wollte ihn denn heiraten?

Nach 7 Jahren haben wir uns für ein Kind entschieden und ER wollte nach den Jahren sehr gern heiraten, das Aufgebot war bestellt, alle Papiere lagen vor in B+++ Die Familie hatte akzeptiert und eine tunesische Hochzeit sollte bei unserem nächsten Besuch in Tunesien nachgeholt werden. Die Familie hat mich nicht geächtet wegen unseres Kindes und niemand aus der ganzen Familie hätte es je gewagt, mich anzumachen.

Wer nicht heiraten wollte, war ich. Ich habe gekniffen, weil ich den Irrsinn erkannt habe. Ja, das gibt es. Ich liebte meine Freiheit über alles und ich wollte

1. nicht in Tunesien leben
2. nicht konvertieren
3. mich nicht dauernd mit den tunesischen Gepflogenheiten arrangieren müssen
4. mir nicht das Gemecker anhören, dass er eines Tages nach Tunesien zurück wollen würde und ich ginge nicht mit
5. er wurde immer gläubiger und das ging mir ehrlich auf die Nerven.

und viele Gründe mehr, die ich aber nicht einzeln ausführen werde. Ich habe die standesamtliche Trauung 2 Tage vor dem Hocheittag annuliert. Wie Z+++ darauf reagiert hat, spielt keine Rolle, sonst gibt es wieder Angriffe, auf die ich keine Lust habe.

Außerdem war die Luft aus der Beziehung raus. Ich wollte ein Kind, aber ich wollte mich auch trennen. Ja, das ist die Wahrheit. Ich hatte einen guten Job, ich fuhr Mercedes, war 2 - 3 mal im Jahr in Urlaub. Warum also kein Kind? Das Leben kam mir leer vor und die innere Uhr tickte.

In jeder Beziehung wird Geld ausgegeben, und, oh Wunder, auch in unserer. Aber wir waren zwei gut verdienende Singles. Ich hatte genug für mich und ich habe die Familie nicht unterstützt, nicht mal sekundär. Die Wohnungs- und Lebenshaltungskosten wurden geteilt, auch wenn da jetzt wieder jemand gegen anstänkert.

Wir sind in unserer Zeit mindestens 20 x in Urlaub gefahren - davon mehr als die Hälfte NICHT nach Tunesien. Es waren ein paarmal Paris dabei, ein paarmal Spanien. Mallorca, Dänemark und viele Kurzurlaube. Wir mussten nicht sparen. Die meisten Urlaube hat Z+++ finanziert. Für uns beide.

Als ich den Führerschein machte, machte er auch seinen und kaufte sich einen Scirocco. Meinen ersten Audi (gebraucht :wink: ) hat er zur Hälfte bezahlt und zu Weihnachten machte er mir Geschenke, die mehr wert waren als meine an ihn. Einmal habe ich eine komplette Spiegelreflexkamera mit Ausrüstung bekommen, die ich heute noch habe. Einmal hat er mir einen Videorecorder geschenkt (die damals schweineteuer waren) und einmal einen neuen Fernseher. KEIN BEZZNESS.

Wenn wir die Familie besucht hatten, habe gerade ich soviel Kosten veruracht, dass sie sich davon erstmal erholen mussten. Mir wurde alles freundlich in den Hintern geschoben und ich musste lernen, nicht mehr so intensiv zu schauen, damit ich es nicht plötzlich in Händen hielt. Ich wurde überall herumgeführt, eingeladen, Verandte zeigten mir die Küste in tagelangen Fahrten einschl. aller Kosten wie Essen, teilweise Hotel usw.

Ach ja, diese Frage kam auch noch: Wenn meine Tochter ein Sohn gewesen wäre, hätte es keinen großen Unterschied gegeben. Es ist zwar normal in der tunesischen Denke, dass die Kinder nach Möglichkeit im muslemischen Glauben aufwachsen, es muss aber nicht, wenn sich die andere Seite konsequent querstellt und man nicht zum Zuge kommt. Ich stellte mich komplett quer.
Ich hatte mich mit den tunesischen Gepflogenheiten intensiv auseinander gesetzt, Vorsicht ist ja bekanntlich die Mutter der Porzellankiste und vorbereitet wollte ich auf jeden Fall sein.

So habe ich zunächst einen Standesbeamten an mein Wochenbett gebeten, der den Namen meiner Tochter und meinen Familiennamen eingetragen hat. Vater unbekannt. Z+++ war vergeblich beim Jugendamt und hat sich als Vater unserer Tochter geoutet, er wurde erst freundlich, dann unsanft hinauskomplimentiert; mehrmals - man ist ja hartnäckig - und schlussendlich mit Hausverbot belegt.

Ich habe den Leuten mitgeteilt, dass der Vater Ausländer sei und ich würde meine Tochter keinerlei Gefahr beispielweise wegen einer möglichen Entführung aussetzen und deshalb den Namen des Vaters nicht nennen. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich sogar meine eigene Tochter adoptiert. Unterhalt für meine Tochter habe ich regelmässig von Z+++ bekommen - bis sie erwachsen war - und so gab es für das Amt keinen Grund, tätig zu werden. Ach ja, als meine Tochter 2 Monate alt war, habe ich sie prophylaktisch zu meinem Schutz evangelisch taufen lassen und für sie einen eigenen Kinderausweis gehabt. So hatte ich allen wie auch immer gearteten Gedanken zuvor kommen können und er hätte nichts machen können, selbst, wenn er gewollt hätte. Zudem hatte ich von allen Geschwistern, die ja inzwischen eigene Wohungen und Häuser und natürlich auch Kinder hatten, die Adressen. Was das für ihn bedeutet hätte, weiß nur jemand, der mich kennt...

Als meine Tochter 8 Jahre alt wurde, habe ich Z+++ dem Jugendamt als Vater bekannt gegeben. Weitere 3 Jahre später habe ich meinen neuen Partner geheiratet und meine Tochter bekam den gemeinsamen Familiennamen - Z+++ hat getobt, aber das war mir egal.

Ich hoffe, damit habe ich die restlichen offenen Fragen klären können - ich weiß, man kann mir jetzt vorwerfen, dass ich egoistisch war. Ja, das bin ich und das ist auch gut so.

Dass ich für die Familie immer etwas besonderes war und sie mich nicht ohne Grund in einen "Mann" verwandelt hat, hat seinen Grund. Niemals kann ich zulassen, dass mich jemand dominiert und ich hätte mich nie und nimmer den tunesischen Gepflogenheiten unterwerfen können oder gar wollen. Der Staub, der Schmutz auf den Straßen, die Hitze, das damals rückständige Leben; die Schwestern haben meine romantischen Gedanken, ich können v i e l l e i c h t irgendwann einmal in Tunesien leben wollen, gründlich versaut. Ich tausche doch nicht etwas Gutes gegen etwas weniger Gutes. Außerdem war Z+++s Verhalten in Tunesien völlig anders als hier in B++++. Das war nix für die Tochter meine Mutter.

Wenn es noch einzelne Fragen gibt, werde ich die evtl. noch beantworten - das war ja auch nicht der Grund meines Thread - aber es ist halt passiert.

Vielleicht hilft die eine oder andere Bemerkung:

Ein Tunesier heiratet keine reifere Frau, wenn er selber jünger ist - es sei denn, er ist ein Bezznesser.
Ein Tunesier will gar nicht mit einer reifen Frau Sex haben, die seine Mutter sein könnte, es sei denn, er ist ein Bezznesser.
Ein Tunesier sagt nicht - ich liebe dich, wenn er keine Ahnung hat, wovon er redet - sei sei denn, er ist ein Bezznesser.
Ein Tunesier lässt eine Frau nirgendwo bezahlen - es sei denn, er ist ein Beznesser.
Ein Tunesier bettelt Dich nicht an und erzählt Dir nicht von seinen finanziellen Problemen, es sei denn, er ist ein Beznesser.
Tunesier mögen keine behinderten Frauen und heiraten sie auch nicht, es sei denn, er ist ein Beznesser.
Ein Tunesier bestellt kein Handy und keine anderen elektronischen Sachen bei Dir und lügt Dir vor, er würde sie Dir bezahlen, es sei denn, er ist ein Bezznesser.
Ein Tunesier möchte Kinder, das gehört zu seiner Tradition - er steht auf Söhne. Aber nicht von Dir, es sei denn, er ist ein Bezznesser.
Ein Tunesier, der so tut, als würde er Deine Kinder mögen und Dir vorspielt, er würde sie als die eigenen ansehen, ist ein Bezznesser.
Ein Tunesier lernt Dich nicht kennen und will dich morgen gleich heiraten, es sei denn, er ist ein Bezznesser und will ein Ticket nach Europa.

Wenn er dir sagt, wie schön du bist, schau in den Spiegel. Lügt er? Dann ist er ein Bezznesser.
In den Augen der Tunesier ist eine ältere Frau nicht schön, er lügt es ihr nur vor, weil er ihr Geld will.
Er liebt sie auch nicht, wie sollte er. Er verachtet sie in seiner Überheblichkeit und seinem verborgenen Eigenhass, weil ja die Touristinnen "Schuld" an seinem "Job" haben und überlegt, wie er an ihr Geld kommen könnte, sein einziges Interesse.

Die anderen Bezznesser, die Dich kennenlernen, wenn du mit ihm "zusammen bist", verachten Dich und lachen Dich aus. Auf arabisch. Wenn er in seinen Augen Falsches 100 x gemacht hat, wird es zur Gewohnheit und er merkt es nicht mehr - ein Schlachter tötet täglich hunderte Stück Schlachtvieh - er schaltet sein Bewusstsein dafür aus, sonst könnte er diese Arbeit nicht tun.

Tunesier versuchen eine Frage so zu stellen, dass die Antwort "nein" nicht möglich ist. Tu es trotzdem und lass ihn selbst aus der Misere rauskommen, in die er Dich bringen wollte. Du magst das nicht tun? Warum nicht? Er tut es doch auch!!

Wenn man sich mit einem Tunesier unterhält, den man für einen guten Menschen hielt, für einen netten Gesprächspartner - und er lädt Dich ein und hat kein Geld - dann hast du auch keins. Er hat Dich schließlich eingeladen. Er ist der Mann, da besteht er doch so gern drauf, dann soll er Dir doch mal zeigen, wie er so eine Situation meistert.

Lass Dich nicht in Verlegenheit bringen, er hat die Situation verursacht. Soll er doch sehen, wie er da rauskommt. Er ist schließlich der Mann. Und im Übrigen versucht er ja, es auf Dich abzuwälzen. Bezznesser.

Du könntest ihm gleich zu Beginn einer Einladung sagen, dass Du dich über die Einladung freust und kein eigenes Geld mitnimmst.
Nimm kein eigenes Geld mit.

Was ich damit sagen will: Wer hier auf 1001Geschichte liest, der befürchtet, er könnte gebezznesst werden. Da die Muster immer alle gleich sind, kann man sich doch schon mal sehr gut ablehnende Antworten auf die todsicher kommen Fragen zurechtlegen. Ich habe kein Geld dabei: Oh, wie peinlich für Dich - und wie willst du jetzt bezahlen? Sei ablehnend und mache ihm klar, dass du auch kein Geld hast.

Ich könnte hier noch so viele Beispiele nennen, aber ich denke, jede Frau weiß, was gemeint ist.
Ein Mann, der will, dass Du bezahlst, hat Dich gerade - in den tunesichen Augen - derbe beleidigt. Wehre Dich, Du hast das Recht dazu, zur Not rufe nach der Polizei und fühle Dich bitte genauso beleidigt und ausgenommen, wie es in diesem Moment gemeint ist.
Bringe eine Wut heraus, die der Beleidigung angemessen ist.

Vielleicht wäre es sinnvoll, Dir eine Prepaid-Handykarte zu kaufen, wenn Du nach Tunesien fliegst. Die könntest Du sogar mit nicht ganz richtigen Daten registrieren lassen.

Kauf ihm kein Handy. Er hat schon welche. Kein Laptop, keine Uhr - hat er schon oder kann er selbst in Tunesien kaufen. Gibts auch da.

Wenn Du mehr von seinen falschen Schmeicheleien nach Deinem Urlaub möchtest, kannst du ihm die Handy-Nr. ruhig geben. Sie ist schnell entsorgt. Emailadressen kann man ändern - aber eines wirst du nicht können, und je eher Du das verinnerlichst, umso eher wird es dir danach wieder gut gehen. DU WIRST IHN NICHT ÄNDERN. Aber er ändert DICH - er wird versuchen, dich arm zu machen und dich finanziell und emotional ausbeuten. Und glaube mir, er schafft das. Es gibt im normalen Leben keine Wunder und ihr lebt glücklich bis an Euer Ende.

Stell Dir vor, er schaffte es mit Deiner Hilfe nach Deutschland. Er fühlt sich wie ein Hund. Und er fängt ein, eine Metamorphose durchzumachen. Er gibt Dir die Schuld. Hausarbeit - Fremdwort. Arbeit - wo? Vielleicht hat er Glück und findet eine Tagelöhneranstellung. Sein Geld gehört ihm. Dein Geld gehört auch ihm. Niemand wartet hier auf ihn und will ihm Arbeit geben. Vielleicht hast du einen guten Job und eine gute Bezahlung (dafür hat er Dich schließlich ausgesucht) - und nun? Wenn du ihn ernähren und verzigaretten musst, wird er Dich bald hassen. Wenn er um Geld bitten muss, wird er Dich hassen. Seine Kumpels und er, die wissen ganz genau, wie man eine Frau in die Enge treibt. Und auch: Wenn er Dein Geld bekommt, kann er vielleicht auch an das anderer Frauen kommen, er fängt an, hier seine Fühler auszustrecken...

Mach Dir das klar, wenn Du einen schönen jungen, samtäugigen Mann kennenlernst, der Dir den Himmel auf Erden versprichst. Du stellst fest, dass er bildungsfern aufgewachsen ist - und das lässt er Dich spüren. Du bist viel größer als er, das spürt er und wird versuchen, dich auf seine Niedrigkeit herabzustutzen. Leute, die sich niedrig und erbärmlich oder unterlegen fühlen, können meist nicht anders, als zuzuschlagen.

Auch hier könnte ich noch -zig von Beispielen nennen - aber alle führen Dich, die Frau, die es gut meinte, in die Katastrophe.

Stell Dir vor, er ist ein Gremlin. Nie füttern - kein Wasser - sonst werden sie zu Monstern. IMMER. Viele früher, manche etwas später.

Und der fatale Gedanke, dass Du ihn ändern wirst, vergiss es, es lohnt den Aufwand nicht und das Ergebnis wird schlimmer, als Du Dir vorstellen kannst.

Übrigens: Ist Dir schon mal aufgefallen, dass ein tunesischer Gigolo mit Ignoranz so üerhaupt nicht umgehen kann?

Wenn Du dahinterkommst, dass du betrogen wirst und es ihm mitteilst, fliege nicht wieder nach Tunesien, um mit ihm zu reden. Auch negative Zuwendung ist Zuwendung und wird ihm schmeicheln. Er wird Dir das Blaue vom Himmel herunterlügen, um dich wieder gewogen zu bekommen. Und noch härter zuschlagen, finanziell und emotional.

Schreibe ihm Deine tiefe Verachtung und nenne ihn Hund. Schalte das Handy ab und richte Deine Email so ein, dass die Post an ihn zurückgeht.

Er war zu doof zum dauerlügen - du hast ihn erwischt. Lass es ihn wissen und ignorier ihn anschließend. Das ist die einzige Form, ihn an seine Grenzen zu bringen und ihm die Kränkung heimzuzahlen. Du wirst in seiner Erinnerung bleiben, wenn er die anderen Frauen schon längst vergessen hat. Und nur so kannst Du den entstandenen Schaden begrenzen und aus der ganzen Misere wieder rauskommen. Lass nicht zu, dass er die Macht bekommt, Dich weiter zu zerstören, sei Dir zu wertvoll dafür.

Das wünscht allen Frauen hier, die sich in Gefahr begeben könnten

aus ganzem Herzen

Windstoss

momo456
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von momo456 » 05.01.2010, 06:43

Windstoss hat geschrieben: Ach ja, diese Frage kam auch noch: Wenn meine Tochter ein Sohn gewesen wäre, hätte es keinen großen Unterschied gegeben. Es ist zwar normal in der tunesischen Denke, dass die Kinder nach Möglichkeit im muslemischen Glauben aufwachsen, es muss aber nicht, wenn sich die andere Seite konsequent querstellt und man nicht zum Zuge kommt. Ich stellte mich komplett quer.
Ich hatte mich mit den tunesischen Gepflogenheiten intensiv auseinander gesetzt, Vorsicht ist ja bekanntlich die Mutter der Porzellankiste und vorbereitet wollte ich auf jeden Fall sein.

So habe ich zunächst einen Standesbeamten an mein Wochenbett gebeten, der den Namen meiner Tochter und meinen Familiennamen eingetragen hat. Vater unbekannt. Z+++ war vergeblich beim Jugendamt und hat sich als Vater unserer Tochter geoutet, er wurde erst freundlich, dann unsanft hinauskomplimentiert; mehrmals - man ist ja hartnäckig - und schlussendlich mit Hausverbot belegt.

Ich habe den Leuten mitgeteilt, dass der Vater Ausländer sei und ich würde meine Tochter keinerlei Gefahr beispielweise wegen einer möglichen Entführung aussetzen und deshalb den Namen des Vaters nicht nennen. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich sogar meine eigene Tochter adoptiert. Unterhalt für meine Tochter habe ich regelmässig von Z+++ bekommen - bis sie erwachsen war - und so gab es für das Amt keinen Grund, tätig zu werden. Ach ja, als meine Tochter 2 Monate alt war, habe ich sie prophylaktisch zu meinem Schutz evangelisch taufen lassen und für sie einen eigenen Kinderausweis gehabt. So hatte ich allen wie auch immer gearteten Gedanken zuvor kommen können und er hätte nichts machen können, selbst, wenn er gewollt hätte. Zudem hatte ich von allen Geschwistern, die ja inzwischen eigene Wohungen und Häuser und natürlich auch Kinder hatten, die Adressen. Was das für ihn bedeutet hätte, weiß nur jemand, der mich kennt...

Als meine Tochter 8 Jahre alt wurde, habe ich Z+++ dem Jugendamt als Vater bekannt gegeben. Weitere 3 Jahre später habe ich meinen neuen Partner geheiratet und meine Tochter bekam den gemeinsamen Familiennamen - Z+++ hat getobt, aber das war mir egal.
Guten morgen Windstoss,

sorry, einige Deiner Aussagen sind ja haarsträubend.! Du meinst, man stellt sich quer und damit hat es sich dann. Nur wegen Deinem starken Willen wurde gemacht was Du wolltest. Finde ich persönlich sehr überheblich und auch nicht realistisch.

Des weiteren: Du hast Deine eigene Tochter adoptiert.? So etwas habe ich noch niemals vorher gehört und ist für mich unglaublich. Ich denke, hier wird uns jemand kompetenteres aufklären können.
Schon mal davon gehört, dass der Vater die biologische Vaterschaft hätte einklagen können und er liess sich einfach so von Dir und dem Jugendamt abfertigen.?
Aber nach 8 Jahren hast Du ihn eintragen lassen...? Ganz ehrlich Windstoss, für mich hört sich das sehr komisch an. Da hat dann das Jugendamt parallel den Mindestunterhalt bezahlt und Du hast als Alleinerziehende gegolten mit allen "Vorteilen" was Dir zugestanden hat. Sehr schön, für wahre Alleinerziehende ist dieses Geld zum Leben sehr gering, wenn man natürlich einen Partner hat, der den "vollen" Unterhalt nicht offiziell bezahlt, kann man sich viel auf die Seite legen. Sollte meine Vermutung nicht stimmen, dann entschuldige ich mich im voraus.

Alles in allem: zuerst fand ich Deine Berichte gut, nun nach dem ganzen Geschreibe muss ich ehrlich auch sagen, sie hören sich sehr überheblich an. Das ist meine bescheidene Meinung.

Gruss,
Momo
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adli
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von adli » 05.01.2010, 06:53

standesbeamte kommen nicht ans wochenbett. und im wochenbett hat frau normalerweise auch noch andere sorgen.

Karin
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von Karin » 05.01.2010, 07:44

Danke Bigi, dem ist nichts mehr hinzuzusetzen. :D

@ adli, warum gleich so giftig. Auch zu mir kam der Standesbeamte ans Wochenbett.

1968 und 1972. Nun haben sich die Zeiten geändert, damals ist es auch bei mir so gewesen.

Muß man gleich alles in Frage stellen?

Schönen Tag wünscht Karin
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Elisa
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von Elisa » 05.01.2010, 07:56

Liebe Windstoss,

ich denke, Du willst den Usern und neuen Lesern klar machen, wo der Unterschied liegt zwischen einen 'ehrlichen' und einem
Beznesser.

Dass jemand, der im Tourimus arbeitet, inzwischen zu 99 % als jemand mit Beznesser-Job bezeichnet werden kann, ist auch klar.

Nur würde ich in einem dieser Länder Urlaub machen, was ich nicht vorhabe, dann könnte ich als Touristin, die der Sprache nicht mächtig ist, nicht mal bei allen unterscheiden, wer im Tourimus arbeitet. Meine persönliche Konsequenz daraus wäre, dass ich mich mit niemandem länger unterhalten würde.

Aber Windstoss, so offensichtlich ist ja nicht alles, und nicht jeder ist so konsequent. Schau, es fallen ja auch Ehepaare auf Betrug rein, obwohl da keine intime Beziehungen eine Rolle spiele.

Manche Frauen, die sich halt verliebt haben, suchen nach dem Urlaub Infos, davon ist einigen nach dem Lesen der Infos das Risiko zu große, aber andere 'wollen' daran glauben, dass ihrer anders ist, das hängt von dem einzelnen Charakter ab.

Hinzu kommt, wenn Beznesser merkt, dass da einiges zu holen ist, er sich sehr lang verstellt, also den 'Anständigen' spielt.

Aber ich denke für die Frauen, bei denen die Vernunft siegt, sind Deine Schilderungen hilfreich.

Die Schilderung Deiner eigenen Geschichte ist weniger hilfreich, da Dein Verhalten für mich außerhalb der Norm liegt, und auf der anderen Seite sie allen längergehenden Beziehungen dann wiederum gleicht, da er doch ganz enorm seine Familie unterstützt. Wäre er der einzige Ernährer Eurer Familie gewesen, hätte dieses Geld doch gefehlt, er immer religiöser wird etc.
Hier ist die Abgrenzung zwischen der Problematik einer solchen binationalen Beziehung und Bezness sehr schwimmend.

Und wäre die Situation der Frauen so selbstbestimmend etc., dann gäbe es diese Armut nicht.

Windstoss, ich denke, es gibt kaum Bezness, wo nicht die ganze Familie mitspielt, weil sie ja mitprofitiert. Bei uns sind Heiratsschwindler Einzeltäter, dort ist die ganze Sippe mit von der Partie. Sie denken handeln in diesen Familienstrukturen.
Das Individuum zählt in diesen Gesellschaften nicht, es existiert nicht mal in den Gedanken.

Und Bezness ist nicht die Folge von Armut, sondern die Folge von diesen Denkstrukturen. Bezness spielt sich auch nicht nur in Armen Familien ab.

Du hast zwar Recht, dass diese kleinen Gigolos keinen guten Ruf haben, aber Du vergisst, dass hinter diesen Gigolos wohl angesehene Personen stehen, die das Spiel organisieren und leiten, denn ohne das, wäre es schon mal gar nicht möglich, dass der ganze Tourismus so verseucht wäre.

Die Gesetze werden doch auch so hingebogen, dass Bezness im großen Umfang wie bei den Immobilien erst mal möglich ist.

Und dass das ganze Geschäft noch schmutziger ist als zu Deiner Zeit ist auch klar.

Aber dennoch halte ich Deine Schilderungen für hilfreich.

LG Elisa

adli
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von adli » 05.01.2010, 08:04

@ Karin: es sollte nicht giftig sein, sorry, und ich lasse mich auch gerne des besseren belehren, sofern die dinge früher anders waren.
evtl. konnte man früher auch sein eigenes kind adoptieren? ich weiss es nicht.....

ich glaube, wenn man anfängt, die arabische mentalität zu "studieren", man in einen sog geraten kann, der einen verändert. deshalb habe ich es aufgegeben, jede bemerkung meines mannes oder seiner familie verstehen zu wollen. manchmal geben sie bedeutend klingendes von sich und es stellt sich heraus, es war nur aus einer laune heraus. wir werden sie nie wirklich verstehen. warum auch? sie geben sich die mühe, uns zu verstehen ja auch nicht....

agnes
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von agnes » 05.01.2010, 09:03

Also ich finde den Beitrag von Windstoss auch sehr hilfreich.

Ein Grossteil der bezzie Beziehungen ist doch so ein krasser ‚Mismatch’.

Diese Paare, die man taeglich haendchenhaltend durch die Gegend laufen sieht und wo jeder WEISS um was es sich handelt, nur die betreffende Frau nicht.

Auch wenn jetzt einige sofort schreiben sie seien weder haesslich noch dick oder alt oder dumm gewesen.

Es geht um das ganz krasse offensichtliche Bezzness. Davor warnt sie und darueber klaert sie auf.

Die private Geschichte von Windstoss ist erstens lange her und steht doch gar nicht zur Debatte.
Es ist muessig ihr jeden Satz auseinanderzupfluecken und krampfhaft zu beweisen dass auch sie ein Opfer war – wozu?

- Uebrigens war auch bei mir die Standesbeamtin am Wochenbett –

Beim Bezness gehen so viele Sachen ineinander ueber – da ist es schwer klare Regeln aufzustellen.
Das Ergebnis von den Regeln ist naemlich immer fuer Frauen ein Beweis, dass es bei ihnen ja doch anders ist.

Er fragt nach einer Woche noch immer nicht nach Geld – oh, kein Bez.
Ich bin genauso alt wie er – oh, kein Bez.
Ich bin ganz huebsch und schlank – oh, kein Bez
Ich hab ihn gefragt, aber er will nicht nach Dt. – oh, kein Bez.

Fuer mich, und ich lebe seit 17 Jahren in arabischen Laendern, gibt es nur eine einzige Regel: Wir werden die Araber niemals verstehen, niemals.
Sie ticken total anders als wir. Sie denken anders, empfinden anders, leben anders.....endlos lange Liste.
Zu denken man verstuende ihre Welt halte ich fuer eine Illusion.
Nur wenn man das weiss, dann kann man verhindern ein Opfer zu werden.

Elisa
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von Elisa » 05.01.2010, 09:17

Hallo Agnes,

egal ob Bezness oder nicht, es ist eine völlig andere Mentalität und Kultur, die genauso wie unsere über Jahrtausende gewachsen ist und somit tief verankert ist. Das ist auch genetisch verankert, auch wenn das hier manche nicht hören wollen.

Man kann es nicht verstehen, und ich gehe noch weiter als Du, wenn jemand über lange Zeit versucht, das zu verstehen, wird er psychisch krank, da er sich selbst in Frage stellt, weil er sich ständig im Kreis dreht.

Und deshalb erscheinen uns viele, die konvertieren so irr. Das, was sie wollen, können sie nie erreichen, denn auch wir sind seit Jahrtausenden geprägt. Diese Prägung kann man nicht einfach abschütteln. Und wenn man es tut, wird man keine wirkliche Person mehr sein.
Sie verlieren ihre Identität und die neue können sie nicht gewinnen, übrig bleibt ein total verwirrtes Wesen ohne Basis.

LG Elisa

adli
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von adli » 05.01.2010, 09:32

Elisa hat geschrieben:Man kann es nicht verstehen, und ich gehe noch weiter als Du, wenn jemand über lange Zeit versucht, das zu verstehen, wird er psychisch krank, da er sich selbst in Frage stellt, weil er sich ständig im Kreis dreht.

Und deshalb erscheinen uns viele, die konvertieren so irr. Das, was sie wollen, können sie nie erreichen, denn auch wir sind seit Jahrtausenden geprägt. Diese Prägung kann man nicht einfach abschütteln. Und wenn man es tut, wird man keine wirkliche Person mehr sein.
Sie verlieren ihre Identität und die neue können sie nicht gewinnen, übrig bleibt ein total verwirrtes Wesen ohne Basis.

LG Elisa
das trifft es m.E. ziemlich genau. und man muss noch nicht einmal konvertieren, um wirr zu werden. wie viele frauen, die lange jahre mit einem araber oder türken verheiratet waren, wirken völlig "verloren", durcheinander, fremdgesteuert. irgendwann scheitert die ehe und die meisten, so jedenfalls mein subjektiver eindruck, fallen erstmal in ein noch schwärzeres loch, weil das kartenhaus plötzlich zusammenfällt und es ist nichts mehr da, was sie hält. windstoß ist da, vermutlich aufgrund ihres eigensinns, was ja in maßen nicht schlecht ist, wohl eine große ausnahme....

steckchen
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von steckchen » 05.01.2010, 10:57

Windstoss hat geschrieben:Ja, Z+++ war nach unserem ersten intimen Zusammensein erschüttert und hat gesagt: Jetzt kann ich Dich nicht mehr heiraten. Aber, wer, um Himmels Willen, wollte ihn denn heiraten?
Ja, Windstoß,

und das hat er dir selbstredend vorher verheimlicht. Wenn er wirklich damals schon ernste Absichten gehabt hätte, dann hätte er sich doch sicherlich zurückgehalten. So erschüttert kann er also nicht gewesen sein.
Windstoß hat geschrieben:Nach 7 Jahren haben wir uns für ein Kind entschieden ... Die Familie hat mich nicht geächtet wegen unseres Kindes und niemand aus der ganzen Familie hätte es je gewagt, mich anzumachen.
Das hat hier auch niemand behauptet, daß man Dich deswegen geächtet hätte.
Windstoss hat geschrieben:Außerdem war die Luft aus der Beziehung raus. Ich wollte ein Kind, aber ich wollte mich auch trennen. Ja, das ist die Wahrheit. Ich hatte einen guten Job, ich fuhr Mercedes, war 2 - 3 mal im Jahr in Urlaub. Warum also kein Kind? Das Leben kam mir leer vor und die innere Uhr tickte.

.... Wenn meine Tochter ein Sohn gewesen wäre, hätte es keinen großen Unterschied gegeben. Es ist zwar normal in der tunesischen Denke, dass die Kinder nach Möglichkeit im muslemischen Glauben aufwachsen, es muss aber nicht, wenn sich die andere Seite konsequent querstellt und man nicht zum Zuge kommt. Ich stellte mich komplett quer.....So habe ich zunächst einen Standesbeamten an mein Wochenbett gebeten, der den Namen meiner Tochter und meinen Familiennamen eingetragen hat. Vater unbekannt. Z+++ war vergeblich beim Jugendamt und hat sich als Vater unserer Tochter geoutet, er wurde erst freundlich, dann unsanft hinauskomplimentiert; mehrmals - man ist ja hartnäckig - und schlussendlich mit Hausverbot belegt. Ich habe den Leuten mitgeteilt, dass der Vater Ausländer sei und ich würde meine Tochter keinerlei Gefahr beispielweise wegen einer möglichen Entführung aussetzen und deshalb den Namen des Vaters nicht nennen. Wenn ich mich recht entsinne, habe ich sogar meine eigene Tochter adoptiert. Unterhalt für meine Tochter habe ich regelmässig von Z+++ bekommen - bis sie erwachsen war - und so gab es für das Amt keinen Grund, tätig zu werden.
Ich hätte das an Deiner Stelle genauso gemacht, wie ich hier auch schon früher an anderer Stelle geschrieben hätte. Du gibst auch eine schöne Anleitung, wie man sich in so einem Fall beim Jugendamt verhalten sollte. Ich nehme mal an, Du hast auf das Geld vom Jugendamt verzichtet, da du Unterhalt von Zxxx bekamst. Das ist doch dann ganz legal.
adli hat geschrieben:standesbeamte kommen nicht ans wochenbett. und im wochenbett hat frau normalerweise auch noch andere sorgen.
Hallo Adli,

das ist sicherlich von Krankenhaus zu Krankenhaus verschieden, was da angeboten wird. Und es kommt natürlich darauf an, wie die Geburt verlaufen ist und wie wohlauf Mutter und/oder Kind danach sind. In meinem Krankenhaus gab es einen Raum, wo eine Standesbeamte saß, die dann die Formalitäten vornahm und die Papiere ans zuständige Rathaus weiterleitete. Ich habe vier Tage nach der Entbindung meines Sohnes diese Möglichkeit auch gerne in Anspruch genommen, obgleich ich natürlich später doch zum Rathaus mußte, um die Papiere (Geburtsurkunde, Kopien davon für Kindergeld u.a.) dann abzuholen.

LG
Steckchen
Die Liebe vernachlässigt diejenigen am meisten, die ihrer am meisten bedürfen.
(Madame de Rosemonde im Film: Gefährliche Liebschaften (Regie: Stephen Frears) 1988

adli
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von adli » 05.01.2010, 11:03

@ steckchen: tja, man lernt nie aus. ich hätte nicht gedacht, dass behörden diesen service zur verfügung stellen. hier hat man eine frist von, ich glaube, 2 wochen nach der entbindung, um sein baby anzumelden. ich hätte nicht verallgemeinern dürfen und entschuldige mich nochmals.

steckchen
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von steckchen » 05.01.2010, 11:15

agnes hat geschrieben: Fuer mich, und ich lebe seit 17 Jahren in arabischen Laendern, gibt es nur eine einzige Regel: Wir werden die Araber niemals verstehen, niemals.
Sie ticken total anders als wir. Sie denken anders, empfinden anders, leben anders.....endlos lange Liste.
Zu denken man verstuende ihre Welt halte ich fuer eine Illusion.
Nur wenn man das weiss, dann kann man verhindern ein Opfer zu werden.
Hallo Agnes,

da stimme ich Dir in der Regel zu. Allerdings gibt es schon Sachen, die einem das Verständnis ungemein erleichtern, wenn man sie weiß:

1. Der Araber ist in der Regel Moslem, also etwas Besseres als die Ungläubigen. Ungläubige haben ihm zu nützen oder sie werden ignoriert, da sie schmutzig, unrein sind.
2. Der Koran und die Sunna (Empfehlungen, die der Prophet Mohammed aufgestellt hat) sind das Maß aller Dinge. Der normale Araber kann zwar auch nicht alles einhalten, aber er weiß darum und kennt die Regeln. Deshalb darf er sie auch hin und wieder brechen. Denn Mann ist ja schwach.
3. Die Ungläubigen sind Idioten, weil sie diese Regeln nicht kennen. All ihre Werke und guten Taten sind unnütz, eben weil sie Ungläubige sind (M. Maudoodi]
4. Die meisten Muslime glauben, daß Liebe wertlos und gefährlich ist, und eine vorübergehende Krankheit, die bekämpft werden muß, z.B. durch Ehe mit einer Frau, die man respektiert, aber nicht notwendigerweise lieben muß.
5. Die vorgebliche Liberalität von Männlein und Weiblein in der islamischen Welt wird entweder den Europäern nur vorgetäuscht, um diese ins Bett zu kriegen. Oder sie wird als läßliche Jugendsünde betrachtet und wird später milde lächelnd vor den Männern im Cafe breitgetreten und damit gepranzt und geprahlt. Frauen schweigen darüber lieber.
6. Im Herzen tragen alle Muslime das Bild des perfekten Muslims, also von Mohammed, oder auch von Fatima bei den Frauen, in sich und versuchen, dieses Bild zu erreichen. Auch wenn sie europäische Kleidung vielleicht chic finden, finden sie sie doch nuttig und empfinden es als eklig, wenn arabische Frauen so herumlaufen (vor allem am Golf). Europäerinnen haben natürlich obenerwähnte Narrenfreiheit. Die Muslime kennen nur dieses eine Vorbild, wenn du Muslime nach ihren Vorbildern fragst, nennen sie dir immer Mohammed, da seht ihr, wie ihr Denken gleichgeschaltet ist, und ihre Gefühle breitasphaltiert wurden. Selbst, wenn Frauen in europäischer Kleidung herumlaufen, fühlen sie sich trotzdem schuldig, weil sie kein Kopftuch tragen oder die Beine nicht genügend bedecken. Sie sehen sich als schwach und eitel. Aber früher oder später kommt das Kopftuch doch, was sie bereits im Herzen tragen.
7. Die Frau sitzt im Islam in einem dünnen Glashaus nahmens Familienehre. Jeder kann einen Stein hineinwerfen und damit ihre Ehre und ihren Ruf zerstören. Und den ihrer Familie. Deswegen muß eine Frau dort lügen und betrügen, um sich zu schützen, ansonsten kann ihr jedes Gespräch mit einem fremden Mann als Ehebruch oder versuchter Ehebruch ausgelegt werden. Der Mann hingegen ist frei in seinen Handlungen und muß sich nicht rechtfertigen.
8. Alles Arabische/Muslimische ist immer besser als alles andere und deshalb ist eine gleichberechtigte multikulturelle Beziehung mit einem Araber/Muslim unmöglich, weil ihn seine Familie als private Stasi immer unter Kontrolle hält. Es sei denn, du hast einen Mann erwischt, der als einziger Araber auf einer kleinen karibischen Insel lebt und keinerlei Kontakt mehr zu seiner Familie im Stammland hat. Dann hast du vielleicht eine Chance;)
adli hat geschrieben:ich glaube, wenn man anfängt, die arabische mentalität zu "studieren", man in einen sog geraten kann, der einen verändert.
Hallo Adli,

ja, das verändert einen. Man bekommt nämlich auch als Europäerin Angst, etwas moralisch falsches zu tun, anzuecken oder etwas komisches zu sagen, was eigentlich gar nicht unnormal oder komisch wäre. Man wird im Denken unfrei, weil man sich ständig selber Grenzen und Schranken auferlegen muß und das irgendwann auch tut. Das Glashaus wächst und wächst, aber wird nicht sicherer.
Elisa hat geschrieben:Man kann es nicht verstehen, und ich gehe noch weiter als Du, wenn jemand über lange Zeit versucht, das zu verstehen, wird er psychisch krank, da er sich selbst in Frage stellt, weil er sich ständig im Kreis dreht. Und deshalb erscheinen uns viele, die konvertieren so irr.
:) ich kenne hier in Berlin einen Perser, der hat in Berlin Psychologie studiert und ist dann irre geworden und mußte in die Nervenheilanstalt, weil er die Prinzipien des modernen europäischen Denkens mit dem Islam nicht mehr vereinbaren konnte. So kanns auch gehen.
Die Liebe vernachlässigt diejenigen am meisten, die ihrer am meisten bedürfen.
(Madame de Rosemonde im Film: Gefährliche Liebschaften (Regie: Stephen Frears) 1988

Windstoss

Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von Windstoss » 05.01.2010, 14:00

Guten Morgen

Ich habe keine Lust, mich für jeden zweiten Satz zu entschuldigen, nur weil er in den Ohren mancher Damen arrogant rüberkommt. Ich kann nur sagen bzw. berichten, was war und ich kann nur so berichten, wie ich bin. Manchmal kann als Arroganz ausgelegte Kraft sehr gut schützen.

An Steckchen:

Windstoss hat geschrieben:Ja, Z+++ war nach unserem ersten intimen Zusammensein erschüttert und hat gesagt: Jetzt kann ich Dich nicht mehr heiraten. Aber, wer, um Himmels Willen, wollte ihn denn heiraten?
Ja, Windstoß,

und das hat er dir selbstredend vorher verheimlicht. Wenn er wirklich damals schon ernste Absichten gehabt hätte, dann hätte er sich doch sicherlich zurückgehalten. So erschüttert kann er also nicht gewesen sein.


Bitte Steckchen, auch wenn es Dir jetzt auch als Arroganz rüberkommt:

Bevor wir das erstemal intim wurden, hat Z+++ SELBSTVERSTÄNDLICH davon erzählt, dass er nur eine Jungfrau heiraten würde. Ich wollte ihn aber nicht heiraten und er hat natürlich auch gebaggert. Ich hatte schon Erfahrungen und habe den Sex als solchen immer als wunderschön empfunden (ja, ich habe immer im sexuellen Bereich alles bekommen - ihr wisst - was ich meine ) und ich wollte nicht darauf verzichten. Es hat vier Monate gedauert und dann habe ich eine seiner Avancen angenommen. ER war noch Jungfrau und ich habe ihm gezeigt, wie schön die körperliche Liebe ist. Seine Erschütterung kam daher, dass er mich in seinen Augen "jetzt nicht mehr heiraten" könne....

adli hat geschrieben:standesbeamte kommen nicht ans wochenbett. und im wochenbett hat frau normalerweise auch noch andere sorgen.

.. und der Standesbeamt KAM ans Wöchnerinnenbett. Es war ein grosses Krankenhaus hier in B++++ und er ist in die Räume gekommen und hat die Wöchnerinnen besucht und diese Dienstleistung angeboten.

Vielleicht solltest du, Adli, bitte mal verstehen, dass jedes meiner Worte absolut der Wahrheit entspricht. Ich bin es nicht gewohnt, dass ich der Unwahrheit bezichtigt werde, das ist eines der Prinzipien in meinem Leben, dass ich mir den - scheinbar absoluten - Luxus der Wahrheit leiste, so weit es mir möglich ist (ja, ich weiss, im Alltagsleben lügt man täglich hunterte Male, sonst wäre ein Zusammenleben nicht möglich - aber das meine ich hier nicht) .. ich weiss ja, auch dass ich in manchen Augen nicht gut wegkomme - ich will auch nicht everybodies ashole sein - , weil ich eben so klar und geradeherausbin bzw. in Bezug auf meinen Expartner hellwach war und Dinge getan habe, die mich schützen sollten. Ich schreibe ja auch über Dinge, wo ich mich nicht gerade mit Ruhm bekleckert habe. Nur durch Stärke - gerade einem tunesischen Mann gegenüber - konnte ich bestehen und eben NICHT abdrehen.

Die absolute Reifung, Z+++ auch später auf gar keinen Fall heiraten zu wollen, hat sich im Laufe der Zeit immer stärker entwickelt. Zunächst wollte ich sowieso nicht heiraten - ich glaube, das geht jeder jungen Frau so. Heiraten ist nicht der Beginn einer Beziehung, sondern manchmal das Aneinandergekettet-sein zweier fremder Personen, die aus verschiedenen Gründen einander irgendwann nicht mehr entrinnen können. Die erste Liebe verbraucht sich innerhalb weniger Jahre und muss dann anderen Gefühlen Platz machen: z. B. dem Respekt - den ich mehr und mehr verlor. Im Laufe der Jahre, als er älter wurde, wurde Z+++ auch bockig. So wie mir seine Mentalität in vielen Bereichen immer fremder wurde, so hat er meine sicherlich auch nicht verstanden. Man muss nicht immer alles verstehen. Es ist halt, wie es ist - das erfahre ich z. B. in meiner esoterischen Arbeit immer mehr.


Den Ausrutscher, mich doch noch zu einer Heirat breitschlagen zu lassen zu wollen, ich war schwanger und hatte mich kurzzeitig beirren lassen, habe ich insoweit bereut, dass ich Alpträume bekam und mir die Absurdität dieser Handlung bewusst wurde. Ich habe die Hochzeit auf dem Standesamt hier in B++++ 2 Tage vor dem Termin annuliert. Es war einfach richtig so. Wenn ich seinen Wünschen nachgegeben hätte, wäre ich unglücklich geworden. Bin ich blöd? Wenn er mich schon nicht (vor sich und dem Leben, was mich hätte erwarten können) schützte, konnte ich es also nur selbst für mich tun. Und das habe ich. Zudem habe ich sehr genau kalkuliert, welchen Stand unser Kind haben würde, sowohl in einer ehelichen als auch in einer nichtehelichen Beziehung. Es nervte mich unsäglich, als er anfing, unser Kind solle später in eine Koranschule gehen und dem muslimischen Glauben angehören. Ja klar, freue ich mich drauf. Wir passten einfach nicht mehr zusammen und er wurde mir immer fremder. Ich hatte das Gefühl, irgendwelche Gene wachen plötzlich auf und beginnen zu keimen - er fing an zu beten und aß auch kein Schweinefleissch mehr, entwickelt sich in meinen Augen immer mehr zu einem Fremden. Der junge Partytyp machte eine Metamorphose durch, und ich wollte ihn so nicht haben. Wir haben tagelange Diskussionen gehabt. Die gingen dann so, dass er mir seinen neuen Standpunkt erklärte und ich ihm meinen, warum ich da nicht mitmachen würde. Manchmal sass er mir stundenlang gegenüber und hat sich meine Statements angehört. Irgendwann merkte ich, dass er mich zwar anschaute und an den passenden Stellen eine Bemerkung fallen liess, aber irgendwie muss er beim Ansehen geschlafen haben. Ich hätte auch mit einem Teller Couscous reden können. So habe ich nach der wer-weiss-wievielten Diskussion nichts mehr gesagt, sondern gehandelt.

Hallo Adli,

das ist sicherlich von Krankenhaus zu Krankenhaus verschieden, was da angeboten wird. Und es kommt natürlich darauf an, wie die Geburt verlaufen ist und wie wohlauf Mutter und/oder Kind danach sind. In meinem Krankenhaus gab es einen Raum, wo eine Standesbeamte saß, die dann die Formalitäten vornahm und die Papiere ans zuständige Rathaus weiterleitete. Ich habe vier Tage nach der Entbindung meines Sohnes diese Möglichkeit auch gerne in Anspruch genommen, obgleich ich natürlich später doch zum Rathaus mußte, um die Papiere (Geburtsurkunde, Kopien davon für Kindergeld u.a.) dann abzuholen.

LG
Steckchen


Genau so war das, nur hier kam der Beamte an mein Bett, weil ich krank war und nicht aufstehen konnte. Lungenentzündung und Rippenfellentzündung.


egal ob Bezness oder nicht, es ist eine völlig andere Mentalität und Kultur, die genauso wie unsere über Jahrtausende gewachsen ist und somit tief verankert ist. Das ist auch genetisch verankert, auch wenn das hier manche nicht hören wollen.

Genauso sehe ich das auch und ich hatte mich - nachdem sich mit zunehmendem Alter von Z+++ s Persönlichkeit veränderte, entschieden, dass ich das nicht mitmachen würde.

Viele Sitten und Gebräuche kamen mir merkwürdig vor, für eine Europäerin völlig unverständlich. Ich habe ehrlich gesagt mir dann auch nicht mehr die Mühe gemacht, es verstehen zu wollen, es war eben nicht mein Weg. Er konnte es nicht ändern - und ich auch nicht. Also kam die Entfremdung.

Sie verlieren ihre Identität und die neue können sie nicht gewinnen, übrig bleibt ein total verwirrtes Wesen ohne Basis.

Das ist leider die bittere Wahrheit. Mir wurde das damals absolut bewusst. Und ich habe mich gewehrt. Ich glaube, wir Frauen haben noch sowas wie ein Gehirn im Bauch. Wenn unser Wachverstand uns irreleitet, gibt es noch dieses Bauchgefühl - und darauf sollte man unbedingt hören.

Wir werden die Araber niemals verstehen, niemals.
Sie ticken total anders als wir. Sie denken anders, empfinden anders, leben anders.....endlos lange Liste.


Richtig. Und was ich für mich übernehmen kann, das tue ich gern, was ich für mich persönlich als Falsch erkenne, das lehne ich ab, mit allen Konsequenzen. (Blödes Beispiel: Thema meines Sohnes in der Schule: Beschneidung von Mädchen. Was für ein Frevel. Und die Frauen selbst tun es untereinander. Kann das irgend jemand gutheissen? Nein ? Selbstständlich nein. Und dennoch geschieht es den kleinen Mädchen in vielen Ländern täglich hundertfach - Das muss man auch nicht mehr verstehen wollen. Punkt).

evtl. konnte man früher auch sein eigenes kind adoptieren? ich weiss es nicht.....

Ich habe auch gesagt, "soweit ich mich erinnern kann". Auch mir scheint das aus heutiger Sicht absurd. Das eigene Kind adoptieren. Aber ich meine mich erinnern zu können, dass ich dazu ein Formular ausfüllen musste - 1978 - und das Jugendamt damit auch sämtlicher Formaliäten enthoben habe, die sonst automatisch angelaufen wären.

Nur würde ich in einem dieser Länder Urlaub machen, was ich nicht vorhabe, dann könnte ich als Touristin, die der Sprache nicht mächtig ist, nicht mal bei allen unterscheiden, wer im Tourimus arbeitet. Meine persönliche Konsequenz daraus wäre, dass ich mich mit niemandem länger unterhalten würde.


Ich kannte damals jedes arabische Wort, das gesprochen wurde, ich habe aber aus Protest mich immer geweigert, diese Sprache zu lernen. Heute sehe ich das als Fehler an, ich kenne jedes Wort und es ist mir auch vertraut, aber ich kenne nicht dessen Übersetzung. Wie blöd ist das denn? Ich wollte Z+++ gegenüber ein Zeichen setzen, dass ich nicht in Tunesien leben wollte.

Man kann mit einigem Training die Bezznesser von den "vernünftigen" unterscheiden. Sie gucken Dich anders an. Vielleicht kann ich das so erklären, dass Schwule auch für uns Frauen häufig erkennbar sind und Schwule und Lesben einander sowieso wahrnehmen. Ich würde eine lesbische Frau nicht erkennen, weil ich da keinen Blick für habe.

Ich würde mich mit jedem netten tunesischen Mann unterhalten. Es ist ja am Anfang ganz harmlos. Nur wenn der Blick sich verändert und er versucht, sich mit Dir zu verabreden, dann gehe lieber weiter. Das gehört sich nicht für einen "normalen" Tunesier. Er darf Dich auch nicht auf eine bestimmte Art anschauen.

Die Schilderung Deiner eigenen Geschichte ist weniger hilfreich, da Dein Verhalten für mich außerhalb der Norm liegt, und auf der anderen Seite sie allen längergehenden Beziehungen dann wiederum gleicht, da er doch ganz enorm seine Familie unterstützt. Wäre er der einzige Ernährer Eurer Familie gewesen, hätte dieses Geld doch gefehlt, er immer religiöser wird etc.


Das kann ich unterschreiben. Für mich kam aber die Idee, nicht berufstätig zu sein, überhaupt nicht in Frage. Ich wollte meine Freiheit und ich habe immer sehr gern gearbeitet, fand da auch eine hohe Anerkennung. Zu meiner Zeit gab es praktisch keine Arbeitslosigkeit, wie ich eingangs beschrieben habe. Wenn wir zusammengelebt hätten und ich hätte nicht gearbeitet, hätte ich wahrscheinlich recht kurzfristig die Beziehung beendet. Ich hätte mich nicht für Menschen einschränken wollen, die ich überhaupt nicht kenne. So spielte das keine Rolle.

Und wäre die Situation der Frauen so selbstbestimmend etc., dann gäbe es diese Armut nicht.

Das ist wohl wahr. Die Frauen meiner Familie "durften" arbeiten. Sie waren dem Himmel dankbar dafür und fanden es auch nicht prickelnd, dass Mann sie dennoch so einschränken konnte. Sie konnten es aber nicht ändern, das machte sie ja so traurig. Allerdings gab es kein Verständnis dafür, dass ich monierte, dass praktisch eine jüngere Schwester als "Magd" auserkoren war. Für sie war das Kennenlernen eines Mannes oder die Gründung einer Familie nicht vorgesehen. Sie vermochten nicht zu erkennen,was daran falsch sein sollte. Auch das Quälen der Hunde und Katzen auf den Straßen, die dort frei herumliefen durch die Kinder aus der Siedlung und meinen Protest dagegen konnten sie nicht verstehen. Es waren doch nur Tiere. Empathie oder Gefühle für die Mitgeschöpfe schienen ihnen völlig fremd. Sie schienen kein Gen dafür zu haben, wie es den anderen geht.

Du hast zwar Recht, dass diese kleinen Gigolos keinen guten Ruf haben, aber Du vergisst, dass hinter diesen Gigolos wohl angesehene Personen stehen, die das Spiel organisieren und leiten, denn ohne das, wäre es schon mal gar nicht möglich, dass der ganze Tourismus so verseucht wäre.


Das halte ich durchaus für möglich. Hier in B+++ gibt es auch kriminelle Strukturen, die von ganzen Clans geleitet werden. Die Polizei hält sich merkwürdigerweise sehr zurück und es scheint sich um sehr viele Menschen aus einer bestimmten Gruppe zu handeln, die hier als Asylbewerber hergekommen sind.

Solche Organisatoren in Tunesien könnte ich mir auch vorstellen - und ich könnte mir ebenso gut vorstellen, dass die normale Bevölkerung denen lieber aus dem Weg geht, um keinen Ärger zu bekommen. Ich denke, ein freundlicher Gruß wird entweder von Respekt oder von Angst diktiert. Gerade in Bezzness-Gebieten. Diese Personen werden nicht angesehen sein, ich denke, sie sind gefürchtet und mit denen legt man sich lieber nicht an. Wie heisst es doch so schön: Und willst du nicht mein Kumpel sein, dann schlag ich dir den Schädel ein....

Die Gesetze werden doch auch so hingebogen, dass Bezness im großen Umfang wie bei den Immobilien erst mal möglich ist.

Ich kriege einen Föhn, wenn ich höre, wie hier geraubt und betrogen wird. Zu "meiner Zeit" konnte man in Tunesien kein Eigentum erwerben, weil es eh´ alles dem (Ehe-) mann gehörte. Ich weiss nicht, ob sich inzwischen die Gesetze geändert haben. Es wäre logisch. Meine Familie hatte mich bei einem Gedankenspiel einmal darauf hingewiesen. Man konnte ja auch kein tunesisches Geld aus- oder einführen - oder nur in sehr engen Grenzen. Ich glaube auch durchaus, dass Anwälte und Notare für einen entsprechenden Obolus den kaufenden Frauen erzählen, was sie hören sollten. Da einen ehrlichen Menschen zu finden, ist sicherlich nicht einfach. Viele lassen sich schmieren, das wurde mir auch von meiner Familie gesagt.


Ich finde, jede Frau die vorhat eine Beziehung mit einem Tunesier ein zu gehen, sollte sich vorher die Schilderrungen von Windstoss durchlesen..dann kann sie im Vorfeld sicher vieles erkennen..

Danke danke danke. Genau das ist mein Ansinnen hier. Die Zeichen für Bezzness kommen, wenn es sich um Bezzness handeln sollte, eines nach dem Anderen. Man muss nur GLAUBEN was man sieht - und HANDELN!!!

Meine Handlungen nach der Geburt meiner Tochter:

sorry, einige Deiner Aussagen sind ja haarsträubend.! Du meinst, man stellt sich quer und damit hat es sich dann. Nur wegen Deinem starken Willen wurde gemacht was Du wolltest. Finde ich persönlich sehr überheblich und auch nicht realistisch.


Es ist genau so gelaufen, sonst würde ich das hier nicht behaupten.

Mich querzustellen, war eine lange - von mir sehr abgekürzte Beschreibung der Kette von Handlungen - ich brauchte sehr viel Kraft und Durchsetzungsvermögen. Und beides habe ich. Und wenn Du das überheblich findest, dann kann ich gut damit leben. Es ist, was es ist.


Schon mal davon gehört, dass der Vater die biologische Vaterschaft hätte einklagen können und er liess sich einfach so von Dir und dem Jugendamt abfertigen.?


In diesen Jahren war das noch nicht üblich und auch heutzutage ist dies verhinderbar, soweit ich weiss. Es war auch nicht einfach, aber ich will hier keine Riesenroman schreiben. Deswegen ja auch der Trick mit der Adoption und die Taufe. Ich wollte allen Eventualitäten vorbeugen.

Klingelt es eigentlich nicht bei Dir, dass man auch heutzutage versuchen kann, sein Kind nachhaltig zu schützen? Ein wenig Rücksichtslosigkeit und vielleicht auch Skrupellosigkeit gehören natürlich dazu, und für meine Tochter hatte ich selbstverständlich beides! Lese dir die Gesetze durch und finde die Lücken. Die eine oder andere Möglichkeit gibt es sicherlich auch noch heute.

Da hat dann das Jugendamt parallel den Mindestunterhalt bezahlt und Du hast als Alleinerziehende gegolten mit allen "Vorteilen" was Dir zugestanden hat. Sehr schön, für wahre Alleinerziehende ist dieses Geld zum Leben sehr gering, wenn man natürlich einen Partner hat, der den "vollen" Unterhalt nicht offiziell bezahlt, kann man sich viel auf die Seite legen. Sollte meine Vermutung nicht stimmen, dann entschuldige ich mich im voraus.


Ich wollte schon sagen: Bist du blöd? Liest Du meine Statements nicht richtig? Aber du hast dich ja im Voraus entschuldigt und ich nehme diese Entschuldigung an.

Durch die Adoption war das Jugendamt raus. Ich habe niemals auch nur einen einzigen Cent Unterhaltsvorschuß beantragt oder erhalten. Ich habe dem Jugendamt mitgeteilt, dass ich Unterhalt für meine Tochter in ausreichender Höhe erhalte und dass ich mich melden würde, sollte sich das ändern. Meine Tochter hat von ihrem Vater Unterhalt bekommen, bis sie erwachsen war. Auch dies unterscheidet die Bezznesser scheinbar von den "normalen" Tunesiern. Er liebt seine Tochter und kam den Unterhaltsverpflichtungen nach, wenn auch manchmal gesammelt oder mit Verzögerungen. Da war er aber krank geworden und konnte nicht mehr auf dem Bau arbeiten. Das Zahlen des Unterhalts fiel ihm schwer, da er dann Saisonarbeit machte und sein Einkommen unregelmässig wurde.. ..

Alles in allem: zuerst fand ich Deine Berichte gut, nun nach dem ganzen Geschreibe muss ich ehrlich auch sagen, sie hören sich sehr überheblich an. Das ist meine bescheidene Meinung.

Liebe Moma, ich berichte meine persönlichen Tatsachen. Nichts weiter. Und wenn sie überheblich klingen, dann ist das eben so, wie soll ich die stattgefundenen Tatsachen beschreiben, wenn nicht in den tatsächlichen Vorfällen? Ich hatte nie Zweifel und habe für mich folgerichtig gehandelt und entsprechend berichtet. Wenn es Dir nicht gefällt, ist das wirklich nicht mein Problem, als es passierte, habe ich nicht an Dich gedacht und was es bei dir auslösen würde. Tut mir fast ehrlich leid, aber ich hätte niemals meinen Willen durchsetzen können, wenn ich nicht so gewesen wäre, wie ich bin. Was glaubst du, wie ich beim Jugendamt kämpfen musste? Das ging nur so!

3. Es gab doch tatsächlich welche. die sich hier verliebten, aber die auf grund ihrer Erziehung halt machten, auf die grosse Liebe verzichteten und die vorgesetzte >Jungfrau aus TN warteten.


Ich kenne einige aus meiner Zeit - von den insgesamt 15 - da ist es so gelaufen. Nach dem Ende MEINER Beziehung zu Z++++ hat die Familie ihm eine Frau gesucht, weil er verloren ging. Er wäre sonst verwahrlost. Er kam auch Jahre nach unserer entgültigen Trennung nicht damit klar. Ich werde nie seinen Anruf aus Tunesien vergessen, als er mir sagte: "Butschi, ich muss dir was sagen. Ich habe leider gestern geheiratet."



Da gibt es sonst keine.Keiner dieser Männer (Lt. ihrer Aussage, denn solche Gespräche hatten wir schon alle)hätte es in Erwägung gezogen, einfach so,zu dieser zeit, unverheiratet, mit ner Frau zusammenzuwohnen,und nen Kind mit dieser zu zeugen



Er auch nicht, der Wunsch kam nach 7 Jahren. Ich habe ihn nicht heiraten wollen, da hat er Pech gehabt. Ich gabe zu, er hatte sehr schwer daran zu kauen.

Windstoss hat geschrieben:Fakt sei aber, dass die Männer die Kinder nicht unbedingt wirklich haben wollten, sondern nur die Frau beunruhigen wollten. Wenn Frau es also schaffte zu sagen: Nimm doch - dann würden überraschend viele Männer davon eben keinen Gebrauch machen....

Erzähl das mal den Frauen hier, denen die Kinder entführt worden sind. Es geht darum, die Kinder zu guten Muslimen zu machen, um die Familienehre hochzuhalten. Da hilft auch kein vordergründiges Überlassen der Kinder. Zumindest nicht, wenn die Frau eine ungläubige Ausländerin ist, denke ich.



Entschuldigung, hier ist wohl ein Missverständis entstanden. Ich spreche hier nicht von den ausländischen Frauen, die mit einem tunesischen Mann Kinder haben, sondern von den tunesischen Frauen, die sich von ihrem Mann trennen.

In dem von Dir beschriebenen Fall gebe ich dir vorbehaltlos recht, der Mann würde sicherlich Vieles versuchen, das Kind seiner Familie zuzuführen..



desto mehr Geschenke konnte er ja nach Hause schicken.

Konnte er nicht, er hat der Post - vor allem der tunesischen - nicht getraut. Er nahm die "Geschenke" in seinem Auto persönlich mit bei seinen Besuchen.

Du schreibst ja auch selber, daß die Tunesier immer muslimischer, sprich gläubiger, werden, je älter sie werden. Es ist ja auch komisch, daß er die ganze Zeit doch mit Dir ganz gerne in Deutschland gelebt hat und dann, ganz plötzlich, hat er wieder solche Sehnsucht nach der Heimat, daß er partout zurückwill, obgleich er weiß, daß du das nicht kannst/willst? Mir hat mal ein Palästinenser gesagt, als ich ihn danach fragte, wie man einen guten arabisch-muslimischen Mann bekommt, ohne sich selbst aufgeben zu müssen: "Du mußt dir dann einen nehmen, der nur für einige Zeit hier ist und dann nach ein paar Jahren wieder in die Heimat zurückgeht. Dann toleriert er deine Ansichten und dein Verhalten in dieser Zeit, weil er weiß, daß es nicht für immer ist." Das hat auch mit der Zerrissenheit zwischen den Kulturen zu tun. Diese Kaltblütigkeit in der Aussage hat mich erst einmal geschockt. Und in Deinem Fall denke ich, er hat sich bewußt eine Frau gesucht, die nicht nach Tunesien will, die sich nicht anpassen will, denn da hat er die Gewähr gehabt, später unbeschadet aus der Sache rauszukommen und dann seine Jungfrau zu heiraten. Auch wenn er Dich geliebt hat. Mit einer übereifrigen pxnisbekehrten deutschen Muslima, die an ihm wie eine Klette gehangen hätte, wäre das wohl viel schwieriger zu bewerkstelligen gewesen. Aber so wußte er doch genau, welche Knöpfchen er bei Dir zu drücken hatte, damit Du dich abwendest. Das machen doch auch hier viele Männer so, wenn sie sich trennen wollen und aus Feigheit der Frau den Schwarzen Peter der Trennung zuschieben wollen. Da werden auf einmal unüberwindliche Hindernisse aufgeschichtet, Behauptungen aufgestellt, sich systematisch geordnet zurückgezogen, wie hier einmal eine Userin treffend beschrieben hat, deren Ehe auch so "toll" funktionierte wie die Deinige. Und die Frau kann dann nicht mehr und beendet dann die Beziehung und er bleibt moralisch sauber.


So langsam werde ich ein ganz klein wenig sauer. Du hast meinen Bericht gelesen. Kannst du eigentlich auch kapieren, was ich gesagt habe? Ich rede hier von meiner Beziehung und von meinem Partner. Ich glaube, ich habe mich klar ausgedrückt - auch wenn Dein Statement grundsätzlich sicherlich auf viele der hier in Deutschland angekommenen jungen Männer zutraf. Einige Fälle im Bekanntenkreis habe ich erlebt, aber diese jungen Männer haben diese Tatsachen ihren Freundinnen auch vorher mitgeteilt. Einige der Mädels haben sich auch von ihren Freunden getrennt und in der Regel konnten die Jungs da gar nicht gut mit umgehen.

Heirat war nicht das Thema - die Bezznesser machen das zum Thema, deren Hintergrund wohlbekannt ist. Die "normalen" Jungs wollten nach einiger Zeit alle zurück nach Tunesien, das war den Frauen wohl bekannt. Und es ist ja heute wie damals so, dass man mehrere Frösche küsst, bevor man sich für einen entscheidet, oder?


Und glaub mir, die Mädchen waren vielleicht neidisch, aber sie würden doch nie mit dir tauschen wollen, weil sie dann nämlich kein Tunesier würde mehr heiraten wollen und das wissen sie. Ich kenne eine Frau, die ist auch...


Sie hätten durchaus mit mir tauschen mögen, die Traditionen ließen das aber nicht zu. Darüber wurde gesprochen. Sie fanden es auch "shit", dass die Männer die Erfahrungen machen konnten, die sie gern hätten. Das mit dem blutigen Jungfrauentuch war ebenfalls "shit" und das Gehabe der Männer gefiel ihnen ebenfalls nicht. Aber wie heisst es so schön: Es gibt ja nix anderes. Sie waren auch nicht so ganz besonders alle scharf darauf, ausgerechnet einen Tunesier zu heiraten, weil sie deren Habitus doch recht kritisch in Frage stellten. .. aber es gibt ja nix anderes. Im ganzen Land nur Tunesier. Komisch. Die Frauen konnten sich "in der Regel" die Männer nicht aussuchen - glaubst du, das fanden sie toll? Sie hätten auch gern einen Mann gehabt, den sie vorher ausprobiert hätten. Da könnte man sich wenigstens ein wenig sicherer sein. So mussten sie die Katze im Sack nehmen, der sich nachher als Bösling entpuppen konnte. Doof sind die Frauen nicht und sie haben viele Wünsche, die den unsrigen sehr ähnlich sind, sie können sie sich aber nicht erfüllen. Das mit der Pille war zwar eine Neuerung, aber auch hier musste der Mann zustimmen - mal abgesehen davon, dass mir hier durchaus Tricks verraten wurden, bei den hier mancher Frau die Schuhe wegflögen. Warum werden in Tunesien eigentlich so sehr wenig behinderte Kinder geboren? Trotz akzeptierter Ehen im Verwandtenkreis? Auch das ist tunesischer Alltag, den wir hier nicht verstehen können.

Anaba
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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von Anaba » 05.01.2010, 14:30

Man kann mit einigem Training die Bezznesser von den "vernünftigen" unterscheiden. Sie gucken Dich anders an.


Das ist doch mal was.
Nun müssen wir nur noch genauer wissen wie sie denn gucken, dann gibt es keine bösen Überraschungen mehr. :mrgreen:
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von Phoenix » 05.01.2010, 14:34

Liebe Windstoss

Mal vorab: Ich denke nicht, dass deine Beziehung bezness war. Und will Deine Beziehung auch nicht be- oder verurteilen.

Deine Tipps im letzten Postings finde ich hilfreich. Wären vielleicht noch so zu ergänzen:

Jede Familie steht geschlossen hinter Kranken und anderen Familienmitglieder in schwierigen Situationen. Wer Aussenstehende in die Verantwortung miteinbeziehen möchte, ist ein beznesser.

Was ich mit meinen postings meinte:
Ich finde, die Grenze zwischen "normalen" Tunesieren und "asozialen" Tunesiern ist eben nicht so klar..... Es ist nicht einfach so, dass Frau auf die "normalen" schauen könnte und damit durch deren Verhalten erkennt, wo und wann es sich um "asoziale" Tunesier handelt, die auch bezness betreiben. Die Grenze zwischen "normal" und "bezness/asozial" verläuft nicht nur mitten durch eine Familie/Sippe, sondern manchmal sogar mitten durch einen beznesser selbst. Da gibt es solche, die erst später mal auf die Idee kommen, die europäische Frau dazu zu degradieren, dass sie bloss dient und nützt - auch wenn anfangs mal Liebe im Vordergrund gestanden hat. Da gibt es solche, die ohne bezness-Gedanken nach Europa kommen und dann hier lernen (wo ihnen allseits oft vorgelebt ird, dass jeder alles braucht und nix dafür tut - nicht nur Tunesier)..... Du hast auch selbst geschrieben, dass die "normalen" Tunesier die beznessenden dann respektiert und geachtet haben, als diese eine Einheimische hergeholt haben...... also haben diese "normalen" sich letztlich von den "asozialen" nicht distanziert.

Das Problem sehe ich darin, dass eine gewisse Ueberheblichkeit (gegenüber den "asozialen" Tunesieren) ebenso wie eine allzuharte Linie in anderer Form dazu führen kann, dass Frauen, die gerne ein bisschen differenzierter an eine Sache herangehen möchten, sich nicht angesprochen fühlen, weil sie andere Werte und Vorstellungen haben und nicht dazu neigen und nicht dazu zu bewegen sind zu glauben, dass der beznesser UND seine ganze Sippe UND die angeheirateten Ehepartner der Geschwister SAMT deren Sippen allesamt "Asoziale" sind. Das wäre aber die logische Konsequenz Deiner klaren Unterscheidung in "normal" und "asozial" und dass die "normalen" NICHTS mit den "Asozialen" zu zun haben wollen.

Trotzdem finde ich Deine Tipps hilfreich, wobei es die Ratschläge und Tipps sind, die immer wieder im Forum gegeben werden und die in den Fragebögen resultieren.

Liebe Grüsse
Phoenix
Niemand kann euch etwas zeigen, was euch nicht schon nahezu klar geworden ist.
(Khalil Gibran)

Windstoss

Re: Stand der Bezznesser in Tunesien

Beitrag von Windstoss » 05.01.2010, 15:09

Liebe Blume

Wenn ich ein Kind adoptiere, dann ich weiß ich das genau. Und welchen Sinn sollte es für Dich machen, Dein eigenes Kind zu adoptieren?

Wenn man damals ein Kind nichtehelich geboren hatte, wurde automatisch das Jugendamt zu dessen Sprachrohr und hat die Interessen des Kindes vertreten. Mit der Adoption habe ich das Jugendamt davon freigehalten. So kam ich auch nicht in den Kampf mit einer möglichen Entführung, weil ich das Sorgerecht hatte und das Amt nicht die Interessen des Vaters vertrat. Er war einfach nicht der Vater und eine Verbringung nach Tunesien wäre einer Entführung gleichgekommen, die für ihn harte Konsequenzen nach sich gezogen hätte - außerdem hatte ich meine Tochter christlich taufen lassen (und das Formular bei mir) und er hätte sie nie auf seinen Pass eintragen lassen können.

Ich weiss nicht, ob es diesen - scheinbar gern verschwiegenen - Paragrafen neute noch gibt. Z+++ konnte nichts machen und man hat mich sehr wohlwollend unterstützt von Seiten das Amtes.

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