Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

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Bocanda
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Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Bocanda » 04.05.2012, 16:28

Ein so langer Brief
von Mariama Bâ

Wer in Dakar am Sonnabendabend eine Familie aufsucht, trifft meistens nur die Ehefrau mit ihren Kindern zu Hause an. Wenn der Ehemann, was ihm nach islamischen Recht zusteht, mehrere Ehefrauen hat (bis vier Frauen sind erlaubt)sind vielleicht alle vier Frauen beieinander, dazu ihre Kinder.

Wo sind die Ehemänner? Manch einem genügt es nicht, dass er legal mehrere Frauen haben darf, sondern er glaubt, berechtigt zu sein, ausserdem noch Freundinnen zu haben...

Nach dreißig scheinbar glücklichen Ehejahren wird eine Frau von ihrem Mann verlassen. Aber nicht wegen einer Geliebten: er heiratet ein zweites Mal; ein Schulmädchen, dass dieselben Rechte haben wird wie sie….

Mariam Bâ gelang es in einer Geschichte festzuhalten, was viele bewegt und ändern wollen
(Klappentext)

Jeder Frau, die sich mit einem schwarzafrikanischen Mann einlassen möchte, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.
Viele Männer streiten die Tatsache der Polygamie mit dem Hinweis ab, dass sich alles geändert hat und auch die Männer in der heutigen Zeit nur mit einer Frau zusammenleben möchten.
Falsch!!!! Jede Frau, die sich mit einem Schwarzafrikaner einlässt, sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass es immer eine andere Frau gibt.
Der Ehemann von Mariama hat 30 Jahre gewartet, die meisten Männer haben aber trotz allem Freundinnen nebenher laufen. Auch er schafft es nicht sich selbst zu versorgen, sondern kommt immer wieder auf Mariama zu, um Geld von ihr zu erbitten.

Liebe Grüße
Bocanda
Liebe Grüße
Bocanda



Der klügste Trick des Teufels ist, uns davon zu überzeugen, dass es ihn nicht gibt (Baudelaire)

hope
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von hope » 04.05.2012, 18:12

noor hat geschrieben:Liebe Bocanda,
danke schön, für den Tipp.
Auch dieses Buch sollte, ohne Wenn & Aber für jede betroffene Frau eine Pflichtlektüre sein.

Liebe Grüße
Noor
Da fällt mir doch gerade ein!
Auch... (Die Farbe meines Gesichts. Lebensreise einer kenianischen Frau) sollte zu Pflichtlektüre für betroffene Frauen sein.
Schwarzafrikanische Männer kaufen sich für 6 junge Afrikanische Mädchen.

LG hope

Anaba
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Anaba » 04.05.2012, 18:45

Danke für den Tipp.
Ich habe es mir bestellt. :wink:

Hier eine Rezension:

Ramatoulaye ist seit kurzem Witwe und schreibt Ihrer Freundin Aissatou tagebuch-artig, wie es ihr nun geht. Vor 5 Jahren wurde sie von ihrem Mann nicht etwa verlassen, sondern er hat sich unerwartet eine junge Studentin als Zweitfrau genommen. Nach 30 Jahren Ehe, 12 geborenen Kindern und ihrer immer wieder vollen Unterstützung seiner Karriere.

Mariama Bâ berichtet in Briefform über das auch heute noch immer wieder auftretende Schicksal afrikanischer Frauen in muslimisch geprägten Ländern: sie sind in der Regel die, die sich um Haushalt und Kinder kümmern, nicht wenige verdienen auch noch das Geld, um alle ernähren zu können. Und wenn die Männer keinen Bock mehr auf ihre nach vielen Kinder nicht mehr ganz so knackigen Frauen haben, dann nehmen sie sich halt eine Neue. Aber man merkt auch, dass die Frauen aufstehen, sich für Politik interessieren, lernen wollen und sich auch gegen ihre Männer durchsetzen.

Liebe Grüße
Anaba

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anaba@1001Geschichte.de

Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich offen im Gegensatz zu seiner Zeit
zu befinden und laut zu sagen: Nein
Kurt Tucholsky

brighterstar007

Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von brighterstar007 » 06.05.2012, 17:00

Ihr Lieben,

ich habe vor langer zeit der "Scharlachrote Gesang" von ihr gelesen. Es geht um eine bi-nationale Ehe, Betrug und
nimmt ein schlimmes Ende.

Meines Wissens hat sie im Zentrum Dakars gelbt, hatte sieben oder neun Kinder und war die erste Frau Westafrikas (oder
im moslemisch-geprägten Senegal), die einen Abschluss am Gymnasium machte.

Ihr solltet trotz allem Unterschiede zwischen afrikanischen Muslimen und Christen machen, obwohl mein Ex auch die Rolle des
überzeugten Christen gespielt hat und uns im Stich gelassen hat - nach langer Ehezeit.
Wahrscheinlich spielt der Glauben keine so große Rolle, wenn er auf die Probe gestellt wird, sondern eher wie die Herkunftsfamilie
vom Hoffnungsträger in Europa denkt und ob er Geld nach Hause schickt.

Liebe Grüße

Brighterstar

Bocanda
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Bocanda » 06.05.2012, 17:27

Liebe Brighterstar,

so grosse Unterschiede gibt es nicht....die Umgebung und die Freunde prägen.


Liebe Grüße
Bocanda
Liebe Grüße
Bocanda



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lalala
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von lalala » 07.05.2012, 09:24

auch die hautfarbe spielt keine rolle. weisse männer sind genauso untreu wie afrikanische, oder eben nicht.

Moppel
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Moppel » 07.05.2012, 11:06

lalala hat geschrieben:auch die hautfarbe spielt keine rolle. weisse männer sind genauso untreu wie afrikanische, oder eben nicht.
Bitte eines nie vergessen.
Zu einem untreuen Mann gehört IMMER eine Frau die das mitmacht.
Gruß
Moppel

Amely
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Amely » 07.05.2012, 11:16

Moppel hat geschrieben: Bitte eines nie vergessen.
Zu einem untreuen Mann gehört IMMER eine Frau die das mitmacht.
Gruß
Moppel
Moppel, was heisst hier Frau macht das mit ?
Viele wissen doch lange Zeit nichts von der Untreue ihres Mannes und fallen irgendwann aus allen Wolken - und umgekehrt.
Liebe Grüße Amely

Micky1244
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Micky1244 » 07.05.2012, 11:51

andererseits wissen viele Frauen, dass der Mann, mit dem sie gerade ins Bett gehen mit einer anderen Frau verheiratet ist, und es ist ihnen halt wurscht.
So verstehe ich René.
Liebe Grüße, Micky


"Lass uns angeln gehen", sagte der Haken zum Wurm.
Isaiah Berlin: Die Freiheit der Wölfe ist der Tod der Lämmer.

brighterstar007

Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von brighterstar007 » 07.05.2012, 12:29

Hallo Moppel,

hast du schon mal einen Mann (oder eine Frau), die untreu sein will, erlebt, die ehrlich von Anfang an sagen :
"Ich bin verheiratet oder habe einen festen Partner ? " Insbesondere bei den Herren ist das wohl eher SEHR
selten der Fall. Ich glaube auch, dass du es dir manchmal etwas einfach machst. Viele leugnen doch eher, was das
Zeug hält - so ist der/die Betrogene wohl eher lange ? in derSituation des Zweifelns, der Unsicherheit -
schließlich steht oft viel auf dem Spiel (insbesondere kids).

Liebe Grüße

Brighterstar

P.S. Wir kommen vom Thema ab.

hope
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von hope » 07.05.2012, 12:35

1. Die Einheimischen Frauen haben keine andere Wahl, Sie wissen das Ihr Mann fremd geht und müssen es akzeptieren!

2. Die meisten Europäischen Frauen wissen NICHT das Ihr Mann/Freund fremd geht, oder eine Einheimische Frau hat.

Wenn es anders wäre, bräuchten wir dieses Forum hier, ganz bestimmt NICHT!

LG hope
Zuletzt geändert von hope am 07.05.2012, 12:43, insgesamt 1-mal geändert.

Amely
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Amely » 07.05.2012, 12:42

Micky1244 hat geschrieben:andererseits wissen viele Frauen, dass der Mann, mit dem sie gerade ins Bett gehen mit einer anderen Frau verheiratet ist, und es ist ihnen halt wurscht.
So verstehe ich René.
liebe Micky, sicher gibt es das auch.
Aber Moppel schreibt ....Frau weiss IMMER.... und das bestreite ich entschieden.
Liebe Grüße Amely

melle
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von melle » 07.05.2012, 17:50

Das Buch werde ich auch lesen.

Ich bin auch der Meinung, dass die meisten Frauen nicht wissen mit wem, wie lange und wie oft sie betrogen wurden.

Es gibt doch einige Exemplare, die dies lange verheimlichen können.

melle

Bocanda
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Bocanda » 07.05.2012, 18:04

Ich habe auch noch nie von einem Mann gehört, der bei der Eheschliessung gleich gesagt hat : "ach übrigens, ich werde Dich besch.... so oft es geht".
Bitte eines nie vergessen.
Zu einem untreuen Mann gehört IMMER eine Frau die das mitmacht.
Meine Güte, manche leben ja völlig an der Realität vorbei.

@Melle, richtig, die Frauen in Afrika haben keine andere Wahl. Viele haben Angst die Kinder zu verlieren oder ihre Existenz. "Aushalten" ist eines der Prinzipien für das Überleben dort. Wieviele Afrikanische Frauen sitzen in den Häusern der Schwiegermütter fest, während die Männer in Europa leben.
Micky1244 hat geschrieben:andererseits wissen viele Frauen, dass der Mann, mit dem sie gerade ins Bett gehen mit einer anderen Frau verheiratet ist, und es ist ihnen halt wurscht.
So verstehe ich René.
Liebe Micky, das ist bestimmt richtig.....aber in erster Linie wissen doch die Ehemänner, dass sie verheiratet sind. Egal ob weiß oder schwarz.

Liebe Grüße
Bocanda
Liebe Grüße
Bocanda



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Moppel
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Moppel » 07.05.2012, 23:22

Amely hat geschrieben:
Moppel hat geschrieben: Bitte eines nie vergessen.
Zu einem untreuen Mann gehört IMMER eine Frau die das mitmacht.
Gruß
Moppel
Moppel, was heisst hier Frau macht das mit ?
Viele wissen doch lange Zeit nichts von der Untreue ihres Mannes und fallen irgendwann aus allen Wolken - und umgekehrt.
Meine Nase.
Wenn er oder sie fremdgeht, dann brauch er oder sie IMMER den entsprechenden Gegenpart sonst funktioniert das Ganze nicht.
Die Gründe für das fremdgehen sind derartig vielfältig wie das Lichtspektrum der Sonne, also quasi unendlich.
Mir geht gewaltig auf den Zünder das fast immer nur Männern unterstellt wird sie würden diesem Nervenkitzel frönen. Dem ist nicht so.
Es gibt mehr wie eine Geschichte, auch hier in diesem Forum, wo Frau so gut wie gar nichts dabei fand ihren mitgereisten Mann/Partner mit Habibi zu betrügen, meist mit der saudämlichen Bemerkung garniert "Es ist irgendwie die Luft raus." und dafür dann auch noch jede Menge Verständnis einkassiert.
Es geht mir um die Wahrnehmung
Mann <--- mieser Kerl
Frau <--irgendwie total verzweifelt
Mir saß schon mehr wie eine Frau gegenüber wo herauskam das sie eigentlich nicht Solo ist und ich kenne auch mehr wie einen Mann der dieses dann nutzt. Die Frau dann behalten? No Way.
Es ist Mann in dem Fall dann egal, denn er weiß das sie auch ihn für das nächste Abenteuer austauschen würde.
Gruß
Moppel

Amely
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Amely » 08.05.2012, 07:49

Moppel hat geschrieben:
Amely hat geschrieben:
Moppel hat geschrieben: Bitte eines nie vergessen.
Zu einem untreuen Mann gehört IMMER eine Frau die das mitmacht.
Gruß
Moppel
Wenn er oder sie fremdgeht, dann brauch er oder sie IMMER den entsprechenden Gegenpart sonst funktioniert das Ganze nicht.
Das klingt aber nun völlig anders als deine erste Behauptung.
Wenn gemeint ist, die Frau mit der Mann fremd geht, macht das mit, dann kann ich dir zustimmen.
Liebe Grüße Amely

Anaba
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Anaba » 08.05.2012, 19:33

Moppel hat geschrieben:
Es gibt mehr wie eine Geschichte, auch hier in diesem Forum, wo Frau so gut wie gar nichts dabei fand ihren mitgereisten Mann/Partner mit Habibi zu betrügen, meist mit der saudämlichen Bemerkung garniert "Es ist irgendwie die Luft raus." und dafür dann auch noch jede Menge Verständnis einkassiert.
Hallo Moppel,

das ist nicht wahr.
im Gegenteil, es wird nicht mit Kritik gespart wird, wenn verheiratete Frauen hier über Affairen im Urlaub berichten.
Mich würde der Beitrag interessieren, in dem die fremdgehene Frau"jede Menge Verständnis kassiert" hat.
Liebe Grüße
Anaba

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Kurt Tucholsky

Nilopa
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Nilopa » 08.05.2012, 20:02

Es gibt auch Geschichten, wo Frau/Mann regelrecht darauf hofft, er/sie sollte endlich fremdgehen, um ihn/sie loszuwerden. :roll: :(

Es gibt eben (leider) nix, das es nicht gibt. :wink:
8) LG Nilopa
»Your rights matter because you never know when you're going to need them.« – Edward Snowden-

Annita
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Re: Ein so langer Brief -Tatsachenroman-

Beitrag von Annita » 30.04.2020, 14:19

Hallo,


Obwohl der Thread schon Jahre alt ist, ändert das nichts an der Schönheit und Aktualität des Romanes. Der Inhalt ist ja oben schon beschrieben. Daher schreibe ich ein Zitat, dass am Ende des Romanes steht, heraus. Die Protagonistin schreibt am Ende ihres Briefes an ihre Freundin:

'ich sage dir schon jetzt, ich verzichte nicht darauf, mein Leben neu zu gestalten. Trotz aller Enttäuschungen und Demütigungen erfüllt mich Hoffnung. Es ist schmutziger und übelriechender Humus, aus dem die grüne Pflanze spriesst, und ich fühle neue Knospen in mir keimen. '

Liebe Grüße

Annita
Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln, erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste. (Konfuzius)

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