Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Lilly89
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Lilly89 » 23.09.2020, 21:30

Toastie hat geschrieben:
23.09.2020, 20:19
Ihr kennt euch tatsächlich 7 Jahre durchgängig? Oder habt ihr euch ab und zu um Urlaub gesehen? Du warst ja bis vor kurzem noch mit dem Vater deines Sohnes zusammen?
Ja wir sind seit 7 Jahren durchgängig befreundet.
Auch mit seinem Bruder bin ich befreundet, ich habe sie damals zusammen kennengelernt. Aber bei weitem ist nicht so eine feste und tiefe Freundschaft draus geworden wie sie zu meinem Mann entstand.

Ja, war ich.

Lilly89
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Lilly89 » 23.09.2020, 21:39

Sanna hat geschrieben:
23.09.2020, 21:07
Denkst du Lilly die stellen sich hier vielleicht auch quer weil sie den Verdacht einer Scheinehe hegen? Ich hatte mal gehört das die nämlich sehr hellhörig werden wenn ein Visum fast abgelaufen war und dann schnell in Dänemark geheiratet wird.
Ich denke nicht das sie es aus Schikane oder zweifeln tun, wir leben einfach sehr ländlich und da haben sie in der ABH nicht ganz so viele Fälle so das sie jeden einzelnen lieber genau betrachten.

Es ist auch um ganz genau zu sein keine Nachbeurkundung der Ehe notwendig, die Ehe wäre anerkannt ABER dann würden sie eine Prüfung der Ehe machen die die selben Papiere erfordert wie die Nachbeurkundung. Also haben wir uns mit der ABH geeinigt das wir es dann direkt auch nachbeurkunden lassen wenn wir so oder so den selben Aufwand haben.
Diese Prüfung machen sie bei ALLEN binationalen Ehen das weiß ich aus meinem Freundeskreis ziemlich genau.

gadi
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von gadi » 23.09.2020, 21:46

Sanna hat geschrieben:
23.09.2020, 20:44
Gadi meintest du eben die Geschichte ist nicht echt oder wie?!
Ja bzw. ich hoffe sogar, sie ist nicht echt.
Sanna hat geschrieben:
23.09.2020, 20:44
Zu den "Liebesbeweisen" möchte ich nochmal erwähnen, dass dies nicht unbedingt ein positives Zeichen sein muss.
Mein Ex feierte auch mit Weihnachten, aus Versehen mal Schweinefleisch (alles easy und kein Problem)...kurz nach Einbürgerung und Trennung (noch in gemeinsamer Wohnung) fing er einen Streit an, weil ich angeblich absichtlich Speckwürfel in seiner Pfanne gebraten hätte aus Rache 😅🤣...
😂😂😂...ich brech ab.
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Sanna
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Sanna » 23.09.2020, 22:00

gadi hat geschrieben:
23.09.2020, 21:46

😂😂😂...ich brech ab.
😅

Lilly was genau beinhaltet denn diese Prüfung? Kann mich nicht erinnern das bei mir das gemacht wurde.

Ich hab mir da eher immer so Szenen aus Filmen vorgestellt, wo die Behörde plötzlich klingelt und prüft ob Klamotten vom Ehemann im Schrank hängen/oder umgekehrt. Ich hatte da so Panik das ich aufkeinenfall erstmal nur mich beim anderen Wohnsitz anmelden wollte.
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Lilly89
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Lilly89 » 23.09.2020, 22:12

Sanna hat geschrieben:
23.09.2020, 22:00

Lilly was genau beinhaltet denn diese Prüfung? Kann mich nicht erinnern das bei mir das gemacht wurde.
Wie gesagt, die selben Papiere wie bei der Nachbeurkundung.
Also geburtsurkunde,
Zivilregister Auszug,
Scheidungsurteil
Registrierung der Scheidung im Heimatland bzw Nachweis darüber.
Ich glaub das wars, hab den Zettel gerade nicht zur Hand.
Alles natürlich legalisiert und übersetzt.

Nee ich glaub wie im Film machen sie es nicht wirklich, wobei ich von stichprobenartigen besuchen auch schon gehört hab.

Ponyhof
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Ponyhof » 25.09.2020, 20:34

Du bist mit seinem Bruder befreundet, aber er hat keine Familie ausser seiner Schwester, welche zu viert heiratet.

:mrgreen:

Tschuldigung.
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Sanna » 25.09.2020, 21:21

😅
War mir garnicht aufgefallen...
Also stimmt die Geschichte nicht?! Aber warum sollte man sich so eine detaillierte Geschichte ausdenken und gleich 2 Threads eröffnen 🤨
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Ponyhof
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Ponyhof » 25.09.2020, 22:37

...ich sage nicht, dass die Geschichte nicht stimmt.

Vielleicht stimmt sie. Vielleicht ist es auch die Nadel im
Heuhaufen.

Aber ich halte Bezness für sehr wahrscheinlich. Denn bei vielen Beznessgeschichten tauchen Leute auf und tauchen Leute ab, und es gibt Widersprüche, die das Opfer selber gar nicht merkt.

Ich finde Einiges unlogisch. Warum sollte seine Schwester ohne ihre(n) Bru(e)der heiraten? Wenn sie eine erfolgreiche Geschäftsfrau ist, kann sie sich doch eine Feier leisten? Oder ihre Brüder? Auch wenn man nicht „traditionell heiratet“, „weil man total modern ist“.

Das wäre schon hierzulande eigenartig, so ganz ohne Familie, aber gut, hierzulande gibt es das schon öfters mal. Aber dort...???? Westlich hin oder her.... Und den einen Bruder einladen und den anderen nicht, und die Frau des Bruders nicht, aber eine „Freundin des Ehemanns“ (die Nachtigall trappst nicht, die trampelt schon!) darf kommen..?

Das wäre auch hierzulande eine eigenartige Kombination. Und zumindest hierzulande -und dort noch viel mehr!!!!- wäre mir persönlich aus dieser Konstellation sehr deutlich, wie sich „meine bessere Hälfte“ und ihre wie auch immer heiratende Sippschaft zu mir positioniert.

Mir fallen auch noch andere Kleinigkeiten auf, aber wie auch immer- irgendwas an dieser Geschichte stimmt nicht. Ob das eine Show aus Langeweile ist oder geschicktes Infosammeln mit einer geschönten Geschichte, oder ob -wie so oft!!!- es einfach Bezness mit den üblichen Widersprüchen ist- keine Ahnung.

Ich glaube erstmal an Letzteres.
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Sanna » 25.09.2020, 22:48

Lilly liest du noch mit?
Bezness kam mir leider ja auch schnell in den Sinn...
Nur warum sollte man als Betroffene von einem Bruder erzählen, wenn es nur eine Schwester gibt? Ich bin verwirrt 😆 und mir war das tatsächlich auch beim Lesen garnicht aufgefallen.

Naja...mal gucken was noch so kommt...
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Anaba » 25.09.2020, 23:13

Ponyhof hat geschrieben:
25.09.2020, 20:34
Du bist mit seinem Bruder befreundet, aber er hat keine Familie ausser seiner Schwester, welche zu viert heiratet.

:mrgreen:

Tschuldigung.
So passen wir auf. Keiner hat es bemerkt. :shock:
Liebe Grüße
Anaba

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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von gadi » 26.09.2020, 08:56

Ponyhof hat geschrieben:
25.09.2020, 22:37
Mir fallen auch noch andere Kleinigkeiten auf, aber wie auch immer- irgendwas an dieser Geschichte stimmt nicht. Ob das eine Show aus Langeweile ist oder geschicktes Infosammeln mit einer geschönten Geschichte, oder ob -wie so oft!!!- es einfach Bezness mit den üblichen Widersprüchen ist- keine Ahnung.
So ist es, vielleicht auch eine Kombination aus all dem. Auf jeden Fall ist deutlich zu erkennen, wie hier mitgeteilt werden soll "Hey Forum voller Vorurteile, seht her, es ist in Wirklichkeit gaaanz anders als das was ihr immer schreibt. Für viele Ägypter ist Religion und dortige Kultur/die Erwartungen der Familie/Nachbarn/Gesellschaft zweitrangig, viele sind "modern und westlich" eingestellt. Alle Menschen sind gleich, es kommt immer auf die Erziehung an. Frau älter als der Ehemann, Scheidung, Ehemann schmeisst den Haushalt, Frau legt keinen Wert auf Morgengabe usw. ist alles relativ normal dort".

Ein schöner Traum, ja. Ist aber leider nicht so, ist eben nur ein Traum. Und alle, die das Land wirklich kennen, wissen das auch.
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Karlotta
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Karlotta » 26.09.2020, 08:58

Sanna hat geschrieben:
25.09.2020, 22:48
Lilly liest du noch mit?
Bezness kam mir leider ja auch schnell in den Sinn...
Nur warum sollte man als Betroffene von einem Bruder erzählen, wenn es nur eine Schwester gibt? Ich bin verwirrt 😆 und mir war das tatsächlich auch beim Lesen garnicht aufgefallen.

Naja...mal gucken was noch so kommt...
Jetzt ist Lilly sicher sehr verwirrt, Bruder, Schwester oder evtl ägyptische Ehefrau nehmen an der Hochzeit teil :lol:
Vielleicht schwant ihr so langsam, welchen "Goldschatz " sie an Land gezogen hat.
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Ponyhof » 26.09.2020, 10:41

Ich hab mir mal die Mühe gemacht, Deine Angaben, Lilly, zu sortieren.

Ich glaube irgendwie nicht, dass die Geschichte so stimmt bzw. dass dein Mann Dir immer die Wahrheit erzählt hat.

Ihr habt Euch 2013 im Urlaub kennengelernt (war er Angestellter oder Tourist?). Mit ihm hast Du seinen Bruder kennengelernt, der ein Macho ist (also, sein Bruder wurde kulturkonform zum Macho erzogen, er nicht?). Seine Schwester ist eine Businessfrau, in welchem Business?
Seine Eltern starben an Krebs (wirklich, oder erzählt er das nur, weil es so wunderbar zu Deiner eigenen Erkrankung passt?).

Und ganz ehrlich- Ein „perfekt europäisch sozialisierter Mann“ mit einem „Macho-Bruder“ und einer „Businessfrau-Schwester“, ohne weitere Familie und mit zwei krebstoten Eltern in Ägypten, das klingt für mich wie der alte Witz „Was sind ein Schwuler, ein Rollstuhlfahrer und eine geschiedene Ossifrau?- Unsere Bundesregierung.“

Und dann lernt der noch zuuuuufällig lauter deutsche Frauen kennen, von denen er die eine heiratet, aber mit der anderen weiter Kontakt hält und „tiefsinnige Gespräche führt“.

2015 hat er eine Deutsche in Kairo geheiratet. Wie hat er die kennengelernt, wie wurde die Beziehung geführt bis zur Hochzeit? Was hast Du in dieser Zeit für eine Rolle gespielt? Er war clever, dich warmzuhalten. Wie schnell hat er denn die Andere geheiratet, wenn er 2013 noch unbeweibt im Urlaub war/im Tourismus gearbeitet hat?

2015/16 Während er mit dieser Frau verheiratet war, war er beim Militär und hat seinen Urlaub dann seiner Frau gewidmet. Gibt es überhaupt Urlaub beim Militär (ich weiss es wirklich nicht!)??? Ihr hattet in dieser Zeit sporadisch Kontakt, a la „Wie gehts?“. Wie war das mit den „tiefsinnigen Gesprächen und dem steten tiefen Kontakt seit 7 Jahren“...?

2017 kam er nach Deutschland. Warum hat er nicht versucht, eher nach D zu kommen, und dem Militär zu entgehen...?

2018 begann schon das Trennungsjahr.

2019 erfolgte die Scheidung.

2020 habt ihr geheiratet, damit er hierbleiben kann und du „keine Beziehung auf Distanz führen“ musst. Wie lief das denn ab? In einem Jahr (oder weniger!) habt ihr nach 7 Jahren platonischen Tiefgesprächen plötzlich eure tiefe Liebe entdeckt, und eure Hochzeit geplant und durchgezogen?


Lilly, ich gehe noch davon aus, dass Du die Wahrheit sagst- die Wahrheit, so wie er sie Dir präsentiert.

Die Geschichte lässt sich nämlich auch wunderbar als Beznessgeschichte lesen: Er fuhr von Anfang an mehrgleisig, und die Andere war mit dem Heiraten schneller. Er fuhr auch weiterhin mehrgleisig: Dich hat er immer warmgehalten, und diese „ich bin nicht erreichbar weil ich bin beim Militär“- Geschichte kennen wir in diversen Varianten hier im Forum. Diese Story mit der einsamen Hochzeit seiner Schwester- Quark. Familie besteht dort nicht nur aus „Mutter, Vater, Kind“. So, und nun hat seine Frau ihn rausgeschmissen, schwubbs heiratet er Dich, damit er hierbleiben kann. Du warst ja Plan B. Tiefsinnige Gespräche führt man normalerweise mit seinem Ehepartner, und nicht mit der „Konkurrenz“ ausserhalb der Ehe (wie würdest Du dich als Ehefrau fühlen???)—— es sei denn, man bezweckt etwas damit oder ist Philosophieprofessor im wissenschaftlichen Austausch :mrgreen: :mrgreen:



Wie auch immer: Lilly, das ist ein Forum gegen Bezness und bei solchen ungewöhnlichen -als Beznessgeschichten nicht ungewöhnlichen- Geschichten gegen hier alle Warnlampen an.

Noch einmal: Das ist ein Beznessforum, kein Forum „Wie legalisiere ich meine (Bezness???)-Ehe“.


Sollte Dein Gatte tatsächlich die Nadel im Heuhaufen sein, so hoffe ich, dass ihr alles gut durchsteht und wünsche Dir viel Glück!
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Thelmalouis » 26.09.2020, 10:49

Ponyhof, das ist eine super Zusammenfassung.
Danke, für deine Mühe.

P.S.
das klingt für mich wie der alte Witz „Was sind ein Schwuler, ein Rollstuhlfahrer und eine geschiedene Ossifrau?- Unsere Bundesregierung
Super! :lol:
Gruß Thelmalouis

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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Nilka » 26.09.2020, 10:54

Dito!
Vielen Dank für deine Mühe, diesen Fall zu analysieren !
LG ♥ Nilka
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von gadi » 26.09.2020, 12:18

Auch ich sage danke für deine Mühe, Ponyhof. Ich füge mal noch ein paar Kleinigkeiten hinzu, in dem blau eingefärbten Text geht es um den deutschen Ex-Mann, den dominikanischen Mann und das Kind mit dem dominikanischen Mann.
Ponyhof hat geschrieben:
26.09.2020, 10:41
Ich hab mir mal die Mühe gemacht, Deine Angaben, Lilly, zu sortieren.

Ich glaube irgendwie nicht, dass die Geschichte so stimmt bzw. dass dein Mann Dir immer die Wahrheit erzählt hat.

Ihr habt Euch 2013 im Urlaub kennengelernt (war er Angestellter oder Tourist?). Mit ihm hast Du seinen Bruder kennengelernt, der ein Macho ist (also, sein Bruder wurde kulturkonform zum Macho erzogen, er nicht?). Seine Schwester ist eine Businessfrau, in welchem Business?
Seine Eltern starben an Krebs (wirklich, oder erzählt er das nur, weil es so wunderbar zu Deiner eigenen Erkrankung passt?).

Und ganz ehrlich- Ein „perfekt europäisch sozialisierter Mann“ mit einem „Macho-Bruder“ und einer „Businessfrau-Schwester“, ohne weitere Familie und mit zwei krebstoten Eltern in Ägypten, das klingt für mich wie der alte Witz „Was sind ein Schwuler, ein Rollstuhlfahrer und eine geschiedene Ossifrau?- Unsere Bundesregierung.“

Und dann lernt der noch zuuuuufällig lauter deutsche Frauen kennen, von denen er die eine heiratet, aber mit der anderen weiter Kontakt hält und „tiefsinnige Gespräche führt“.

2015 hat er eine Deutsche in Kairo geheiratet. Wie hat er die kennengelernt, wie wurde die Beziehung geführt bis zur Hochzeit? Was hast Du in dieser Zeit für eine Rolle gespielt? Er war clever, dich warmzuhalten. Wie schnell hat er denn die Andere geheiratet, wenn er 2013 noch unbeweibt im Urlaub war/im Tourismus gearbeitet hat?
2015 verbrachte ich einen wundervollen Urlaub mit meinem damals noch Ehemann in der Dominikanischen Republik.
Ich beschloss für diesen Mann meinen Mann zu verlassen

2015/16 Während er mit dieser Frau verheiratet war, war er beim Militär und hat seinen Urlaub dann seiner Frau gewidmet. Gibt es überhaupt Urlaub beim Militär (ich weiss es wirklich nicht!)??? Ihr hattet in dieser Zeit sporadisch Kontakt, a la „Wie gehts?“. Wie war das mit den „tiefsinnigen Gesprächen und dem steten tiefen Kontakt seit 7 Jahren“...?

2017 kam er nach Deutschland. Warum hat er nicht versucht, eher nach D zu kommen, und dem Militär zu entgehen...?
So ging es immer weiter bis ich am Abreisetag 2017 erfuhr das ich schwanger war. Danach war meine einzige Priorität SEINE Papiere zu regeln um das er zu mir nach Deutschland konnte
2018 begann schon das Trennungsjahr.

2019 erfolgte die Scheidung.

2020 habt ihr geheiratet, damit er hierbleiben kann und du „keine Beziehung auf Distanz führen“ musst. Wie lief das denn ab? In einem Jahr (oder weniger!) habt ihr nach 7 Jahren platonischen Tiefgesprächen plötzlich eure tiefe Liebe entdeckt, und eure Hochzeit geplant und durchgezogen?
Mittlerweile ist unser Verhältnis freundschaftlich, dem kleinen wegen, er zahlt das an Unterhalt was er kann und er holt ihn einmal die Woche zu sich.

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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Eclipse » 26.09.2020, 13:29

Zwischen all dem musste Lilly den Kampf gegen eine heimtückische Krankheit führen.

Ich kann mir gut vorstellen, liebe Lilly, dass eine tiefe emotionale Bindung in Dir zu dem Mann entstanden ist, der Dir in der extrem schweren Zeit beigestanden hat. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass man gegenüber so jemandem keine Zweifel zulässt.

Ich wünsche Dir sehr, dass Dein Zustand stabil bleibt. Vor allem aber wünsche ich Dir, dass sich all diejenigen hier (mich eingeschlossen) irren, die leider ein ganz typisches Beznessverhalten (Erfahrungsklasse "fortgeschritten") erkennen. Hoffentlich hast Du das seltene Glück, und es ist wirklich alles so, wie er Dich glauben macht.

Bitte entschuldige, dass spätestens bei der Erwähnung der "Schwester" bzw. deren Hochzeit im kleinsten Kreis :lol: die Mitlesenden einfach nur leise seufzend den letzten Haken an die Liste "typischer Bezness-Symptome" setzten.

Ich erspare Dir meine Vermutungen hinsichtlich der wahren Konstellation.

Pass bitte auf Dich und auf Dein Kind auf. Du hast eine schwere Krankheit hoffentlich überwunden. Ich wünsche Dir, dass Du nicht die zerstörerischen Grausamkeiten erleben musst, die Deiner Gesundheit, sowohl der psychischen als auch der physischen, schweren Schaden zufügen können. Denk an Dein Kind. Es hat nur Dich und braucht in den nächsten 10 Jahren eine starke Mutter.

Sieh Dich vor und bleib wachsam. Alles Gute für Dich!

stolz19
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von stolz19 » 27.09.2020, 11:33

Toastie hat geschrieben:
23.09.2020, 19:27


Das sehe ich genauso, Gadi! Denn bei Bezness geht es nicht zwangsläufig ums Geld, große Hochzeiten oder blumige Worte. Es geht v.a. um den täuschend echten Aufbau einer Beziehung. Je echter es sich anfühlt, desto gefährlicher! Je mehr der Beznesser sein Opfer "spiegelt" (Stichwort: Schweinefleisch und Weihnachten) und diesem nach dem Mund redet (Seelenverwandtschaft, "age is just a number", tolle Zukunft auf ewig, gemeinsam Reisen, super Patchwork-Familie und co.) desto besser, garantierter und schneller kommt er an sein Ziel. Und desto tiefer ist danach der Absturz, wenn die Betroffenen merken, wie grandios die schauspielern können! :cry:

Das ist ein sehr guter Einwand liebe Toastie!! Es geht ihnen erstmal darum, einen täuschend echten Aufbau einer Beziehung, egal, mit welchem Ziel, vorzuspielen. Sie trainieren das jahrelang.
Ob nun Heirat und die AE, Geld,.... Vielleicht auch "nur" um das eigene Ego zu füttern :"je mehr ich kriege, desto besser fühle ich mich" oder so ähnlich.
Natürlich wünsche ich Lilly alles Gute, aber auch ich habe beim Lesen ein sehr mulmiges Bauchgefühl entwickelt.... Sie wollte im Grunde nur eine kurze Auskunft, dennoch glaube ich, sie wollte schon noch mehr über eine solche Beziehung wissen. Tief im Innern scheinen da noch mehr Fragen für sie offen zu sein.
Das ist natürlich eine Vermutung und ich möchte niemanden zu nahe treten. Ich war auch mal in so einen zutiefst verliebt und dachte, er ist es :roll:

Und bei einem für ihn dortigen größeren Problem hat er mich einfach fallengelassen. Wie ein kleines Kind hat er reagiert. Obwohl er ja auch so westlich eingestellt sei.... Sie stellen ihre Kultur, ihre Ehre, ihre Erziehung über alles. Weil sie nichts anderes kennen.

Liebste Grüße
stolz19
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Lilly89 » 27.09.2020, 13:22

Seine Schwester heiratet, da ist keiner eingeladen außer eben die Schwester des Ehemannes (beste Freundin der Braut). Auch der andere Bruder (der nicht mehr in Ägypten lebt) wurde nicht eingeladen da sie sich 1. zerstritten haben.
2. Die Anreise incl. Familie zu Aufwändig wäre.
Wir wären eingeladen worden aber das Paar möchte nicht bis nächstes Jahr mit der Hochzeit warten, bis wir im Frühjahr oder Sommer rüber fliegen können. (wie bereits erwähnt ist mein Mann in der probezeit.)

Ja man hat im Militär Urlaub. Wenn man eine gewisse Anzahl an Tagen hintereinander gearbeitet hat, bekommt man so und so viele Tage in Folge frei. Diese kann man aber auch sammeln.

Sein Bruder ist kein Macho weil er zu einem erzogen worden ist, sondern einfach weil sein Charakter so ist. Mein Mann musste früher schon im Haushalt mit anpacken und hat sich das eben gut beibehalten.

Seine Eltern sind an Krebs erkrankt, lange bevor ich meine Diagnose erhalten habe

Sanna
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Re: Deutsche Scheidung in Ägypten anerkennen.

Beitrag von Sanna » 27.09.2020, 13:52

Lilly89 hat geschrieben:
23.09.2020, 13:14

Eine Familie hat er nicht mehr, außer seine Schwester.
Und weil sie zerstritten sind hattest du geschrieben er hat als Familie nur noch seine Schwester?
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