Was mMn wirklich am meisten hilft, ist die große Zahl von usern, die Anteil nehmen am Leben eines Menschen, von dessen Existens sie bis zu dessen ersten Satz hier im Forum noch nicht mal wußten. Und ohne Evelyn, die das Forum mit privatem Geld betreibt, die Mods u Ansprechpartner, die aus der Unterstützung einen Job gemacht haben, der sie verpflichtet, hier zu lesen (gleichgültig, wie es ihnen dabei manchmal geht) würde unser aller Schreiberei sinnlos im Nirvana verschwinden.
Es ist die Mischung, die es ausmacht. Gerade posts, die einem am Anfang nicht so gefallen, erweisen sich ein paar Tage später, wenn man sich alles nochmal im Zusammenhang durchliest, als ein großer Anstoß zur Bewältigung dieses ganz persönlichen Beznessdesasters.
Mich würde z.B. interessieren, was Du in ein paar Wochen von Mickeys "Mitleid" hältst. Ich denke zwar, es war ironisch angehaucht, aber es steckt mMn auch Wahrheit drin. Der Typ ist ja wirklich auf dem besten Weg, auch ganz persönlich unterzugehen. Er kann vielleicht mal gerade noch ein ägyptisches 08/15 Leben mit ungeliebter Ehefrau als ungeliebter Ehemann mit alleiniger Verpflichtung für alle Familienmitglieder zu sorgen, hinbekommen und sich dann einreden, das wäre die Erfüllung seiner Wünsche. Er könnte aber auch Schreiben und Lesen lernen, sich über Jahre damit abmühen ohne den schnellen Erfolg und sich so wenigstens eine Chance in einer globalen Welt schaffen. Damit wäre er auf dem Weg in eine Zukunft. Das dauert ihm aber zu lange, die Mühe ist zu groß, der Erfolg ungewiss und die Anerkennung seiner Umgebung zu gering. Also ist er zu bemitleiden, denn sein Weg ist vorgezeichnet - aus ihm wird nie was, genauso wird es dem meisten seiner Beznessfreunde gehen. Sie werden sich immer dem sozielen Druck des Clans beugen und sich immer als etwas darstellen, was sie gar nicht sind.
Du musst das nicht. Mich hat z.B. dieser Satz aus Deinem Eingangspost beeindruckt:
Das hättest Du ja nicht Schreiben müssen, Du hast es aber getan und Dich damit jeder Kritik gestellt, die auf sowas (auch berechtigt) folgen kann. Das fand ich sehr bemerkens- und anerkennenswert.Er sprach mich nicht an,ich war diejenige die die Angel auswarf...
Wer das von sich preisgibt, ohne dazu gezwungen zu sein, in dem steckt ne Menge Selbstbewußtein und Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren. Das (diese eigene Fähigkeit) ist es am Ende, die einen auf den Beinen hält und mit der Welt und auch mit den eigenen Fehlern zurechtkommen lässt, ohne unterzugehen.
So, jetzt stürz ich mich mal in die Arbeit. Ich wünsche Dir und allen hier, dass irgendetwas heute besonders gut gelingen möge.
Liebe Grüße, Stern
