Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesen Ländern

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Janine_92
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Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Janine_92 » 01.07.2020, 23:53

Hallo zusammen,
ich bin neu hier. Ich bin die Janine, Biodeutsche, 28 Jahre, und lebe in einer festen Beziehung mit einem Westafrikaner, von dem ich im 5. Monat schwanger bin (mein drittes Wunschkind).
Zunächst mal eine Vorbemerkung.
Ich habe mich hier die letzten Tage stark mit den Geschichten und dem Forum beschäftigt (Schwerpunkt Schwarzafrika).
Es fällt mir schwer, hier mein Privatleben zu präsentieren. Aber es hat wohl nur Sinn, wenn ich es ehrlich und ungeschönt beschreibe. Wenn ich es so nüchtern niederschreibe, heißt es nicht, dass ich immer zu meinem damaligen Verhalten und meinen Fehlern stehe.
Ihr sollt ruhig Eure Meinung mitteilen und mich auch kritisieren, aber bitte sachlich und nicht beleidigend. So Kommentare wie „Wie konntest Du nur so blöd sein?“ oder „Du Depp hast Dein Leben ruiniert!“ bringen wohl niemanden etwas, außer vielleicht dem Schreiber selbst, der mal Dampf ablassen wollte.

Mit dem ganzen Bezness-Thema wurde ich als Studentin konfrontiert. Ich war damals 22 und lernte einen jungen Mann aus Gambia kennen. Ich hatte noch nie Kontakt zu einem Schwarzafrikaner und eigentlich auch kein besonderes Interesse daran, aber es gelang ihm, mich in seinen Bann zu ziehen. Jedenfalls war ich schnell schwer verliebt in ihn und fraß ihm deshalb aus der Hand. Da das Thema Abschiebung im Raum stand, willigte ich in seinen Vorschlag ein, ein Baby zu machen. Nach vier Monaten wurde ich schwanger, aber bald danach zerplatzte der Traum. Er lebte auf meine Kosten. Immer neue Lügen (kurz nach mir hat er noch eine jüngere Deutsche geschwängert, nur zum Spass, wie er mir herablassend sagte: „It is always good for a white girl to have a black baby!“), immer öfter ließ er mich allein und nach vier Monaten kam er wegen Drogenhan-del und anderen Sachen ins Gefängnis. Da ich mit ihm völlig fertig war, habe ich ihn auch nicht als Vater angegeben und war erleichtert, als er noch vor der Geburt meines Sohnes im Juli 2015 abgeschoben wurde. Heute bin ich selbst fassungslos, wie naiv, leichtgläubig und dumm ich damals war, auf ihn hereinzufallen.
So stand ich also nach der Geburt meines Sohnes 2015 alleine mit einem Kind da.
Ich habe dann versucht einen Freund zu finden, um eine Familie zu gründen. Nachei-nander hatte ich drei weiße Freunde, aber sobald sie mein Kind sahen, hat sich die Be-ziehung abgekühlt. Natürlich sagt einem keiner ins Gesicht, dass er ein schwarzes Kind ablehnt, aber es war deutlich spürbar, dass das der Grund war.
Anfang 2016 lernte ich einen Nigerianer (Igbo) kennen. Er hatte eine langjährige Bezie-hung mit einer Deutschen hinter sich, mit der er auch ein Kind hatte. Weil sie keine wei-teren Kinder wollte, er aber unbedingt, haben sie sich getrennt. Also hatte er einen gesi-cherten Aufenthaltsstatus. Er war absolut offen und ehrlich zu mir und bei der Abholung seiner Tochter am Besuchswochenende lernte ich auch seine Ex kennen, die über ihn nie ein schlechtes Wort verlor. Auch sonst stimmte alles, er verdiente gut, hatte eine sichere Anstellung, war hilfsbereit und kümmerte sich sehr um meinen Sohn und mich. Nach fast einem Jahr harmonischer Beziehung war ich mir sicher, dass er der richtige ist und ich erfüllte seine immer drängendere Bitte und setzte die Pille ab. Ende 2017 wurde unser Kind geboren und er war außer sich vor Glück und Stolz, dass es sein erster Sohn war. Jetzt begannen die Unstimmigkeiten, denn er wollte sofort das nächste Kind, was ich ablehnte. Ich wollte mindestens noch ein Jahr damit warten, was er unmöglich fand. So liebevoll und herzlich er sich um die Kinder kümmerte, umso kühler wurde er zu mir. In allen möglichen Dingen machte er mir nun Vorschriften und gängelte mich. Nach einem guten halben Jahr bestand ich auf einer Aussprache, die dann damit endete, dass wir uns trennten und er aus meiner Wohnung auszog.
So stand ich also Mitte 2018 alleine mit zwei Kindern da.
Anfang 2019, ich war 27 und er ein Jahr jünger, traf ich einen Studenten aus dem Senegal wieder, den ich von der Uni her kannte. Früher hatte ich seine Annäherungen zu-rückgewiesen, weil ich in Beziehungen war. Jetzt kamen wir uns näher, er besuchte mich öfter und wir wurden ein Paar. Wenn er mich besuchte, kam er immer sehr gut mit den Kindern aus. Wie der Vater meines älteren Sohnes war er Wolof. Uns beiden gefiel, dass wir immer als harmonische und normale Familie durchgingen, wenn wir mit den Kindern unterwegs waren.
2019 wurde er mit dem Studium fertig und bekam auch gleich eine gutbezahlte Stelle in einer Firma, die ihm schon vom Praktikum her kannte. So bekam er eine Aufenthaltserlaubnis. Da ich sowieso überwiegend von zuhause aus arbeiten kann zogen wir in eine größere Wohnung in der Nähe seiner Arbeit. Alles wunderbar, ich war mir sicher und ei-nig mit ihm, was das Glück perfekt machen sollte: ein Kind.
Im Februar wurde ich schwanger. Hätte mir vor sechs Jahren jemand gesagt, ich werde drei Kinder von drei verschiedenen Männern aus Westafrika haben, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Jetzt, wo es Wirklichkeit war, erschien es mir so logisch, so folgerichtig und so normal, wie nur irgendetwas. Der Himmel hing voller Geigen. Was sollte passieren?
Kann es einen größeren Vertrauensbeweis einer Frau gegenüber einen Mann geben, als ein Kind von ihm zu empfangen? Die schlechten Signale, die er anfangs der Schwangerschaft ab und zu sandte, habe ich nicht wahrnehmen wollen. Etwa wenn er beim Sex immer wieder sagte, dass ich allein ihm gehöre und kein anderer Mann mich jemals berühren dürfe. (Quatsch, dachte ich, ich habe ja auch gar nicht das Bedürfnis danach.) Jedenfalls wurde das Besitzdenken immer schlimmer, nachdem ich schwanger von ihm war. Er wurde zum eifersüchtigen Kontrollfreak. Wenn wir streiten, sagt er ziemlich üble Sachen. „Wenn ich Dich verlasse, wirst Du keinen Mann mehr finden. Keinen Weissen, weil du schwarze Kinder hast und keinen schwarzen Mann, weil du drei Kinder von drei verschiedenen Vätern hast.
Es gibt schon noch die harmonischen und liebevollen Momente, aber wie und warum kann er sich so zum Negativen entwickeln? Vielleicht habe ich auch falsch reagiert, mit meinem durcheinandergewirbelten Hormonhaushalt, aber was mich tatsächlich stört, ist dass ich wegen der Schwangerschaft tatsächlich abhängig von ihm bin und dass ich auch unter Zugzwang stehe, weill ich tatsächlich auf keinen Fall mit drei Kids alleine dastehen will. Also einerseits will ich im Rahmen meiner Familie ein selbstbestimmtes Leben auf Basis der Gleichberechtigung führen und andererseits habe ich Angst, dass mein Partner, mir das nicht geben kann oder will.

Was sollt Ihr mir raten?
Ich frage mich, ob es jenseits der klassischen Formen des Bezness (Aufenthaltserlaubnis, Geld abziehen, ein sorgloses Faulenzer-Leben führen usw.) noch eine gibt? Die weisse Frau, die als Statussymbol und Trophäe für den schwarzen Zuwanderer herzuhalten hat? („Schaut her, ich hab´s geschafft, die gehört mir!“) Die der Triebabfuhr dient, wenn er gerade Lust hat? Die sich den Bauch mit schwarzen Babys füllen lassen muss, wann immer es ihm gefällt?
Ich will nicht sarkastisch sein, aber ich bin verwirrt. Ich verstehe diese Männer (die letzten beiden) nicht. Warum so eine Wesensveränderung? Haben welche von Euch so eine Verwandlung während der Schwangerschaft erlebt? Wie ist das zu erklären? Wird er wieder normal, wenn das Kind da ist? Und was kann ich dazu beitragen?
Ich werde um diese Beziehung kämpfen, klar! Aber in meinem Hinterstübchen ist immer mehr Raum für einen Plan B.

Anissa
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Anissa » 02.07.2020, 00:18

Liebe Janine! Ich denke, der wichtigste Plan B wäre, dass du dir zutraust, es mit deinen 3 Kids auch alleine zu schaffen.
Sonst geht das immer so weiter.
Vielleicht sind die weissen Männer auch weggegangen weil dein Druck einen Partner zu finden zu gross war.
Du hast keine leichte Situation, aber ich denke auch da kannst du die Zügel wieder in die Hand bekommen und dir und deinen Kindern ein geordnetes Leben aufbauen ohne auf die helfenden Hände eines Partners zu hoffen.
Such dir Hilfe ausserhalb von Beziehungen!
Mit den Kindern wirst du in den nächsten Jahren nie alleine sein.

Erst wenn du auf eigenen Beinen stehst, mit deinen Kindern, wäre überhaupt die Möglichkeit gegeben, dass du auf Augenhöhe jemandem begegnest.
Du musst dann keine Kompromisse mehr eingehen nur damit du einen Partner hast, sondern du kannst bestimmen, wo deine Grenzen sind und was du dir nicht mehr gefallen lässt.

Nilka
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Nilka » 02.07.2020, 00:30

Hallo Janine,

herzlich willkommen im Forum 1001 Geschichte.
Das Team wünscht dir einen guten und informativen Austausch.
LG ♥ Nilka
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Nilka@1001Geschichte.de

Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt. Thomas Mann

Janine_92
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Janine_92 » 02.07.2020, 00:49

Liebe Anissa,
herzlichen Dank für Deine Zeilen.
Anissa hat geschrieben:
02.07.2020, 00:18
Liebe Janine! Ich denke, der wichtigste Plan B wäre, dass du dir zutraust, es mit deinen 3 Kids auch alleine zu schaffen.
Ja genau das wäre der Plan B, falls A scheitern wird. Aber erst dann.
Anissa hat geschrieben:
02.07.2020, 00:18

Du hast keine leichte Situation, aber ich denke auch da kannst du die Zügel wieder in die Hand bekommen und dir und deinen Kindern ein geordnetes Leben aufbauen ohne auf die helfenden Hände eines Partners zu hoffen.
Such dir Hilfe ausserhalb von Beziehungen!
Mit den Kindern wirst du in den nächsten Jahren nie alleine sein.
Nun ja, vielleicht bin ich tatsächlich für Beziehungen ungeeignet, den Gedanken hatte ich schon. Aber ich brauchte den Partner nicht, weil ich nicht in der Lage war, allein für meine Kinder zu sorgen, sondern ich wollte, dass sie mit einem Vater (oder nenne es männliche Bezugsperson) aufwachsen.

Eine unschöne Lage, aber andere hatten es noch schwerer. Meine Familie steht hinter mir und den Kindern und ich bin finanziell unabhängig. Brechen wird er mich auf keinen Fall und dass ich um die Beziehung kämpfe, heißt nicht, dass ich ein jahrelanges Beziehungsmartyrium in Kauf nehmen würde.
LG
Janine

Janine_92
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Janine_92 » 02.07.2020, 00:53

Nilka hat geschrieben:
02.07.2020, 00:30
Hallo Janine,

herzlich willkommen im Forum 1001 Geschichte.
Das Team wünscht dir einen guten und informativen Austausch.
Hallo Nilka,

Danke Dir sehr herzlich. Bin froh hier zu sein!

LG
Janine

Cimmone
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Cimmone » 02.07.2020, 06:45

Guten Morgen Janine und herzlich willkommen auch von mir.

Es ist gut, dass Du den Raum für Plan B aufmachst. Schon das allein macht Dich unabhängiger.

Du scheinst eine kluge und starke Frau zu sein und würdest das auch wuppen können, zumal Deine Familie hinter Dir steht.
Es ist nicht leicht, sich von dem Bild Mutter, Vater, Kinder zu lösen. Doch wenn der Preis dafür die Selbstachtung und das Selbstwertgefühl ist, ....

Dein Hintergrund ist ja stabil: Deine Familie steht hinter Dir und den Kids und Du scheinst einen guten Job zu haben, der Dich finanziell unabhängig macht und Du kannst Kinder und Arbeit unter einen Hut bringen. Das ist etwas, das viele andere in ähnlichen Situationen nicht haben.
"Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht." Kurt Tucholsky

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Anaba
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Anaba » 02.07.2020, 07:14

Guten Morgen Jeanine,

willkommen im Forum.
Auch ich wünsche dir einen guten Gedankenaustausch.

Deine Geschichte muss ich erstmal verdauen. Es ist wirklich eine Nummer in so kurzer Zeit drei Kinder von drei
verschiedenen Männern zu bekommen.

Das allein kostet viel Kraft. Ich wünsche dir, dass du auch Zeit zum Durchatmen findest, Zeit für dich.
Allerdings befürchte ich, die wirst du erstmal nicht haben.
Um so mehr musst du versuchen, deine Beziehziehung zu stabilisieren und deinen Partner einzubeziehen.
Der Alltag wird schwer genug sein. Da braucht du nicht auch noch Eifersucht und Theater mit dem Vater des Ungeborenen.
Drei so kleine Kinder kosten Kraft, Beziehungsdramen sind da nur extra Streß.
Es macht den Eindruck, du bist bisher durch dein Leben gerast, ohne dir Zeit zu nehmen, deine Partner richtig kennenzulernen. Sieh zu, dass du es hier besser machst.
Eine Bezihung muss wachsen. Eure Verbindung ist so schon problematisch genug.
Du hast zwei noch kleine Kinder von zwei Männern und das dritte ist unterwegs.
Traust du deinem Partner zu, das alles mit dir zu schaffen, dir eine Hilfe zu sein?
Es reicht nicht, dass ihr wie eine nette kleine Familie ausseht, wenn ihr spazieren geht.
Werdet ihr auch den schwierigen Alltag gemeinsam schaffen?
Das wird dein Hauptproblem werden.
Ich denke such, du wirst Plan B brauchen. Anissa hat völlig recht, wenn sie schreibt, dass du deinem Partner nur auf Augenhöhe begegnen kannst, wenn du auf eigenen Füßen stehst. Das muss dein Ziel sein.
Lass dich nicht unterbruttern, um die Beziehung zu retten. Versuche stark zu bleiben und dein Leben nicht zu sehr von ihm abhängig zu machen.
Du bist finanziell von ihm unabhängig und hast eine Familie hinter dir. Das ist mehr, als andere Frauen haben.
Das sollte dich selbstbewusst machen.
Du musst versuchen, ihm das zu zeigen. Von Anfang an.
Bleib auf keinen Fall bei ihm, wenn dir klar ist, es läuft nicht gut.
Den Kindern tust du nichts Gutes und dir selbst sowieso nicht.

Ich wünsche dir alles Gute.
Liebe Grüße
Anaba

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Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich offen im Gegensatz zu seiner Zeit
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von gadi » 02.07.2020, 09:18

Guten Morgen Janine und willkommen bei uns!

Also dieser Satz hier:
Wenn ich Dich verlasse, wirst Du keinen Mann mehr finden. Keinen Weissen, weil du schwarze Kinder hast und keinen schwarzen Mann, weil du drei Kinder von drei verschiedenen Vätern hast.
...sagt doch alles aus, egal ob diese Aussage von einem schwarzen, weissen oder sonstwie-Mann kommt (rassistisch ist diese Aussage obendrein). Willst du wirklich eine Beziehung mit so jemandem? An gleiche Augenhöhe bzw. Respekt voreinander ist hier nicht mal zu denken.

Mein Vorschlag für "Plan B": Bewusst länger alleine bleiben und nicht gezielt einen Mann suchen, um einen "Bilderbuchvater" zu finden sondern einen Mann um seiner selbst liebenswert finden. Ich denke, dein "gezieltes, zweckgebundenes" Suchen hat die "weissen Männer" damals abgeschreckt, nicht die Tatsache, dass du ein "schwarzes" Kind/Kinder hast.

Deine Bemerkung mit dem Kennenlernen deiner Freunde/Männer damals an der Uni finde ich interessant. Hast du irgendetwas mit Afrika-Bezug studiert?
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MaddyLeona
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von MaddyLeona » 02.07.2020, 09:41

Wow, 3 Kinder von 3 verschiedenen Afrikanern zu haben ist schon heftig ... in so kurzer Zeit....

Du solltest unbedingt alles so organisieren, dass du im Notfall alleine mit allen 3 durchkommst.

Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass diese „wesenveränderung“ einfach er ist, der jetzt, wo du „ihm gehörst“ sein wahres Gesicht zeigt. Da wird sich wsl nicht mehr viel ändern.

Ich wünsch dir alles Gute und viel Kraft

Janine_92
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Janine_92 » 02.07.2020, 10:07

Liebe Grüße an alle.
Danke Euch für die interessanten und hilfreichen Antworten.
Ich wollte nur mal was zu den Kindern klarstellen. Ich habe vier Geschwister in einer intakten Familie und das ist das Idealbild, was mir vorschwebte. Ich wollte selbst auch viele Kinder.
Die Umstände, unter denen ich mein erstes Kind in die Welt gesetzt habe, sind mir selbst peinlich. Für das zweite, dritte und alle, die noch kommen könnten, gilt: ich bekomme Kinder, weil ich in einer glücklichen Beziehung lebe und nicht, um eine schwierige oder gar kaputte Beziehung zu retten.
Ansonsten ist Augenhöhe mit dem Partner die Basis von allem. Alle gemeinsamen Kosten werden geteilt. Und wenn er etwas will, muss er bereit sein, es mir auch zu gewähren. Zum Beispiel wollte er kürzlich meine Mails checken. Ken Problem, sagte ich, dann checke ich aber auch Deine. Dann war das vom Tisch.
Das Grundproblem scheint mir, dass viele Afrikaner Rosinenpickerei betreiben. Den Wohlstand und die Freiheit des Westens wollen sie haben, aber ihre patriarchalen Familienverhältnisse beibehalten. Das kann halt nur irgendwie gutgehen, wenn die Frau sich unterwirft, und das kommt bei mir nicht in die Tüte...

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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Anaba » 02.07.2020, 10:16

Das Grundproblem scheint mir, dass viele Afrikaner Rosinenpickerei betreiben. Den Wohlstand und die Freiheit des Westens wollen sie haben, aber ihre patriarchalen Familienverhältnisse beibehalten

Schuld hat unsere Gesellschaft, die es solchen Männern leicht macht, die ihnen keine Grenzen setzt, nichts von ihnen verlangt.
Schuld haben auch die Frauen, bei denen es genau so abläuft.
Grenzen setzen, sich selbst wichtiger nehmen, sich nichts bieten zu lassen, ihnen zu zeigen, was man selbst wünscht,
das wäre der richtige Weg.
Wie sollten sie sonst ihr Verhalten ablegen?
Anders wird das nie etwas.

Du schreibst zu den Gründen, Kinder zu bekommen folgendes
Für das zweite, dritte und alle, die noch kommen könnten, gilt: ich bekomme Kinder, weil ich in einer glücklichen Beziehung lebe
Mal ehrlich, keine deiner Beziehungen dauerte so lange, um den Partner kennenzulernen.
Was bedeutet denn eine „glückliche“ Beziehung?
Vermeintlich glücklich sind doch anfangs die meisten Beziehungen.
Die Macken oder Probleme kommen doch erst mit der Zeit.
Liebe Grüße
Anaba

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Janine_92
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Janine_92 » 02.07.2020, 10:29

gadi hat geschrieben:
02.07.2020, 09:18
Deine Bemerkung mit dem Kennenlernen deiner Freunde/Männer damals an der Uni finde ich interessant. Hast du irgendetwas mit Afrika-Bezug studiert?
Nein, Afrikanistik oder so etwas habe ich nicht studiert. Als ich das Studium begann, hatte ich auch kein besonderes Interesse an Afrika. Erst das Leben hat mich gelehrt, was ein Wolof oder ein Igbo ist...

Ich bin ein paar mal mit meinem ersten Kind auf die Uni und das haben die Afrikaner gleich registriert. So ungefähr: "Schau mal, die ist jung und hübsch und hat ein Kind von einem von uns. Mal sehen, ob was geht." Ich wurde danach oft von Schwarzen aus Afrika angesprochen, also muß ich wohl in deren Community ein Thema gewesen sein. Wie gesagt, damals habe ich sie abblitzen lassen.

Janine_92
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Janine_92 » 02.07.2020, 10:33

Anaba hat geschrieben:
02.07.2020, 10:16

Du schreibst zu den Gründen, Kinder zu bekommen folgendes
Für das zweite, dritte und alle, die noch kommen könnten, gilt: ich bekomme Kinder, weil ich in einer glücklichen Beziehung lebe
Mal ehrlich, keine deiner Beziehungen dauerte so lange, um den Partner kennenzulernen.
Was bedeutet denn eine „glückliche“ Beziehung?
Vermeintlich glücklich sind doch anfangs die meisten Beziehungen.
Die Macken oder Probleme kommen doch erst mit der Zeit.
Da war halt mein Irrtum bei Nr. 2 und 3. Dass ein Jahr harmonischer Beziehung ausreicht, um ein Kind in die Welt zu setzen.

Cimmone
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Cimmone » 02.07.2020, 13:02

Hallo Janine,

ich konnte Deine Geschichte nun etwas sacken lassen.

Ich glaube, Du bist jeweils zu schnell Deinem Kinderwunsch nachgekommen.
Nach einem Jahr weiß man so gut wie nichts, es ist alles aufregend und man ist verliebt, da sieht so manches anders aus als es dann in Wirklichkeit ist.

Jetzt, wo Du schwanger bist, meint er, dass Du ihm "gehörst" was ich sehr seltsam finde.
Es hat wohl auch etwas mit seiner Kultur, in der er sozialisiert wurde zu tun.
Es hat aber auch etwas entwertendes für Dich, denn als Besitz bist Du ein Objekt.

Trotz Deiner bestimmt süßen Kinder stimmt mich Dein Lebensweg irgendwie traurig.
Es ließt sich so, dass Du da ganz jung und verliebt "reingerutscht" bist und die Weichen nicht anders gestellt bekamst.

Du wirst viel Kraft brauchen für Deine Kinder, die Gestaltung Deiner Beziehung oder eben Plan B.

Die wünsche ich Dir von ganzen Herzen.
"Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht." Kurt Tucholsky

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karima66
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von karima66 » 02.07.2020, 13:39

Hallo Janine,

auch wenn ich mich nicht mit westafrikanischen Männern auskenne so doch aber mit Männern bzw. Beziehungen zu diesen und das auch recht international im Laufe meines doch schon längeren Lebens.
Deinen Lebenstraum von vielen Kindern......Jeder hat sein Lebenskonzept, du hast es erlebt mit deinen Geschwistern und solange du unabhängig von einem Mann diese versorgen kannst ist ganz alleine deins.
Ich lese aber doch heraus, dass die Kinder prioritär waren und das ratz fatz mit jedem neuen Partner, nicht die Beziehung an sich, die sich erstmal langsam entwickeln konnte um dann wenn sie Bestand hat an Kinder auch zu denken.
Vor allem hast du ein Tempo vorgelegt.....warum nur diese Eile....du bist noch jung, kannst noch viele Jahre Kinder bekommen.
Gerade auch wenn es mit einem Westafrikaner auseinander ging, dann noch zwei hinterher, ich denke alle drei hatten doch auch ähnliche Einstellungen aufgrund ihrer Kulturen, kann dies zwar nur für Nordafrikaner bestätigen, aber denke nicht, dass es so viel anders ist und nun.....wenn du dich beim jetzigen Partner behaupten willst auf Augenhöhe, dich nicht unterordnen willst was ja richtig ist dann hast du einen ewigen Kampf vor dir, immer wieder, denn ändern wird er sich nicht.
Wenn du ja schon Kraft brauchst für deine Kinder, dann noch der Kampf mit dem Partner, puh....wo du die Energie hernehmen willst, keine Ahnung, für mich wäre es auch in jungen Jahren definitiv kein Lebensmodell gewesen.
Ich denke auch du tust gut daran mal eine Zeit alleine mit deinen Kindern zu verbringen, dich zu sammeln, Ruhe für klare Gedanken zu haben sofern das mit drei kleinen Kindern möglich ist, aber du schriebst ja deine Familie steht hinter dir, dann täte es dir gut mal ganz alleine für dich zu sein um zu schauen was willst du für die Zukunft, vor allem was willst du nicht und was bedeutet für dich glückliche oder auch harmonische Beziehung....
Wenn du auf Dauer eine männliche Bezugsperson für deine Kinder möchtest, weitere Kinder, dann schau dich um nach einem Mann der dem gewachsen ist, stabil, mit dir im Team das Familienleben wuppt, dich in allem unterstützt.
Um so Jemanden zu finden braucht es Zeit, es ist ja auch nicht so toll für die Kinder sich immer wieder an jemand Neuen zu gewöhnen, zu vertrauen.
Wenn du dir ein gesundes Familienleben wünscht so wie du es mit deinen Eltern und Geschwistern erlebt hast dann rede doch mal mit deinen Eltern, wie haben dein Vater und deine Mutter das hinbekommen, was war ihnen wichtig....
Erzwingen kann man nichts und es ist nie einfach mit mehreren Kindern einen Partner zu finden der das Gesamtpaket mitträgt.
Das will gut überlegt werden, ist viel Verantwortung.
Ansonsten lieber alleine mit den Kindern das Leben gestalten, besser als mit einem falschen Partner.
Ich kenne Frauen die das klasse hinbekommen und es macht Spaß bei diesen Familien zu sein.....auch ohne dass es einen Papa gibt im Hause.

Auf jeden Fall lass dir mal Zeit.....stoppe diese Geschwindigkeit.....
Ich hab einige Männer kennengelernt für die nicht ein oder mehr Kinder das Problem waren, sondern die Mutter die nur Mutter sein wollte und wo der Mann dann ein weiteres Kind, Anhang war....Männer wollen Aufmerksamkeit und nicht nur nebenbei da sein.

Schwarzer Papst
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Schwarzer Papst » 02.07.2020, 13:52

Hallo Janine,

Zunächst möchte ich dir sagen, du brauchst dich für diese Ereignisse nicht schämen, es hätte jeden passieren können, weil man eben bei der Partnerwahl nie eine 100% Gewissheit an. Nehme dieses Schicksal an und mache jetzt alles besser. Es ist unwichtig, ob sie Kinder schwarz oder weiß sind, solange du sie liebst. Dass einige Kommentar Schreiberling den Mistkübel über deine schwarzen Kindern ausschütten, sagt mehr über sie aus und zeigt ein entlarvendes Denkmuster, dass sehr rückständig ist. Bei genauer Anbetrachtung dieser Menschen wird sich auch ein Fehler finden. Sei nicht so streng zu dir.

Nun,...was ich grundsätzlich nicht verstehe ist, warum sich weiße Frau, insofern die auf Schwarze stehen, sich ihren Schwarzen Partner nicht in Deutschland suchen? Da bestünde die Gefahr einer Erschleichung des Aufenthaltstitel und sonstiger prestigträchtiger Statussymbole, Titel usw. gewiss nicht. Hinzu hätte man eher die Gewissheit, dass ein gewisses Mindset an Bildung, Frauenrolle, Arbeitsmoral usw. vorhanden wäre.
Natürlich kann man es nie gänzlich ausschließen, dass da mal ein faules Ei dabei ist, jedoch sei dies die bessere Option anstatt jemandem frisch von Afrika zu holen.

Schwarzafrikaner werden nicht mit einer Moral großgezogen, insbesondere wenn sie frisch von dort kommen. Es fehlt das Empfinden und die Reflektiertheit über sein Handeln nachzudenken. Du wirst ihn nie ändern können. Ja, das stimmt, dass man die Freiheiten des Westen genießt aber herkömmliche Sichtweise aus ihren Heimatländern beibehält. Daher scheitern nahezu alle Partnerschaften mit einem schwarzen oder maghreb, arabischen Mann.

Als Tipp kann ich dir sagen, lass es sein. Du bist mit den Kindern genug ausgelastet. Ich würde mich zunächst nur um die Kinder kümmern und dem Mann eine klare Ansage erteilen: Entweder zieht er mit oder er geht. Ende. Mehr nicht. Konsequent handeln.

Du lebst in Deutschland hast einen stabilen familiären Hintergrund und bist daher nicht auf ihn angewiesen.

Wünsche dir viel Erfolg.

Cimmone
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Cimmone » 02.07.2020, 14:39

Hallo Schwarzer Papst,

herzlich Willkommen im Forum 1001Geschichte.
Das Team wünscht Dir einen guten Austausch.
"Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht." Kurt Tucholsky

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karima66
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von karima66 » 02.07.2020, 15:05

Im ersten Beitrag den man hier schreibt so loszulegen zumal ohne Bezug, alle Achtung , Schwarzer Papst....Ich lese hier keinen Kommentar wo jemand einen Mistkübel über schwarze Kinder ausschüttet, finde die Ausdrucksweise und Zuweisung ziemlich krass, ich wüsste auch niemanden hier der das tun würde.

Cimmone
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von Cimmone » 02.07.2020, 15:06

Über den "Mistkübel" hab ich auch nachgedacht, konnte aber keine Anhaltspunkte dafür finden.
"Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht." Kurt Tucholsky

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gadi
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Re: Kann man mit ihnen nicht glücklich werden?

Beitrag von gadi » 02.07.2020, 15:14

Cimmone hat geschrieben:
02.07.2020, 15:06
Über den "Mistkübel" hab ich auch nachgedacht, konnte aber keine Anhaltspunkte dafür finden.
Ich auch nicht. Dafür bräuchten wir ein Zitat, bitte.
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Betrug entehrt, Irrtum nie. C.L.
من عاشر قوما اربعین یوما یا صار منھمیا رحل عنھم - Wer 40 Tage bei einem Volke weilt, wird einer von ihnen oder wandert weiter.

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