karima66 hat geschrieben:Hallo Galadria,
glaub zwar dies auch schon in posts deutlich gemacht zu haben,aber ich wiederhole es auch gerne nochmal wenns dich interessiert:
Nicht" einmal Araber und nie wieder" und auch nicht schlechte Erfahrungen haben mich zu meiner Einstellung finden lassen,sondern ganz einfach meine gemachte Lebenserfahrung und die Schlussfolgerung daraus und ich denke die kann ich für mich treffen nach 20 Jahren intensivem Kennenlernen der arabischen Kultur und Religion,nach 2 Jahren Leben und Arbeit in Tunesien,nach 1 Beziehung und 1 Ehe (2 Jahre,8 Jahre) - eine Partnerschaft auf Augenhöhe und so wie sie in Europa definiert wird ist mit einem Araber bzw. Moslem für mich nicht kompatibel - und dass ich damit für mich richtig entschieden habe erlebe ich jeden Tag heute mit meinem deutschen Partner.LG Karima66
Liebe Karima,
dass hast Du sehr gut auf den Punkt gebracht und da möchte ich mich nur anschliessen.
Ja, auch bei den deutschen Männern gibt es schwarze Schafe. Aber die Definition von Partnerschaft, wie wir sie hier in unserem Kultur (und Religionskreis) durch die Muttermilch quasi eingesaugt haben, im Elternhaus und in der Schule vermittelt bekommen haben ist wirklich NULL kompatibel, mit der Mentalität (Erziehung) von den Menschen aus anderen Kulturkreisen. Ist nun mal so. Ist auch nicht böse oder rassistisch oder diskriminierend gemeint. Ist ein Fakt.
Was diese Männer für uns Frauen aus dem deutschsprachigen Kulturraum attraktiv macht, dass ist ihr "anders sein". Das exotische Aussehen etc.
Und das ist nur Augenwischerei.
Die erste Zeit ist sicherlich interessant, weil ALLES neu ist, man ist offen und neugierig, man lernt dazu.
Man (also Frau) ist verliebt, die rosa Brille ist tiefrosa fast purpur...
Meine persönliche Meinung: Affäre ja, Hochzeit nein. (für mich aber beides nicht angesagt, da glücklich vergeben).
Meine zweite Ehe mit einem deutschen Mann, der auch aus der gleichen Region stammt, ist eine Ehe auf Augenhöhe, wir lachen über die gleichen Sachen und wir haben gegenseitiges Verständnis, wenn den einen etwas negativ beschäftigt.
Mein Ex-Mann war Ex-Ostblock aus einem Land mit ausgeprägter Macho-Kultur (nein, kein Cubaner...), wo Emanzipation bedeutete:
Die Frau muss neben Haushalt auch arbeiten gehen, vor dem Lebensmittelgeschäft in der Schlange stehen, dem Mann die Kinderbetreuung abnehmen und dennoch dem Mann nach 16 Stunden gerödel das Essen und das Bierchen zu servieren.
Und als Dank, darf sie die Schnauze halten, sonst gibt es eines auf die Schnauze.
Mein Ex-Mann war durch seine Mutter geprägt, die zwei Blagen (schlecht) erzogen hat, Vollzeit gearbeitet hat (zum Wohl des Kommunismus), nach der Hausarbeit für Lebensmittel stundenlang Schlange gestanden hat oder im Garten geerntet hat (weil das Angebot im Laden nicht ausreichend war) und sich dann noch ein Bein ausgerissen hat, ihrem Mann alles recht zu machen, damit sie ihre Ruhe hat und er ihr nicht die Hölle heiss macht.
Der Vater vom Ex-Mann ging arbeiten und das war´s. Danach Füße hoch.
Mein Ex-Mann sagte ganz offen, dass seine Mutter das doch auch alles geschaft hat. Das die Frau "vor die Hunde" ging, dass sah er nicht.
Für meinen deutschen Mann ist es, dank der Prägung durch seine Mutter, selbstverständlich, dass er seinen selbstproduzierten Dreck selbst wegputzt, dass er hilft den Tisch abzuräumen, zu spülen, die Wohnung zu putzen, tragen zu helfen. DAS ist für ihn eine Art Kultur.
Ich kann mir auch vorstellen, dass es schwieriger ist mit einem Mann, wenn man in der BRD aufgewachsen ist und der Mann hat "bei vollem Bewusstsein" in der DDR aufgewachsen ist.
Aber man hat die gemeinsame Muttersprache. Das erleichtert vieles.
Auch meine Lebenserfahrungen sagen mir, um Bigi zu zitieren, dass ich bei bestimmten Nationalitäten und dadruch bedingte Mentalitäten sofort auf Abstand gehe und mich da auch früher nie auf mehr als ein freundliches Gespräch eingelassen habe.
Afrikaner haben mich nie interessiert. Die Mentalität ist so weit entfernt von meiner. Da war mir schon als junges Mädchen klar, dass mir das nur Ärger bringt.
Bei den Türken, Arabern und als die Kosovo-Albaner-Schwemme war, hat mich das Gehabe und die Sprüche, die man in der Öffentlichkeit mitbekommen hat
oft sehr angewidert.
Ich bin halt auch "anders" und will mich nicht verbiegen müssen.
Durch eine positive Erfahrung im Alter von 18 Jahren (1988) mit einem Slowaken (der seine slowakische Frau später auch unglücklich gemacht hat), dachte ich, naiv wie ich war, dass die Männer aus den Ostblock-Ländern, die Slawen im Allgemeinen, einfühlsamer sind und habe dort generalisiert und hineininterpretiert.
So kam es dann zu meinem "Ostblock-Männer-Faible", welches mir sehr chaotische Zeiten beschert hat und von dem ich aber seit Jahren geheilt bin. Lebenserfahrung sei dank!
Jeder so, wie er will. Aber man sollte nicht mit rosa Brille und verblendet in eine bi-nationale Beziehung gehen.
Auch in einer deutsch-deutschen Beziehung sollte man sich den Anderen nicht schön gucken und über alles hinweg sehen.
Keiner weiss, was noch passieren wird, egal, was frau sich vornimmt.
Wer weiss, vielleicht macht es irgendwann mal klick, und ein Mann aus Nigeria ist ES...(kaum vorzustellen, but never say never)...
Aber ich suche nicht danach und die erste Sperre ist bei mir der "innere Abstand". Die Vernunft.
Und zum Thema "direkt Abstand halten" bei bestimmten Nationen, Religionen. Das hat NICHTS mit Rassismus oder Diskriminierung zu tun.
Das ist nur natürlich. Auch wenn man als Deutscher dank der A.H.-Vergangenheit immer besonders politisch korrekt sein muss.
Wieviele Menschen gibt es in Europa, auf der Welt, die sagen "Deutsche?. NIEMALS!!!".
Es sind eben die PERSÖNLICHEN Erfahrungswerte, die zählen.