gadi hat geschrieben:Es geht hier zwar nicht um Bezness an sich, aber auch dieser kleine Film erklärt das in weiten Teilen der arabischen Welt existierende Frauenbild, wenn schon "züchtige" einheimische, moslemische Frauen für die Fehler der Männer verantwortlich gemacht werden, wie viel weniger Skrupel hat man dann gegenüber "europäischen Ungläubigen":
Kurzfilm von Safwan Nasser El Din, vorgestellt auf dem Luxor-Filmfestival:
https://www.youtube.com/watch?v=oSb2EVbc2RI
Hallo ihr Lieben,
Als ich 1976 nach Ägypten gezogen bin, da gab es auch schon Belästigung, aber zwischen damals und dem was heute geboten wird, da liegen Welten.
damals schon gab es in den Hotels in denen viele Ausländer verkehrten die "minimum charge" das heißt man bezahlte 25LE (damals viel Geld) egal ob man aß, oder nur Kaffe trank. Das war so um zu verhindern auch die die Männer aus dem einfachen Volk, unter dem Vorwand ein Käffchen zu trinken, zum Ausländerinnen-glotzen in die Hotels gingen.
Im teuren und vornehmen Gezirah Sport Club, wurde das Publikum deshalb schon bei der Aufnahme sorgfältig ausgesiebt, es war nicht nur teuer sondern man mußte auch zwei Personen die bereits Mitglieder waren als Bürgen haben.
Trotzdem verlief es natürlich auch da nicht ganz reibungslos. Wurde aber einer wegen Belästigung gemeldet, gabs zuerst eine Verwarnung und in der Folge musste er sein Carnet abgeben und flog raus.
Damals war es aber noch so, dass man, wenn man auf der Straße belästigt wurde und laut protestierte, sofort Hilfe bekam. Von anderen Passanten, bauabs die vor den Häusern saßen usw.
Auch von Polizisten konnte man Hilfe erwarten.
Ich fuhr einmal mit meinem kleine Flitzer vor einer Ampel auf das Auto einer schwarzafrikanischen Botschaft auf. Es war gar nichts passiert, höchstens ein paar Kratzer was in Ägypten normalerweise ignoriert wird.
Doch die stiegen aus und begannen mich massiv einzuschüchtern, die Kinder begannen sich zu fürchten und ich überlegte schon ob ich nicht einfach den Gang einlegen, aufs Gas treten und die notfalls über den Haufen fahren sollte, als zu meiner großen Erleichterung ein motorisierter Polizist erschien , neben mir stoppte und fragte ob ich belästigt würde. War ich erleichtert!
Der Polizist rief über Funk eine zweiten, der die Papiere der Afrikaner kontrollierte mit denen anscheinend etwas nicht stimmte, den die Großmäuler waren plötzlich ziemlich kleinlaut. Ich wollte mich mit einem großzügigen Trinkgeld bedanken, doch er nahm nichts an.
Da ich ein eigenes Auto hatte, und selten längere Zeit zu Fuss auf der Straße ging konnte ich damit leben.
Schlimm war es wenn man auf Sammeltaxis, Busse, oder auch Taxis angewiesen war, denn da ging die Post ab.
In den Achzigern fingen dann Typen auf Motorrädern an Frauen beim Vorbeifahren Handtaschen oder Halsketten wegzureißen und Ähnliches. Man ging nicht mehr an öffentliche Strände sondern nur noch zum Hotelstrand oder in gesperrte Areale wo die wohlhabenden Äghypter ihre Chalets und Ferienhäuser hatten und wo man nur mit einem Carnet am Sicherheitsdienst vorbeikam.
Zu dieser Zeit begann auch der Trend sich zu verschleiern und in dem Maße wie der fortschritt wurde auch das Belästigen unangenehmer und agressiver und wurde für dieFrauen zu einem immer größeren Problem.
Seit der Revolution kennen die Ägypter anscheinend überhaupt keine Hemmungen mehr. Mit der zunehmenden Verarmung und Arbeitslosigkeit, dem Fehlen von Perspektiven für die jüngere Generation hat sich die Situation immer mehr verschlechtert.
Da man in Ägypten nie die Probleme offen anspricht, auch nie Fehler bei sich selber sucht wird ein Sündenbock gebraucht und da kommen all diesen notgeilen Versagern, Komplexlern und Loosern die Frauen gerade Recht.
Da kann man sich aufspielen, sie einschüchtern, beleidigen, begrapschen um sich selber toll und männlich zu finden. Das allerschlimmste ist, dass keiner dieser Typen auch nur die gerngste Schuldeinsicht hat.
Die finden das sei ihr gutes Recht, was müssen die Weiber auch auf der Strasse rumrennen, selbst schuld wenn sie belästigt werden
Schlimm ist auch dass die anständigen, wohlerzogenen, Ägypter aus guten und besten Familien in dieser Zombiehorde untergehen als gäbe es sie gar nicht.
Der Film hat die Typen sehr gut gezeigt.
Die alten und uralten Knacker im Hintergrund, das sind die die in den Strassencafes herumsitzen, mit den Augenbrauen wackeln,
blöde Grimassen schneiden und mit Vergnügen zusehen was die Jungen treiben.
Der Muskeltyp kompensiert seine Komplexe indem er sich aufplustert, dir im Vorbeigehen unanständige Angebote macht und bei jeder Gelegenheit seine Potenz anpreist.
Erstaunlicherweise hat mir in 20 Jahren dort noch nie einer seine Intelligenz angepriesen und wärmstens empfohlen was doch die Frage aufwirft ob die nicht schon zugunsten der Potenz degeneriert ist. Es hat mich immer erstaunt dass diese Männer auf eine Fähigkeit am stolzesten sind die schließlich jeder Affe auch hat.
Ja nun, mit solchen Feststellungen habe ich mir nicht unbedingt Freunde gemacht, aber manchmal konnt ich's einfach nicht lassen.
Ja und solche wie den Kretin der sich hinter Typ Muskelprotz versteckt gibt es leider sehr viele.
Das sind die Männer "gesmohum oleiel" mit einem mangelhaften, schlecht entwickelten Körper, rachitischen O-Beinen, und/oder rachitischer Hühnerbrust. Oft kommen, bedingt durch die Heiraten inerhalb der Familien auch noch ander Mängel dazu. Als Kinder wurden sie schlecht ernährt, hatten zu wenig Schlaf (da werden um Mitternacht noch zweijährige durch die Gegend geschleppt)haben in ihrem Leben nie eine gewisse Tagesstruktur kennengelernt.
Sie werden bei Frauen zwar keine Erfolg verbuchen können, aber sie könnenn ihre Minderwertigkeitsgefühle kompensieren indem sie sie belästigen und sich so aufführen wie der Typ im Film.
Eines haben sie aber gemeinsam,sie sind als Jungen geboren und man hat sie nach ägyptisch-islamischer Tradition zu Männern erzogen: Armes Ägypten. Denn das ist was dabei herauskommt! Und wenn sich das nicht ändert werden sie untergehen
Ich habe Ehemänner meiner Näherinnen kennengelernt, Leute da kommen euch die Tränen!
Da wird man zum Männerhasser!
Es gibt so Zischlaute und so ein pst....pst, das würde ich heute noch keinem raten, denn das löst bei mir einen Reflex aus,der hätte meine Hand in seinem Gesicht.
Die Schriftstellerin Nawal el Saadawi hat über ihren Bruder geschrieben: Da hob mein Bruder seine Hand und wollte mich schlagen, aber ich hob meine höher und schlug ihn ins Gesicht. er versuchte es nie wieder.
Nun braucht mir keiner zu kommen und zu sagen das hat alles nichts mit dem Islam zu tun. Doch es hat! Denn es wird gebilligt!
Wann hat je ein Sheikh degegen gepredigt? Der hat höchstens selber gegrabscht, natürlich nur wenns keiner sieht! Es sind so viele unanständige Witze über die frommen Herren im Umlauf, das kann nicht ohne Grund sein.
Anstatt Fatwas gegen Leute auszusprechen die anderer Meinung sind, stünde es den frommen Herren gut zu Gesicht ihren Schäfchen die Grundlagen des respektvollen Umgangs mit Frauen beizubringen, wenn schon die Familie nicht dazu in der Lage ist.
Die gängige Moral trägt auch zu den Problemen bei. Sex vor der Ehe ist Sünde und verboten,heiraten geht nicht mangels Geld und Wohnung, sich einen runterholen ist auch tabu, dafür ist kleine Jungs und Mädchen begrabschen durchaus nicht so schlimm, hat er halt ein bisschen Spass der liebe Onkel oder Cousin, man guckt in die andere Richtung und das Kind hat eh nichts zu sagen. Blöd nur dass die ausländische Mutter so einen Aufstand macht, die versteht halt keinen Spass.
Wir sind doch nicht unmoralisch oh nein, das sind nur die Ausländer die alles machen können und leben wie sie wollen.
Freiheit heißt doch nicht alles und jedes zu tun nur weil ich es tun könnte. wie können sie von Demokratie reden wenn sie das nicht einmal verstehen.Da wird eine Generation gar nicht reichen um das zu sanieren was alles im Argen liegt.
Dass es europäische Frauen grade jetzt dort hin zieht erstaunt mich immer wieder.
LIZZIE
LIzzie