Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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Save
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Save » 05.03.2010, 00:32

Liebe Micky 1244,

vielen dank für deine Antwort auf den Thread von Sternenregen. Sie sollte mal 1001Geschichten lesen. Ich habe es getan und mir meine Gedanken gemacht. Ich war ja schon 1990 in diesem Club und habe meine Beobachtungen gemacht, es war nicht so extrem wie heute, da die Visabestimmungen noch schärfer waren. Mir war bei meiner Tochter klar, dass sie ein zu großes Risiko eingeht, aber sie ist stur wie ein tunesischer Esel. Ich glaube, dass die dort unten eine Hochschule haben mit der Fakulta Bezznez, denn die handeln doch alle gleich! Ich habe eine Rasterstruktur erstellt, die das belegt.
Wie ich a.a.O. darstellte, haben die Berber im Mittelalter Spanien und Portugal uberflutet, heute ist es Zentraleuropa, und das mit nur einer "Waffe".
Ich habe natürlich noch mehr Informationen, die ich aber nicht ins Forum stellen will, ich kann sie gerne Eurer Redaktion überlassen. Aber das hat Zeit, bis ich mich besser fühle. Was würden die Tunesier sagen, vor allem wie würden sie ragieren, wenn wir ihre Frauen so "austricksten"?

Herzlichen Dank

Save

Hülya

Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Hülya » 05.03.2010, 00:48

Ja genau KK,

oder Stranduni :wink: , die beste Ausbildung der Beznesser. :wink:

Save
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Save » 05.03.2010, 01:52

Liebe Kater Karlo,

o was fällt es mir schwer liebe K... zu schreiben, wenn Artikel und Nomen nicht harmonieren.

Zum Visum, ob Du es glaubst oder nicht, sie und ihre Mutter haben das so überzeugend darstellen können, daß er in Tunis das Besuchervisum für 3 Monate bekam, mit der Maßgabe über das Auswärtige an das AA, nach der Eheschließung sofort das Visum zu verlängern. Wie lange wird mir Mama schon noch mitteilen. Er hat sogar eine Arbeitserlaubnis. Er war in Tunis im Geothe-Institut und hat den A1.
Wenn ich doch nur wüßte welches Ansinnen dahinter steht, meint er es mit ihr doch ehrlich? Aber dann habe ich auch noch Bedenken, der Bildungsunterschied ist doch zu groß. Was wird, wenn das sexuelle Empfinden nachläßt und andere Emotionen greifen müssen, dann muss man, wie Mycki sagt, auf Augenhöhe sein. Da reicht aber soziale Kompetenz
allein nicht mehr aus. Wir waren vor Weihnachten in der Oper, mit Mama. "La Fete" von Jean-Philippe Rameau. Eine Tanzoper, Barockmusik, also Eunuchenfalzet und Modernes gemischt. Das einzige das er verstanden hatte war der avandgardistische Tanz, und da nur die fantastischen Bewegungen. Vestehst Du nun, was ich meine? Das hat mit Überheblichkeit nichts zu tun, das sind Fakten.
So für heute ist Schluß.

Nochmals vielen Dank Katerchen, das mit Deinen Eltern tut mir aufrichtig leid. Ich war 28, da verstarb meine Mutter an einer verschleppten Lungenentzündung und ein Jahr später verstarb mein bester Freund, mein Papa. Er lief vor eine Straßenbahn, ob bewußt oder nicht kann niemand sagen. Seine Frau fehlte ihm. Ich hatte immer das Betreben so zu sein wie mein Vater, ich konnte ihn nie erreichen, trotz aller Bildung.

Save
Zuletzt geändert von Save am 05.03.2010, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.

Dina
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Dina » 05.03.2010, 08:11

@ Sternenregen: Mit ein bisschen mehr Lebenserfahrung wirst du dich hoffentlich irgendwann für deine "geistreichen" und extrem geschmacklosen Kommentare schämen. Dein Einfühlungsvermögen ist wirklich bescheiden :roll:

Jemandem der in einer solchen emotionalen Ausnahmesituation ist, tritt man nicht noch in dieser Form nach.

Micky1244
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Micky1244 » 05.03.2010, 08:27

Lieber Save,
vielleicht gelingt es dir mit guten Argumenten, deine Tochter davon zu überzeugen, dass ein Ehevertrag in ihrem Sinne wäre.
In orientalischen Ländern ist es durchaus üblich, Eheverträge abzuschließen, also dürfte deinem Schwiegersohn
der Gedanke daran nicht völlig fremd sein.
Wie steht deine Exfrau zu der ganzen Geschichte, du schreibst, sie hat die Einrichtung der Wohnung finanziert,
hat sie keinerlei Bedenken wegen der Ehe deinerTochter?
Da du ein gutes Verhältnis zu deiner Exfrau hast, müsste es doch möglich sein,
dass du mit ihr über deine Sorgen und Befürchtungen reden kannst.
Ich kann mir vorstellen, wie dir zumute ist, an mir, natürlich vor allem an meiner Tochter, ist so etwas vor nun mehr als 4 Jahren
gerade noch vorbei gegangen.
Mir hat damals dies Forum sehr geholfen.
Liebe Grüße, Micky


"Lass uns angeln gehen", sagte der Haken zum Wurm.
Isaiah Berlin: Die Freiheit der Wölfe ist der Tod der Lämmer.

Anaba
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Anaba » 05.03.2010, 08:56

emandem der in einer solchen emotionalen Ausnahmesituation ist, tritt man nicht noch in dieser Form nach.
Sternenregen,

du solltest ehe du losschreibst bis zehn zählen.

Wenn es dein Vorstellungsvermögen übersteigt das sich Eltern große Sorgen
machen wenn ihre Kinder solche Verbindungen eingehen, dann schreib einfach nichts dazu.
Bei uns melden sich immer wieder Eltern in großer Not.
Respektiere das und nimm dir den Rat von KK zu Herzen und mach einfach das was Juan Carlos Chavez geraten hat. :wink:
Liebe Grüße
Anaba

Administratorin
anaba@1001Geschichte.de

“Am Ende wird die Wahrheit siegen, über Ängste und gut getarnte Lügen.
Am Ende wird sich alles fügen und was jetzt am Boden liegt, wird schließlich lächelnd fliegen...“

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Chika

Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Chika » 05.03.2010, 08:56

Save hat geschrieben:Lieber(e) Kater Karlo,

Du hast exakt das dargestellt, was ich mit meinen Emotionen zuspitzte. Ich Danke dir. Natürlich werde ich meine Tochter niemals fallen lassen, ich werde ihr immer helfen.

In Bezug auf die Beziehung weiß ich aber definitiv, dass sie einen Deutschen Hilfsarbeiter, mit gleichem Bildungsstand niemals akzeptiert hätte. In diesen "Kreisen" verkehrt man in der Reiterei nicht. Es ist das Exotische, das sie so anziehend findet. Diesbezüglich hatte sie schon immer eine besondere Ader, das habe ich erfahren dürfen.

Gute Nacht und vielen Dank

Save
Lieber Save

Ich habe mich gestern in Deinen Thread eingelesen und war sehr betroffen. Ich bin auch eine solche Tochter, die ihrem Vater vor 6 Jahren ähnlich grossen Kummer beschert hat. Beim Durchlesen Deiner Texte fühlte ich mich unvermittelt zurückversetzt in diese harte Zeit, es fröstelte mich richtiggehend. Deine Beiträge könnten diejenigen meines Vaters sein, ......(ich hab ihn gestern unmittelbar nachher angerufen und ihn "geherzt" übers Telefon...) Mich hat Dein Text wirklich sehr berührt...
Ich wünsche Dir, lieber Save, für den heutigen, für dich wohl rabenschwarzen Tag alles Gute und viel Kraft. Vielleicht findest Du genügend des Letzteren, Deiner Tochter ein Zeichen zu schicken, dass Du da bist für sie (die Idee mit dem Blumenstrauss ins SA finde ich auch gut...)... Es ist doch so, dass es für sie ein Freudentag sein sollte und ich bin sicher, dass sie nicht einfach so darüber hinweg sehen kann, dass DU, ihr Vater, nicht bei den "Feierlichkeiten" dabei bist,....Obwohl sie Dich ausgeladen hat.... Das wird sie sich jetzt und heute zwar nie und nimmer eingestehen können, sei es aus verletztem Stolz oder aus dem ganzen Zugzwang, den sie sich mit dieser fixen Idee selbst auferlegt hat (naja, der Gute ist ja jetzt physisch anwesend, da kann sie nicht mehr so einfach einen Rückzieher machen, alors Augen zu und jalla! so wars mindestens ansatzweise auch bei MIR), aber es schmerzt sie sicherlich ungemein, dass ihr Vater NICHT an "ihrem" grossen Tag dabei ist....

@Sterni
Mädel, wir verstehen uns, das ist klar und Du weisst, dass ich Dich und Dein jugendliches Ungestüm (nicht abwertend!) mag!
Zu Deinen Beiträgen hier: Ich kann die Verzweiflung von Save sehr gut nachvollziehen, weil ich wie erwähnt ein ultimatives Déjà-Vu hatte, wie ich seinen Eingangsbericht gelesen habe. Ich finde es wirklich sehr berührend, wie er hier aufrichtig einen "Seelenstrip" hinlegt und seine Traurigkeit, seine Hilflosigkeit ob der ganzen Situation ganz ehrlich beschreibt. Aufgrund meiner Erfahrung mit meinem Vater weiss ich, wie belastend diese Situation für Save sein muss. Ich war vor 6 Jahren genau so ignorant und stur wie seine Tochter (und eben auch unter diesem besagten Zugzwang), und mein Vater hat genauso gelitten! Heute bin ich mir bewusst, dass ER Recht hatte und ich bin ihm von Herzen dankbar (ich könnte, wenn ich das schreibe, HEULEN!!), dass er mir auch in den schwierigsten Zeiten beigestanden ist, obwohl er meine Pläne in keinster Art und Weise gutheissen konnte! Der langen Rede kurzer Sinn: Seine Ausführungen haben sicherlich nichts mit Überheblichkeit oder Ignoranz zu tun... Ok? :wink:

couscous
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von couscous » 05.03.2010, 09:07

Save hat geschrieben:Lieber(e) Kater Karlo,

Du hast exakt das dargestellt, was ich mit meinen Emotionen zuspitzte. Ich Danke dir. Natürlich werde ich meine Tochter niemals fallen lassen, ich werde ihr immer helfen.

In Bezug auf die Beziehung weiß ich aber definitiv, dass sie einen Deutschen Hilfsarbeiter, mit gleichem Bildungsstand niemals akzeptiert hätte. In diesen "Kreisen" verkehrt man in der Reiterei nicht. Es ist das Exotische, das sie so anziehend findet. Diesbezüglich hatte sie schon immer eine besondere Ader, das habe ich erfahren dürfen.

Gute Nacht und vielen Dank

Save
Save hat geschrieben:
Was ist nur aus 1001 geworden. Habe schon länger nicht mehr hier reingeschaut, weil mich dieses ständige Herumgezicke und das Abtauchen in den Untergrund (Nachrichten per PN) stört. Ich sehe, es hat sich nicht viel verändert.

Nun zu Dir lieber Save,
ohne Dir nahetreten zu wollen, Du sitzt m.E. wirklich auf einem hohen Ross und hast einen sehr ausgeprägten Standesdünkel. Der Reitsport, wie auch der Tennis- oder Segelsport, sind mittlerweile zum Volkssport geworden und ist nicht mehr der "Upper-Class" vorbehalten. Ich schreibe Dir das als langjährige aktive (Vereins-)Reiterin mit "Kamerad" Pferd.

Und ich schreibe Dir als eine 48jährige Frau, in deren Familie es nur so von Akademikern wimmelt, die akademischen Grade reichen dabei vom Dr. über Doppel-Dr. bis hin zum Prof. Und was glaubst Du, welche Tochter dieser Familie am glücklichsten in ihrem Leben geworden ist? Akademische Bildung ist keine Garantie für ein dauerhaftes Glück in einer 2er-Beziehung, zumindest sehe ich das in meiner Familie so. Sie alle sind an ihren eigenen Ansprüchen gescheitert.

Und ich als damaliges schwarzes Schaf, die gegen all diese Standesdünkel rebellierte und einen "Arbeiter" heiratete, habe es auf mittlerweile 27 schöne und nie bereute Ehejahre mit 2 nun fast erwachsenen Kindern gebracht. Meine Eltern haben nach einer Weile die tatkräftige und zupackende Art meines Mannes im Alltag schätzen und ihn als nicht studierten Menschen, auch lieben gelernt. Waren und sind wir beide doch der einzige Lichtblick in den sich häufenden Beziehungs-Katastrophen innerhalb unserer Familie.

Versuche es mal von einer anderen Seite zu sehen. Für mich ist Deine Tochter auf der Suche nach etwas, was Du ihr nicht vorgelebt hast, oder was sie nicht für erstrebenswert hält. Denn gewiss hast auch Du Dein Päckchen zu tragen, ist meine persönliche Meinung, weil Deine Ehe keinen Bestand hatte und auch bezüglich Deines Hinweises auf Deine eigene Beziehung zu Deinem Vater.

Gruß couscous
Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann.

Arabella
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Arabella » 05.03.2010, 09:24

Liebe Sternenregen,
dein junges Alter entschuldigt deine harten Worte.
hier ist ein Mann der Angst um das Schicksal seiner Tochter hat und um Rat gebeten hat!
Lies was ich hier schreibe und denke nach!

Lieber Save,
als ich deinen lebhaften Bericht las sind mir die Tränen gekommen.
Ich will nun etwas schreiben,das ich so noch nie aus mir heraus kommen habe lassen.
Aber ich denke ich bin nun soweit und ein Stück weit habe ich das dir zu verdanken!

Vor vielen Jahren habe ich gegen den Willen meines Vaters einen Nigerianer geheiratet und 2 Kinder von ihm bekommen.
Der Mann war hier Asylsuchender mit einem falschen Pass und ich hatte mich unsterblich verliebt und war bereits schwanger mit unserem ersten Kind.
Ich kam nach Hause und teilte meinen Eltern mit, dass ich diesen Mann heiraten werde und das Kind auf die Welt bringen werde.
Meine Mutter war geschockt, aber nach längerer Zeit bereit für mich da zu sein.
Mein Vater machte mir klar er könne das Kind akzeptieren aber den Mann nicht, da ich in mein Unglück rennen würde.
Mein Vater bekam tiefste Depressionen und es gab eine Zeit da wollte er sich umbringen....wegen mir!
Dies hielt mich alles nicht davon ab mich in mein Unglück zu stürzen.
Wir flogen heimlich nach Nigeria, ich schwanger .
Wir heirateten standesamtlich und ich flog alleine nach Hause zurück.
Ca. eine Jahr später, unser Kind war bereits auf der Welt, fand endlich die Familienzusammenführung statt.
Dazwischen lagen Monate des Bangens und mit anwaltlicher Hilfe schaffte ich es schliesslich dass ich meinen Nigerianer zu Hause in die Arme schliessen konnte.
Erst da erfuhren meine Eltern dass wir bereits geheiratet hatten und ich lud zur kirchlichen Trauung ein.

Meine Mutter erschien, mein Vater nicht . Er hatte sich komplett von mir abgewandt.
Ich bat meinen Mann mir immer zur Seite zu stehen und für mich da zu sein, denn dass sich mein Vater von mir abgewandt hatte brach mir das Herz.
Er versprach mir Hilfe und so heirateten wir kirchlich, auf seinen Wunsch!
Immer und immer wieder sagte er mir , dass ich dich kirchlich heirate zeigt dir, dass ich es ernst meine.
Jedoch Kleinigkeiten liessen mich schaudern.
Meinen Hochzeitsstrauß suchte ich mir selber aus, da er nicht willig war mitzukommen, als ich ihn bat ihn für mich abzuholen, da noch so viele Vorbereitunegen nötig waren , verlangte er das Geld von mir für die Blumen
Damals dachte ich mir noch, gut er hat nicht viel Geld zur Zeit, aber bezahlt habe rundum alles ich .

Die Hochzeit war klein und recht schön, bis auf eine seltsame Kälte die von meinem Mann ausging.
Aber ich vermisste meinen Vater an diesem so wichtigem Tag für mich.
Es folgten viele schwere Ehejahre und ein Grund es aufrecht zu erhalten war für mich es meinem Vater beweisen zu wollen, dass es klappen kann.
So spielte ich über viele Jahre auch meiner Mutter Harmonie vor, dabei war ich dabei kaputt zu gehen.
Der Mann war ein Bezzie und nutze mich aus. Damals wusste ich gar nichts davon, aber von Jahr zu Jahr merkte ich mehr und mehr wie ich mich selbst verliere.

Irgenwann brach alles zusammen und immer wieder kündigte ich meinem Mann die Trennung an, zog mich aus dem gemeinsamen Schlafzimmer zurück.
Alles endete ,dass mein Mann ausflippte und eine Nacht des Grauens folgte
Am nächsten Tag rief ich meine Mutter an , dass sie sich um die Kinder kümmert und ging zum Anwalt.
Das Türschloss wurde gewechselt und am Abend stand mein Mann vor verschlossener Tür.
Er rief die Polizei, ich liess die Polize herein erzählte die Übergriffe meines Mannes in der Nacht und dass ich aus Sicherheitsgründen das Schloss gewechselt habe und auf Anraten meines Anwaltes.

Nun sind 5 Jahre vergangen nach der Tennung, mit unendlichen Gerichtsprozessen und eine weiter schlimme Zeit mussten meine Kinder und ich durchmachen.
Mein Vater stand nie an meiner Seite und das befürchtete "siehste ich habe es gewusst" kam natürlich sofort.
Unser Verhältnis ist schlecht, sehr schlecht und ich leide weiterhin darunter.

Deshalb meine Bitte an dich:
Akzeptieren wirst du ihre Entscheidung müssen und unendliches Bohren hilft nicht.
Doch stehe bitte deiner Tochter immer zur Seite und lass sie wissen egal was kommt, du bist für sie da!
Entspanne dich, denn nichts kann so schlimm werden, wenn du für deine Tochter mit Liebe da bist!

Danke für deinen Anstoss mein Herz endlich erleichtern zu können!
Es geht mir jetzt auch etwas besser!
LG Arabella
Ganz gleich wie beschwerlich das Gestern war-
du kannst im Heute stets neu beginnen !

Chika

Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Chika » 05.03.2010, 09:37

couscous hat geschrieben:Was ist nur aus 1001 geworden. Habe schon länger nicht mehr hier reingeschaut, weil mich dieses ständige Herumgezicke und das Abtauchen in den Untergrund (Nachrichten per PN) stört. Ich sehe, es hat sich nicht viel verändert.

genau das frage ich mich jetzt nun nach dem ff. Beitrag von Dir auch! Wenn mein kleiner Sternenregen mit ihrem bekannten Temperament und aus einem ersten Impuls heraus einen solchen Angriff startet, ist das eines (ich lasse das bewusst im Raum stehen..), jetzt aber dies zu lesen von einer "gestandenen" Frau, da muss ich mich wie gesagt fragen.... ! Man hats schon treffend gesagt, nach einer Person wie Save, die in einer solchen Lage ist und bereits am Boden liegt, noch zu treten, das ist meiner Meinung nach SEHR FIES!
couscous hat geschrieben:Nun zu Dir lieber Save,
ohne Dir nahetreten zu wollen, Du sitzt m.E. wirklich auf einem hohen Ross und hast einen sehr ausgeprägten Standesdünkel. Der Reitsport, wie auch der Tennis- oder Segelsport, sind mittlerweile zum Volkssport geworden und ist nicht mehr der "Upper-Class" vorbehalten.
Ich glaube aus den Beiträgen von Save rauslesen zu können, dass es ihm keine Probleme bereiten würde, wenn seine Tochter sich für einen NICHTakademiker entscheiden würde, der zumindest einen annähernd ähnlichen KULTURELLEN Hintergrund hat!
couscous hat geschrieben: Versuche es mal von einer anderen Seite zu sehen. Für mich ist Deine Tochter auf der Suche nach etwas, was Du ihr nicht vorgelebt hast, oder was sie nicht für erstrebenswert hält. Denn gewiss hast auch Du Dein Päckchen zu tragen, ist meine persönliche Meinung, weil Deine Ehe keinen Bestand hatte und auch bezüglich Deines Hinweises auf Deine eigene Beziehung zu Deinem Vater.
Tatsache ist, dass wir alle weder SAVE noch seine Tochter geschweige denn den Tunsi kennen....Fakt ist aber auch, dass die Beziehung der Tochter mit dem Tunsi einem gewissen Raster entspricht und wir als Direktbetroffene entsprechend sensibilisiert sind dafür, jenes zu erkennen! Das verbalisierte Gefühlsleben von Save hier aber so anzuprangern, finde ich generell absolut unpassend und in der zitierten Version von Couscous ist es meiner Meinung nach sogar richtig FIES!

Couscous, ich kann nachvollziehen, was Du ausdrücken wolltest. Meiner Meinung nach kann aber Deine Geschichte NICHT mit derjenigen von Save's Tochter verglichen werden!
Zuletzt geändert von Chika am 05.03.2010, 09:47, insgesamt 1-mal geändert.

Chika

Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Chika » 05.03.2010, 09:44

Arabella hat geschrieben:Liebe Sternenregen,
dein junges Alter entschuldigt deine harten Worte.
hier ist ein Mann der Angst um das Schicksal seiner Tochter hat und um Rat gebeten hat!
Lies was ich hier schreibe und denke nach!

Lieber Save,
als ich deinen lebhaften Bericht las sind mir die Tränen gekommen.
Ich will nun etwas schreiben,das ich so noch nie aus mir heraus kommen habe lassen.
Aber ich denke ich bin nun soweit und ein Stück weit habe ich das dir zu verdanken!

Vor vielen Jahren habe ich gegen den Willen meines Vaters einen Nigerianer geheiratet und 2 Kinder von ihm bekommen.
Der Mann war hier Asylsuchender mit einem falschen Pass und ich hatte mich unsterblich verliebt und war bereits schwanger mit unserem ersten Kind.
Ich kam nach Hause und teilte meinen Eltern mit, dass ich diesen Mann heiraten werde und das Kind auf die Welt bringen werde.
Meine Mutter war geschockt, aber nach längerer Zeit bereit für mich da zu sein.
Mein Vater machte mir klar er könne das Kind akzeptieren aber den Mann nicht, da ich in mein Unglück rennen würde.
Mein Vater bekam tiefste Depressionen und es gab eine Zeit da wollte er sich umbringen....wegen mir!
Dies hielt mich alles nicht davon ab mich in mein Unglück zu stürzen.
Wir flogen heimlich nach Nigeria, ich schwanger .
Wir heirateten standesamtlich und ich flog alleine nach Hause zurück.
Ca. eine Jahr später, unser Kind war bereits auf der Welt, fand endlich die Familienzusammenführung statt.
Dazwischen lagen Monate des Bangens und mit anwaltlicher Hilfe schaffte ich es schliesslich dass ich meinen Nigerianer zu Hause in die Arme schliessen konnte.
Erst da erfuhren meine Eltern dass wir bereits geheiratet hatten und ich lud zur kirchlichen Trauung ein.

Meine Mutter erschien, mein Vater nicht . Er hatte sich komplett von mir abgewandt.
Ich bat meinen Mann mir immer zur Seite zu stehen und für mich da zu sein, denn dass sich mein Vater von mir abgewandt hatte brach mir das Herz.
Er versprach mir Hilfe und so heirateten wir kirchlich, auf seinen Wunsch!
Immer und immer wieder sagte er mir , dass ich dich kirchlich heirate zeigt dir, dass ich es ernst meine.
Jedoch Kleinigkeiten liessen mich schaudern.
Meinen Hochzeitsstrauß suchte ich mir selber aus, da er nicht willig war mitzukommen, als ich ihn bat ihn für mich abzuholen, da noch so viele Vorbereitunegen nötig waren , verlangte er das Geld von mir für die Blumen
Damals dachte ich mir noch, gut er hat nicht viel Geld zur Zeit, aber bezahlt habe rundum alles ich .

Die Hochzeit war klein und recht schön, bis auf eine seltsame Kälte die von meinem Mann ausging.
Aber ich vermisste meinen Vater an diesem so wichtigem Tag für mich.
Es folgten viele schwere Ehejahre und ein Grund es aufrecht zu erhalten war für mich es meinem Vater beweisen zu wollen, dass es klappen kann.
So spielte ich über viele Jahre auch meiner Mutter Harmonie vor, dabei war ich dabei kaputt zu gehen.
Der Mann war ein Bezzie und nutze mich aus. Damals wusste ich gar nichts davon, aber von Jahr zu Jahr merkte ich mehr und mehr wie ich mich selbst verliere.

Irgenwann brach alles zusammen und immer wieder kündigte ich meinem Mann die Trennung an, zog mich aus dem gemeinsamen Schlafzimmer zurück.
Alles endete ,dass mein Mann ausflippte und eine Nacht des Grauens folgte
Am nächsten Tag rief ich meine Mutter an , dass sie sich um die Kinder kümmert und ging zum Anwalt.
Das Türschloss wurde gewechselt und am Abend stand mein Mann vor verschlossener Tür.
Er rief die Polizei, ich liess die Polize herein erzählte die Übergriffe meines Mannes in der Nacht und dass ich aus Sicherheitsgründen das Schloss gewechselt habe und auf Anraten meines Anwaltes.

Nun sind 5 Jahre vergangen nach der Tennung, mit unendlichen Gerichtsprozessen und eine weiter schlimme Zeit mussten meine Kinder und ich durchmachen.
Mein Vater stand nie an meiner Seite und das befürchtete "siehste ich habe es gewusst" kam natürlich sofort.
Unser Verhältnis ist schlecht, sehr schlecht und ich leide weiterhin darunter.

Deshalb meine Bitte an dich:
Akzeptieren wirst du ihre Entscheidung müssen und unendliches Bohren hilft nicht.
Doch stehe bitte deiner Tochter immer zur Seite und lass sie wissen egal was kommt, du bist für sie da!
Entspanne dich, denn nichts kann so schlimm werden, wenn du für deine Tochter mit Liebe da bist!

Danke für deinen Anstoss mein Herz endlich erleichtern zu können!
Es geht mir jetzt auch etwas besser!
LG Arabella
:( :(

Ich kann Dir nachfühlen, Arabella!
Und wie gesagt, ich werde das meinem Vater NIE vergessen, dass er mir nicht das ominöse "ich habs Dir ja gesagt..." an den Kopf geknallt hat sondern mir ohne WENN UND ABER beisteht! Jetzt hab ich schon wieder Tränen in den Augen!

Arabella
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Arabella » 05.03.2010, 09:51

Liebe Chika,
das ist so viel wert!
Manchmal muss man die Tränen rollen lassen.
Ganz liebe Grüße Arabella
Ganz gleich wie beschwerlich das Gestern war-
du kannst im Heute stets neu beginnen !

Chika

Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Chika » 05.03.2010, 09:55

Chika hat geschrieben:
Kater Karlo hat geschrieben:Ein Standesbewußtsein muß man sich leisten können und hat man sich meist auch erarbeitet.

Wenn Du Dich mit den Sorgen des Vaters nicht auseinandersetzen willst oder versuchen, zu verstehen, was sein Anliegen ist, dann kannst Du einfach auch ausnahmsweise zu einem Thema keinen Kommentar abgeben.

KK
Liebe KK, das ist jetzt evtl ein bisschen OT aber dazu kam mir ganz spontan ein anderes Forum-Mitglied in den Sinn, das in den letzten Tagen quer-thread-ein überall etwas zu sagen hat (und m.E. auch nicht immer über alle Zweifel erhaben ist...) :wink:

Da ist mir Sterni viel lieber!

Gruss, C

Chika

Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Chika » 05.03.2010, 09:57

Arabella hat geschrieben:Liebe Chika,
das ist so viel wert!
Manchmal muss man die Tränen rollen lassen.
Ganz liebe Grüße Arabella
Liebe Arabella
Das stimmt... Aber ich bin grad momentan sehr überfordert... und kann meinen Vater nicht erreichen, der ist bei der Arbeit (steht wohl grad vor einer Deutschklasse...) :-(
Liebe Grüsse
C

Edda
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Edda » 05.03.2010, 10:00

Wo steht denn hier, dass der TE am Boden liegt? Seine Tochter heiratet einen Mann, der ihm nicht passt, das ist alles. Das kommt auf der Welt tausendfach vor. Es ist niemand gestorben.


"Er war in Tunis im Geothe-Institut und hat den A1.
Wenn ich doch nur wüßte welches Ansinnen dahinter steht, meint er es mit xxx doch ehrlich? Aber dann habe ich auch noch Bedenken, der Bildungsunterschied ist doch zu groß. Was wird, wenn das sexuelle Empfinden nachläßt und andere Emotionen greifen müssen, dann muss man, wie My sagt, auf Augenhöhe sein. Da reicht aber soziale Kompetenz
allein nicht mehr aus. Wir waren vor Weihnachten in der Oper, mit Mama. "La Fete" von Jean-Philippe Rameau. Eine Tanzoper, Barockmusik, also Eunuchenfalzet und Modernes gemischt. Das einzige das er verstanden hatte war der avandgardistische Tanz, und da nur die fantastischen Bewegungen. Vestehst Du nun, was ich meine? Das hat mit Überheblichkeit nichts zu tun, das sind Fakten.
So für heute ist Schluß.
"

Ich finde auch, das ist Standesdünkel pur. Offenbar ist der Tochter die Herkunft ihres Zukünftigen egal, und das ist ihr gutes Recht. Wie es ausgehen wird, weiß hier niemand. Ich kann hier von Seiten des TE nur Vorverurteilungen lesen, und ich finde, das darf man auch sagen. Oder müssen hier alle in einem Chor singen?

lg Edda
Zuletzt geändert von Edda am 06.03.2010, 20:23, insgesamt 1-mal geändert.

Arabella
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Arabella » 05.03.2010, 10:00

Wenn du jemanden zum reden brauchst, Chika, gerne per PN.
Ich habe Urlaub und Zeit, aber deinen Vater kann natürlich niemand ersetzten.
Ich hoffe für dich am Nachmittag erreichst du ihn
LG Arabella
Ganz gleich wie beschwerlich das Gestern war-
du kannst im Heute stets neu beginnen !

Chika

Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Chika » 05.03.2010, 10:03

Arabella hat geschrieben:Wenn du jemanden zum reden brauchst, Chika, gerne per PN.
Ich habe Urlaub und Zeit, aber deinen Vater kann natürlich niemand ersetzten.
Ich hoffe für dich am Nachmittag erreichst du ihn
LG Arabella
Liebe Arabella
Tausend Dank für Deinen Text, und Dein Angebot! Wow! Jetzt sinds wieder Tränen, aber jene der Rührung! :wink:
Ich hab ihn mittlerweile gehört, und konnte ihm einfach nochmals schnell Danke sagen! ouf! :wink:


DANKE
Ganz viele Grüsse
C

Micky1244
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Micky1244 » 05.03.2010, 10:06

Edda hat geschrieben:
Offenbar ist der Tochter die Herkunft ihres Zukünftigen egal, und das ist ihr gutes Recht. Wie es ausgehen wird, weiß hier niemand.

lg Edda
Wie Beziehungen zu Beznessern ausgehen, haben hier allerdings viele Frauen beschrieben.
Liebe Grüße, Micky


"Lass uns angeln gehen", sagte der Haken zum Wurm.
Isaiah Berlin: Die Freiheit der Wölfe ist der Tod der Lämmer.

Arabella
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Arabella » 05.03.2010, 10:07

Das freut mich, dass du deinen Vater erreichen konntest!
Hätte ich gerne gemacht.
Aber so ist es jetzt besser!
LG Arabella
Ganz gleich wie beschwerlich das Gestern war-
du kannst im Heute stets neu beginnen !

Edda
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Re: Hilfe, meine Tochter heiratet einen Tunesier

Beitrag von Edda » 05.03.2010, 10:13

Micky1244 hat geschrieben:
Edda hat geschrieben:
Offenbar ist der Tochter die Herkunft ihres Zukünftigen egal, und das ist ihr gutes Recht. Wie es ausgehen wird, weiß hier niemand.

lg Edda
Wie Beziehungen zu Beznessern ausgehen, haben hier allerdings viele Frauen beschrieben.

Ob das in dem Fall auch so sein wird, kann aber aufgrund der spärlichen Information trotzdem keiner sagen.

Der Tochter wünsche ich von Herzen, dass alles gut wird und sie nicht enttäuscht wird.

Der Überheblichkeit des Vaters allerdings tut ein kleiner Dämpfer wohl ganz gut, ganz ehrlich. Tut mir leid, mit solcher Arroganz habe ich nicht viel Mitleid.

lg Edda

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