Liebe Baquiba,
Du warst weder dumm noch naiv. Es ist keine Schwäche, wenn man zu echten, tiefen Gefühlen fähig ist und sich Gedanken um das Wohlergehen eines anderen Menschen macht.

es zeugt eher von Stärke.
Du fragst dich, wie ein Mensch so kalt und berechnend sein kann... Ich kenne das auch gut. Ich konnte nicht fassen, dass meiner, der so lieb und um mich besorgt war, so eiskalt sein konnte. Meiner war kein Bezzie... Wenn du magst, meine Geschichte steht im Ehebetrug Deutschland Forum.
Auch ich kenne noch diese Freude, wenn eine Nachricht kommt oder das Telefon klingelt. Es ist wie eine Droge... Der Tag war gerettet, alles war gut. NIE hätte ich damals geglaubt, dass mein lieber, netter Kerl spät in der Nacht, wenn ich glücklich eingeschlafen war, online nach anderen Frauen suchte. Quasi schon nach neuen Opfern Ausschau hielt. Meine Hand hätte ich damals für den Möchtegern-Casanova ins Feuer gelegt

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Ich habe ihn damals von meiner Freundesliste geworfen und sein Profil nicht mehr aufgerufen. Blockieren ging bei Myspace glaube ich nicht. Du kannst ihn blockieren, auch wenn du denkst, jetzt geht es noch nicht - tu es besser doch. Du lässt ihm sonst ein Fenster offen, und vielleicht findet er eines Tages genau den richtigen Satz, der dir tief ins Herz dringt. Selbst wenn du dann nicht schwach wirst (du machst das bisher prima mit der Abstinenz) tut es doch wieder weh und wirft dich vielleicht zurück in deinem Abnablungsprozess.
Manche Menschen haben zwei Gesichter, sagt mein Freund immer, und da hat er recht. Deiner gehört mit Sicherheit dazu, meiner tat es auch. Schauspiellehrer war er, und daher konnte er seine Rolle als lieber Kerl so hervorragend spielen. Man steht dann ganz fassungslos da, wenn das wahre Gesicht zum Vorschein kommt und es sich als teuflische Fratze entpuppt... Foltere dich nicht mit der Frage, ob er doch ein Lieber ist. Das ist sehr unwahrscheinlich
Wahrscheinlich wirst du nach den 300 Geschichten mehr Abstand haben. Hoffentlich gehts dir dann schon besser
Liebe Grüße
Chikara
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. Francis Picabia