Zum Thema Bezness haben die Anderen ja schon alles geschrieben... Du bist an ein ganz typisches Exemplar geraten.
Ich bin immer ein Freund klarer Worte, auch wenn das manchmal etwas "zu direkt" ist.
Mir fallen bei deiner Geschichte ein paar Sachen auf. Du möchtest gerne (wieder) nach Ägypten reisen, hast aber wirklich grosse Angst davor. Wir sollen jetzt hier Tips geben, was Du machen kannst, damit Du sicher bist. Du kommst mit kreativen Ideen, die in meinen Augen alle etwas "spinnert" sind. Spinnert deshalb, weil sowas wie Haare färben/Abschneiden Dir eher am Flughafen mit dem Pass Probleme machen könnte als ihn abhalten. Wenn dein Name in irgendwelchen Hotellisten auftaucht, würde das im Falle eines Falles doch für ihn und eine Email von "Kollegen" völlig ausreichen- oder willst du deinen Namen auch ändern?

Solche Versteckspielchen sind doch Quatsch, und das ist doch kein entspannter Urlaub, wenn man sich ständig bedroht fühlt. Ich halte die Gefahr bei einem weit entfernten Hotel zwar für gering, aber es geht nicht um mich, sondern um Dich und was Du empfindest.
Wenn Du Angst hast -und das kann ich gut verstehen- dann gibt es eine ganz einfache Lösung: Nicht dort hin fliegen. Das heisst ja nicht, dass Du niemals nicht die Pyramiden sehen wirst oder was auch immer, sondern dass Du erstmal hier zur Ruhe kommst, diese Geschichte verdaust, und deine Ägyptenpläne einfach verschiebst, bis Du bezüglich dieser Geschichte wieder klar denken kannst und deine ganzen Emotionen sortiert hast. Du machst auf mich gerade den Eindruck, dass du etwas durcheinander bist -eine Mischung aus Verliebtheit, Selbstzweifeln, Selbstvorwürfen ("schon wieder reingefallen"), Sehnsüchten und Angst. Ich rate Dir dringend, das nicht mit einer weiteren Reise und neuen "Männern" (dein "Ruhepol" bei deiner letzten Reise) zu übertünchen, sondern da mal genauer hinzuschauen. Dazu ist das Forum sicher nicht der richtige Ort, bzw. halte ich das nicht für ausreichend. Beznesser haben ein unheimliches Gespür für die Probleme, Komplexe und Sehnsüchte ihrer anvisierten Opfer, und die Gefahr ist gross, dass der nächste Typ es ausnutzt, dass Du gerade etwas neben der Spur bist.
Die Ausrede "Ich bin ein kleiner Trotzkopf und lasse mich von niemandem abhalten" lasse ich nicht gelten. Das kann mir eine 13jährige erzählen, aber nicht eine gestandene Frau von 47 Jahren. Du bist kein "Naivchen", kein kleines Mädchen, das mit dem Kopf durch die Wand muss, und Tips braucht, wie die Wand nicht ganz so hart ist. Du bist nämlich sehr wohl zu etwas zu überreden, der Typ hat Dich ja schon ordentlich bearbeitet. So, und nun lass Dich doch mal von uns, die wir keine finanziellen Interessen haben, und wirklich wohlmeinend sind, zu ein paar echten, wirksamen Schritten überreden. Nicht Maskerade, nicht irgendwelche Ideen, um die Wand zu polstern.
Ich würde folgende Schritte empfehlen:
1. absoluten Kontaktabbruch. Telefonnummer wechseln, Social Media Profile schliessen, Emails ungelesen löschen (oder meinetwegen ungelesen irgendwo im Festplattennirvana abspeichern)
2. nicht nach Ägypten oder artverwandte Beznessbrutstätten reisen (=diese Reisen verschieben), am Besten erstmal gar nicht mehr vor den Problemen wegfahren. Vielleicht noch an die Ostsee oder Nordsee, wenn du es gar nicht aushälst
3. emotional wieder festen Boden unter den Füssen kriegen. Das betrifft für mich -so wie ich das hier lese- sowohl die akuten Probleme (Liebeskummer, irrationale Anteile der Ängste, "klare Sicht gewinnen"), als auch das, was im Hintergrund/Untergrund noch so wabert (Unzufriedenheit mit dem Körper, sich nicht begehrenswert fühlen, sich als "Naivchen" sehen/darstellen etc.). Es gibt nämlich durchaus auch Männer, die kräftiger gebaut sind, und sehr viele Männer, denen die Körpermaße egal sind. Und damit meine ich nicht die Beznesser, die das Ganze nur vorspielen, sondern unzählige Männer, die Montserrat Caballe zu Füssen lagen.
Denn wenn wir das Ganze mal von allem Drumherum befreien, ist es doch ganz durchschaubar:
a) Entweder nach Ägypen fliegen und mit der Angst leben, oder
b) sich erstmal um die Angst und was da noch so dranhängt kümmern und später unbeschwert(er) nach Ägypten düsen.
Für b) gibt es Schritte 1-3, und wenn das zu aufwendig ist, oder die Gründe/Aufwand das nicht zu tun grösser als die Angst/Probleme/Leidensdruck sind, dann ist es doch auch gut- denn dann heisst das ja, dass die Angst/Probleme anderweitig mit weniger Aufwand zu lösen sind.
Wie gesagt, klare (aber immer herzliche gemeinte!) Worte- dafür bin ich hier im Forum berüchtigt.

„Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein grosser Glücksfall.“ Dalai Lama