Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

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Justicia

Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von Justicia » 11.10.2019, 22:43

Danke für deine Hinweise, liebe Karima.

Ich hoffe sehr, dass das Internet dazu beiträgt, über Bezness aufzuklären. Es trägt ja auch dazu bei, Bezness zu erleichtern. In meinem Umfeld ist es wirklich jedem ein Begriff. Das kann aber auch an unseren Themen liegen.
Ob ich den Begriff schon kannte als ich vor zehn Jahren hier angefangen habe zu lesen, weiß ich gar nicht mehr. Definitiv kannte ich aber nicht all die ganzen Auswirkungen. Mittlerweile begegnen mir sowohl im Internet als auch im rl Aufklärungsversuche. Zwar immer noch zu wenig, aber jeder einzelne Artikel ist wertvoll.

Liebe HowAreYou, du hast es sehr gut formuliert. Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen. Der Beznesser sagt nicht "Es ist deine Entscheidung..." und handelt auch nicht so. Stattdessen sieht er es als selbstverständlich an, dass er entscheidet. Sie schaffen es durch Dreistigkeit, die wir uns niemals erlauben würden, die Betroffenen dazu zu bringen, es am Ende als ihre Entscheidung anzusehen.

Ich würde wirklich so gerne mal Zahlen erfassen. Wie viel Prozent der alleinreisenden Frauen mittleren Alters halten nach so einem Urlaub wie hier besprochen den Kontakt? Für wie lange, haben sie vorher damit gerechnet, kennen sie Betrug durch Bezness usw.
Vom Forschungsdesign wäre das auch gar nicht so kompliziert, ließe sich quantitativ gut umsetzen ... :lol: wenn Hotels/Reisegesellschaften mitspielen würden :lol:

karima66
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von karima66 » 12.10.2019, 10:39

Es sind ja nicht nur alleinreisende Frauen, es passiert ja auch nicht so selten, dass Frau obwohl mit Partner im Urlaub angebaggert wird und dann wieder Zuhause den Kontakt hält, heimlich oder offen.

Mir ist noch ein Gedanke gekommen, ich mag damit durchaus falsch liegen, aber ich glaube, dass Frauen die jung geheiratet haben, früh Kinder bekommen und dann sich nur um Familie gekümmert haben, sich selbst oft zurück genommen, dann nach 20 Jahren oder so getrennt, geschieden, eher reinfallen, weil sie vorher nie Zeit für sich hatten, gar nicht so bemerkt haben wie sehr sie vermissten auch mal umsorgt zu werden u.ä. und dann offenherziger, vertrauensvoller auf die Männer zu gehen und alles glauben.
Während Frauen die viele Brüche im Beziehungsleben hatten, dazwischen immer mal Singelzeiten und dabei viele Erfahrungen mit Männern machen mussten eher misstrauischer sind, wissen, dass man verar...t werden kann, dass es nicht nur nette, ehrliche Männer gibt.
Natürlich fallen auch diese drauf rein, aber vielleicht nicht so schnell bzw. steigen früher aus, schaffen es besser zu verarbeiten, haut sie nicht so um.

HowAreYou
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von HowAreYou » 12.10.2019, 11:24

Julija hat geschrieben:
11.10.2019, 22:43

Ich würde wirklich so gerne mal Zahlen erfassen. Wie viel Prozent der alleinreisenden Frauen mittleren Alters halten nach so einem Urlaub wie hier besprochen den Kontakt? Für wie lange, haben sie vorher damit gerechnet, kennen sie Betrug durch Bezness usw.
Vom Forschungsdesign wäre das auch gar nicht so kompliziert, ließe sich quantitativ gut umsetzen ... :lol: wenn Hotels/Reisegesellschaften mitspielen würden :lol:
Viele ......... sehr viele, vor allem weil auch hier unsere Sozialisation .........

Whats up ist ja ein Paradies für Bezzies. Die meisten haben das eigene Foto und den eigenen Namen im Profil - das ist für den Bezzie wie ein Katalog, er muss sich nichts merken, sondern nur noch an die Telefonnummer kommen. Und was das geht meistens ganz einfach. Einladung zum Tee/Kaffee ein wenig nettes Geplauder und dann je nach Reaktion des Gegenübers, das Angebot irgendeine kulturelle oder typisch Einheimische Erfahrung zu machen (würde Bezzness diese Kriterien nicht auch erfüllen) oder wenn die Dame auf leichtes Anmachen schon reagiert, dann eben eine Einladung sich später zu treffen. Und wir sind so blöd uns ohne Probleme im Katalog aufnehmen zu lassen. Er muss nicht mehr im ersten Urlaub zum Erfolg kommen, sondern kann die Strategie auf Zeit anlegen.

Ich falle ja in die Opferkatagorie: Sex, alles andere ist Bonus. Das macht es für mich einfacher das Spiel zu durchschauen, weil das kennen wir aus Europa - die Art der Anmache und auch die biochemischen Reaktionen und die nonverbale Sprache - das haben die meisten in ihrer Jugend bereits gelernt.

Aus meiner Erfahrung könnte ich jeden Abend mindestens 20 Telefonnummern einsammeln und da man ja auch wählerisch ist, würde ich sagen, dass jeden Abend mindestens zwei dabei sind, die zumindest optisch und verbal ein Interesse wecken könnten, hier ein näheres Kennenlernen zuzulassen. Das lässt sich also hochrechnen, 10 Tage Ägypten - 1-2 Kandidaten jeden Abend, also zwischen 10 und 20 potenzielle Bezzies. Allerdings gebe ich meine Nummer nicht mehr raus, so schön können die Augen gar nicht sein.
Aber ich bin auch schon in Situationen gekommen, wo mich Bezzie (Verkäufer) eingeladen hat mir seine Frau und Kinder essen zu gehen. Der hat natürlich meine Nummer bekommen und ich war mit Bezzie, Frau und Kindern essen. Nach meiner Abreise wurde der Kontakt allerdings schnell zu Herzchenhotline - gesperrt und gut. Aber das ist meiner Meinung schon harter Tobak.

Kommen wir zurück auf die 10-20 Kandidaten denen ich theoretisch unbefangen meine Nummer gegeben hätte, wenn ich unerfahren in diesem Thema wäre und vor allem ehrlich genug zu mir selber bin. Ja, ich sehe jünger aus und ja, ich sehe gut aus - aber ich würde auch hier keine Mitzwanziger nehmen, weil jegliche Grundlage für eine Beziehung fehlen wurde und die mich in der Regel und vor allem nüchtern niemals ansprechen würden.
Wünsch dir kein Rhinozeros, wenn du keinen großen Hinterhof hast.

HowAreYou
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von HowAreYou » 12.10.2019, 11:38

karima66 hat geschrieben:
12.10.2019, 10:39
Während Frauen die viele Brüche im Beziehungsleben hatten, dazwischen immer mal Singelzeiten und dabei viele Erfahrungen mit Männern machen mussten eher misstrauischer sind, wissen, dass man verar...t werden kann, dass es nicht nur nette, ehrliche Männer gibt.
Gute Idee karima,

ich denke es geht um die Vergleichsmasse, die hier zur Verfügung steht. Nach mehreren Beziehungen und Kennenlernphasen kann frau vielleicht besser einschätzen, was sich im Bereich Standard befindet und was außerhalb liegt, und somit direkt verdächtig bzw. ein persönliches NoGo ist.

Ich weiß nicht, inwieweit es hier gewünscht ist bzw. gern gesehen wird, wenn auf das Thema Sex eingegangen wird. Falls es also nicht gewünscht ist, diesen Teil bitte löschen.
Mir ist da etwas sehr merkwürdiges unangenehm aufgefallen mit der Zeit. Herr Bezzie beobachtet Frau beim Sex und zwar nicht mit 'verliebten' bzw. gierigen Blick, sondern eher in richtig - erfülle ich die Erwartungen und wann ist Frau befriedigt. Bezzie kann sich nicht wirklich fallen lassen. Der Sex läuft von seiner Seite unglaublich kontrolliert ab. So funktioniert aber meiner Erfahrung nach kein Mann jeden Abend. Es ist ein Gefühl wie beim Lieblingsitaliener, man bestellt sein 3-Gänge Lieblingsmenue und Toni guckt und fragt nach jedem Gang, ob es gut war und man zufrieden ist.
Mich hat es irritiert, weil dieses sich-nicht-fallen-lassen vor allem anstrengend ist, weil auch Frau nicht jeden Tag gleich ist und auch nicht die gleichen Bedürfnisse hat. So ab den dritten Abend warf es mehr Fragen als Antworten auf und erzeugte auch ein Störgefühl bzw. eine Ungleichgewicht in meiner Gefühlswelt. Weil es in mir ein Gefühl von 'ihn benutzen' erzeugte. Er hatte zwar am Ende auch einen Erguss, aber es fehlt die Aura von Befriedigung und Spaß/Genuss von seiner Seite.
Wünsch dir kein Rhinozeros, wenn du keinen großen Hinterhof hast.

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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von Cimmone » 12.10.2019, 11:48

HowAreYou hat geschrieben:
12.10.2019, 11:38
karima66 hat geschrieben:
12.10.2019, 10:39
Während Frauen die viele Brüche im Beziehungsleben hatten, dazwischen immer mal Singelzeiten und dabei viele Erfahrungen mit Männern machen mussten eher misstrauischer sind, wissen, dass man verar...t werden kann, dass es nicht nur nette, ehrliche Männer gibt.
Ich weiß nicht, inwieweit es hier gewünscht ist bzw. gern gesehen wird, wenn auf das Thema Sex eingegangen wird. Falls es also nicht gewünscht ist, diesen Teil bitte löschen.
Mir ist da etwas sehr merkwürdiges unangenehm aufgefallen mit der Zeit. Herr Bezzie beobachtet Frau beim Sex und zwar nicht mit 'verliebten' bzw. gierigen Blick, sondern eher in richtig - erfülle ich die Erwartungen und wann ist Frau befriedigt. Bezzie kann sich nicht wirklich fallen lassen. Der Sex läuft von seiner Seite unglaublich kontrolliert ab. So funktioniert aber meiner Erfahrung nach kein Mann jeden Abend. Es ist ein Gefühl wie beim Lieblingsitaliener, man bestellt sein 3-Gänge Lieblingsmenue und Toni guckt und fragt nach jedem Gang, ob es gut war und man zufrieden ist.
Mich hat es irritiert, weil dieses sich-nicht-fallen-lassen vor allem anstrengend ist, weil auch Frau nicht jeden Tag gleich ist und auch nicht die gleichen Bedürfnisse hat. So ab den dritten Abend warf es mehr Fragen als Antworten auf und erzeugte auch ein Störgefühl bzw. eine Ungleichgewicht in meiner Gefühlswelt. Weil es in mir ein Gefühl von 'ihn benutzen' erzeugte. Er hatte zwar am Ende auch einen Erguss, aber es fehlt die Aura von Befriedigung und Spaß/Genuss von seiner Seite.
Auch Sex gehört zum Job der Beznesser. Und wervkann sich während der Arbeit schon fallen lassen? Da muss immer Mal aufgepasst werden, ob alles richtig und zur Zufriedenheit des Klientels oder Chefs, wie auch immer, ausfällt.
Mir ist z.B. beim Sex aufgefallen, dass ich ein Job für Bezzie war. Da war nichts von Verbundenheit oder Wertschätzung oder Gegenseitigkeit zu spüren.

P.S. wir tauschen uns hier nicht über sexuelle Praktiken aus. Grundsätzlich gehört Sex aber zu einer Beziehung zwischen Mann und Frau - es sei denn, es ist eine andere als Liebesbeziehung. Und bei Bezness kann man schon von einer, zwar einseitigen, aber dennoch Liebesbeziehung, sprechen. So zumindest meine Ansicht.
"Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht." Kurt Tucholsky

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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von dodo02 » 12.10.2019, 19:21

@ Karima

Das denke ich stimmt auf jeden Fall- aber eben wie auch schon geschrieben vor Allem in Bezug auf die mangelnden Vergleichsmöglichkeiten.
Bei mir war es so. Ich habe jung ein Kind bekommen und war sehr sehr lange mit meinem Partner zusammen.
Ich war also ganz lange weg vom Markt bzw nie auf dem Markt überhaupt gewesen, da ich noch ein Teenager war vorher.
Ich hatte nie wild rumgedatet & keine Erfahrungen auf diesem Gebiet- ich wusste nicht, was es so alles gibt & kannte die Alarmsignale nicht.
Ich denke dass jemand der mehr Erfahrungen hat, eher merkt, wenn etwas komisch ist bzw auch weiß, dass es Männer gibt, die einen nur ausnutzen wollen, in welcher Hinsicht auch immer.

LG

dodo
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leva
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von leva » 13.10.2019, 01:38

Ponyhof hat geschrieben:
11.10.2019, 08:23
Ich bringe noch mal einen neuen Punkt ins Spiel, nämlich den, warum Günther -oder nehmen wir jetzt mal eine andere Altersklasse, den Tobias-Malte, es etwas schwerer haben könnte.

Tobias-Malte lässt sich Tobi nennen. Und er ist total für Feminismus. Gleichberechtigung. Studiert im 16. Semester, ist ehrenamtlich totaaaaal engagiert und eigentlich ein netter Typ.

Mit „nett“ hat es sich dann auch schon, denn er ist ein super Kumpel. Hat viele Kumpelinnen, aber tut sich schwer, eine Freundin zu finden.

Warum?

Unser Tobi weiss gar nicht, wie er eine Frau umwerben soll. Er will „Mann“ sein, aber wie ist das inzwischen „sozial erwünscht“? Weil er will ja nicht den Macho raushängen lassen und „abschleppen“.

Restauranteinladung? Falls er auf diese Idee überhaupt kommt, landet er mit ihr wahrscheinlich eher in der altbekannten Studentenkneipe, wo sie dann auf altbekannte Studenten treffen, und schon wird aus dem Date ein Seminargruppen-Treffen.

Falls es Tobi doch geschafft haben sollte, die Dame in ein respektables Lokal zu bugsieren (er musste dazu sein Che-Guevara-T-Shirt ausziehen, sonst hätten sie ihn nicht eingelassen!), bringen sich schon die nächsten Fettnäpfe in Stellung.

Türaufhalten? Lieber nicht, sonst denkt sie, er wäre der totale Macho und meint, sie könne das nicht selber. Gleiches gilt für Mantelaufhängen, Karte anfordern etc. Also sitzt man doch wie Brüderchen und Schwesterchen, die sich verlaufen haben, im gehobenen kulinarischen Etablissement.

Schweigen.

Denn was soll mann sagen?

Mann will ja einen guten Eindruck machen, aber natürlich -Gleichberechtigung und so!- ist jede Verbalkommunikation das reinste Minenfeld. Also landet man bei altbekannten Themen, nur will bei der x-ten Diskussion über den Lebenslauf Rosa Luxemburgs und die letzten Themen der „Emma“ irgendwie keine richtige Romantik aufkommen. Irgendwie fühlt es sich so an, als hätte man die Asta-Sitzung in kleiner Besetzung an den falschen Ort verlegt.

Tobi ist froh, als der Restaurantbesuch zuende geht, und weiss nun nicht, ob er die Rechnung übernehmen soll oder nicht. Einerseits will er das gerne, andererseits will er nicht,
dass die Frau ihn als Macho abstempelt,
das Gefühl hat, ihm etwas schuldig zu sein,
denkt, er will sie nur abschleppen...
...und ausserdem würde er ja wieder den Gender-Pay-Gap betonen.

Also lässt er es bleiben.

Und so marschiert die Asta-Diskussionsgemeinschaft in Kleinstbesetzung wieder aus dem Lokal.

Noch was trinken...? Nicht, dass sie denkt, er will sie abfüllen und dann.... Letzteres will er ja schon, aber...Also, neee, lieber nix trinken gehen. Und falls doch, wo landen die Beiden? Richtig, in der Studentenkneipe, mit Lucas, Lea, Mia, Thorben,...

Und obwohl sich Tobi so auf diesen Abend gefreut hatte, schleicht er irgendwann allein nach Hause, zieht sein Che-Guevara-T-Shirt wieder an, holt sich eine Chipstüte, setzt sich an seinen Rechner und zockt noch ein bisschen.

In der Virtuellen Welt kennt er sich inzwischen besser aus als draussen. Da gibt es klare Regeln, und er darf einen richtigen männlichen Charakter spielen. Bämm, bumm, bäng.

Tobi ist irgendwie traurig, dabei würde er für eine Freundin sogar auf „Farmville“ oder „Wendy-Dein Reiterhof“ umsteigen...
Eine gutgelungene Persiflage,finde ich.
Wenn ich an "Guenther" denke rollen sich mir schon wieder in absentia die Fussnaegel hoch.
So ein Dittsche-Typ wollt ich nicht mit der Klemmzange anfassen wollen...^^lol
Und die Tobi Generation?
Wenn der noch lange so weiter macht wird seine ische aber bald abgeworben...

Ein charmanter Mann der generoes und kurzweilig den Abend gestaltet,darf auch gerne mal haekeln o Emma lesen in der Maennergruppe^^ :wink: :mrgreen:

Miss Bean
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von Miss Bean » 13.10.2019, 03:06

So ein Dittsche-Typ wollt ich nicht mit der Klemmzange anfassen wollen...^^lol
Und die Tobi Generation?
Wenn der noch lange so weiter macht wird seine ische aber bald abgeworben...

Ein charmanter Mann der generoes und kurzweilig den Abend gestaltet,darf auch gerne mal haekeln o Emma lesen in der Maennergruppe^^ :wink: :mrgreen:
[/quote]


Was hat Du denn gegen Dittsche? Stehst Du mehr auf Kröti? Bidde… Bidde… :lol:

gadi
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von gadi » 13.10.2019, 09:24

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Toastie
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von Toastie » 13.10.2019, 16:07

dodo02 hat geschrieben:
11.10.2019, 12:28
Hallo Toastie,

danke für Deinen Thread & sehr interessantes Thema :-) !
Liebe dodo02, sehr gerne!
Ich freue mich sehr über den regen Austausch und diese Offenheit, über die eigene Geschichte zu schreiben :D . Danke dir für deine interessanten Zeilen! Ich denke auch, dass es viele verschiedene Formen von Bezness gibt, z.B. ob man sich im Herkunftsland des Bezzies trifft oder im eigenen Land.
Ich kann Dir, Toastie nur beipflichten: allein das Initiative ergreifen, angesprochen & dann auch umworben zu werden, hat bei mir auf jeden Fall etwas ausgelöst. Ich fand Ihn anfangs zwar interessant, aber es war nicht so, dass ich Ihn unbedingt wollte. Das Umworben werden und das Nicht-Lockerlassen seinerseits hat dann aber auf jeden Fall etwas ausgelöst. Das kannte ich vorher so nicht, deutsche Männer sind doch sehr viel zurückhaltender. Nicht, dass mir die Romantik unbedingt gefehlt hätte, es war nicht die Romantik, sondern eher die Energie, die er so mitbrachte: das forsche, selbstbewusste Auftreten gemixt mit dem kulturell "Anderen" Exotischen hat den Reiz für mich ausgemacht.
Dazu hat mir extrem imponiert, was er in seinem Leben schon alles mitmachen musste/ mitgemacht hat. und auch hier war das weniger Helferkomplex (den hab ich aber auch), sondern die Stärke, die er ausstrahlte (die wie ich nun weiss nicht wirklich so vorhanden ist :-))
Ich kann mich mit deinem Text 100% identifizieren. Der Reiz des "Anderen"/Exotischen, die (vermeintliche) Stärke und "männliche Energie" (heute denke ich da anders drüber :roll: ), der Helferkomplex, das alles hat bei mir sicher auch eine große Rolle gespielt!
Dann wurde das Verlieben natürlich forciert, mit der gleichen Masche, die auch bei den Urlaubsflirts angewendet wird: alles schnell- schnelle Liebesbekundungen- viele Treffen, ständiger whatsapp kontakt- nur keine Zeit zum Nachdenken.
Und auch das Spiegeln von Lebensvorstellungen/ Einstellungen: Ich dachte, ich habe jemanden gefunden, der wirklich genau das Gleiche möchte wie ich. Das hat bei mir diese Zukunftsvorstellungen ausgelöst: Was wir wie alles zusammen stemmen werden. Und diesen Entwurf einer Zukunftsvision habe ich in ganz vielen Geschichten gelesen. Das lässt das Opfer durch die unmöglichsten Situationen gehen, unglaubliche Kräfte und Resourcen aufwenden-weil am Ende ja das happy End wartet.
Genauso habe ich es auch erlebt. Ist es nicht verrückt, ich habe das Gefühl, dass der Bezzie eine Zukunftsvision "entwirft", die man dann nahezu alleine umsetzt. Natürlich liegt diesem Glauben an die gemeinsame Zukunft die vorhergegangene Manipulation zugrunde aber ich habe das Gefühl, dass der Bezzie nur darüber redet und die Europäerin dann praktisch dafür arbeitet/tut? Entschuldigt wird das dann mit den größeren Chancen (etwas zu tun) des europäischen Parts. Man kann aber immer was tun, wenn man liebt, natürlich unter der Bedingung man liebt echt und ist nicht bequem/macht es sich gern einfach.
Auch bin ich, wie so viele andere Opfer, vorher durch eine schwere Zeit gegangen.
Irgendwie ist man dann anscheinend anfälliger & diese Menschem riechen das.
Auf jeden Fall "riechen sie das"! Allerdings sind sie auch die perfekten Spürhunde für unbewusste Sehnsüchte und Herzschmerz, der in tieferliegenden seelischen Ebenen verborgen ist. Man kann sich also selbstbewusst und glücklich/sicher in der eigenen Haut fühlen und trotzdem in die Falle tappen!
Gerade in Beziehungen deutsch-schwarzafrikanisch habe ich es auch oft erlebt, dass man Bezness und Beziehung schwer trennen kann. Mann verbindet das Nützliche mit dem Angenehmen wie man so sagt.
Viele dieser Beziehungen sind extrem schwierig, aber sie bestehen oft auch noch lange nach dem Erhalt der Aufenthaltsgenehmigung weiter.
Das ist ein sehr wertvoller Gedanke! Die Gefahr ist, dass bei diesen Beziehungen ev. gar nicht von Bezness gesprochen wird. Die Europäer/-innen sind vielleicht todunglücklich mit ihrem Partner, es geht auch meiner Erfahrung nach immer um Geld, auch wenn der Aufenthalt meist im Vordergrund steht, aber dass es sich um einen offensichtlichen Betrug handelt, ist ev. viel schwerer erkennbar über lange Zeit.

LG, Toastie
Getoastet aber nicht verbrannt (Toastie)

Toastie
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von Toastie » 13.10.2019, 16:32

Liebe Cimmone,

danke für deine persönlichen Zeilen!
Ich hatte in jenem Jahr den Heilpraktiker für Psychotherapie bestanden, nach viel Lernaufwand, habe die Wohnung, die ich mir gewünscht hatte ohne viel Kokolores bekommen und war in einem "Hoch"-Zustand, bereit für einen Neubeginn.
Das zeigt sehr gut, dass es nahezu keinen Unterschied macht, ob man gerade in einer Hoch- oder einer Tiefphase seines Lebens ist, der Bezzie macht sich beides zunutze!

Mein Bedürfnis nach Nähe wurde befriedigt und ich habe mich tatsächlich geliebt gefühlt.
Und so habe ich das Tor zum Herzen immer weiter aufgemacht.
Bei mir war es ähnlich! Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, warum ich mich überhaupt so geliebt gefühlt habe. Ich bin ein SEHR misstrauischer Mensch, wenn es um eine neue Beziehung geht. Am Ende bin ich draufgekommen, dass ich mich in Wirklichkeit nur in mich selbst verliebt habe :mrgreen: und er nur ein Spiegel war. Also damit will ich sagen, dass ich mich in meine eigene Vorstellung von Liebe, Beziehung, Zukunft verliebt habe. Nachdem er aus Berechnung alles spiegelte, was ich mir so vorstellte, war es nicht schwer zu glauben, dass es eine beidseitige Vorstellung war :?

Nicht zu verachten ist die eigene Bedürftigkeit, die da war, schlummernd, und deren Ursache weit zurückliegt. Und dann kommt da jemand daher, nicht unattraktiv und so geschmeidig, und erzählt mir, ich bin alles, was er sich immer gewünscht hat.
[/quote]

Genau, die eigene Bedürftigkeit wird skrupellos ausgenutzt. Der letzte Satz von dir ist wirklich grausam zu lesen! Da er mitten ins Herz trifft, fragt man dummerweise meist nicht mal nach, was das denn alles ist, was sich der gute Herr immer schon gewünscht hat? Dann könnte man prüfen, ob man dem überhaupt entspricht/entsprechen möchte :mrgreen: ! Hier kann man den Unterschied zu den Liebesbezeugungen europäischen Partner/-innen ev. auch gut rauslesen. Ich habe diesen Satz in einem romantischen Moment auch schon von europäischen Partnern gehört aber das war nach mehreren Jahren Beziehung und vielen gemeinsam bewältigten Auf und Abs. Wenn mir jetzt ein Mann nach wenigen Monaten oder Wochen so etwas sagen würde, ich würde die Beine in die Hand nehmen und so schnell ich kann davonrennen!
Getoastet aber nicht verbrannt (Toastie)

karima66
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von karima66 » 13.10.2019, 16:51

How are you, dieses wie du es beschreibst sich "nicht fallen lassen" können das erlebt man finde ich eher bei europäischen Männern.
Die Männer dort finde ich sind null kopfgesteuert, in Sachen Sex zwar unerfahren (erfahren heisst für mich nicht, dass jemand mit 100erten Frauen schlief), aber dafür unkompliziert, von sich überzeugt, ich nenne es mal animalisch.
Im Nachhinein hab ich mich gefragt was diese Faszination ausmacht so dass man ich nenne es mal "schlechten" Sex sich schön redet.
Ich glaube man ist da wie in einem Märchen gefangen, es kommt so vieles zusammen, eben auch wie Toastie schrieb oder Cimmone, sorry, jedenfalls man wird als was ganz Besonderes hofiert, die einzigartige Frau und man lässt sich so einlullen, im Urlaub kommt das Flair dazu, hier versüßt es den grauen Alltag und man ist nur zu gerne bereit auszublenden, dass es Märchen nicht gibt.

Toastie
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von Toastie » 13.10.2019, 17:14

karima66 hat geschrieben:
11.10.2019, 13:17
So viel wurde schon so toll beschrieben, weiß gar nicht wo ich ansetzen soll....
Es geht mir in diesem Forum oft so, liebe Karima66 :mrgreen:
Und dieses auf beiden Seiten so kopflastige Agieren, so viele Gedanken die den Moment verpassen lassen oder die erst gar nichts entstehen lassen das ist wirklich so typisch für hiesige Männer.
Ich weiß schon, dass Ponyhof das "Tobi-Dilemma" absichtlich überspitzt dargestellt hat :lol: . Ich glaube es liegt viel Wahres in diesen humorvollen Zeilen. Ist Tobi der Grund, warum viele in den Bezzie-Armen landen? Mich hat meine Erfahrung mit einem moslemischen Mann jedenfalls dazu gebracht, meine eigenen Kategorien von "männlich" und "weiblich" grundlegend auf den Prüfstand zu legen. Es war für mich ein kleiner Schock, wie ich von einer emanzipierten, starken Frau in kurzer Zeit zu einer leisen, nachgiebigen, konfliktscheuen und fast "moslemischen" Frau wurde. Wobei ich damit nicht alle moslemischen Frauen in einen Topf schmeißen möchte, es gibt genug moslemische Power-Frauen, die all das nicht sind/sein müssen! Aber so wie es sich "mein Moslem" aus seiner spezifischen Sozialisation eben vorstellte: zurückhaltend, ruhig, kompromissbereit (auf meiner Seite), abends auf seine Anrufe wartend, nicht mit anderen Männern treffend, usw. Er hat mich verändert! Am Ende war meine Konfliktvermeidung zu meinem eigenen Schutz aber die Frage ist doch, wie kann man sich so verändern lassen?

Ich habe das gar nicht bemerkt, bis ich eines Tages aufwachte und mich vor mir selbst schreckte! :shock: Leider komme ich immer noch nicht so recht weiter mit den Gender-Konzepten/-Überlegungen. :roll: . Ich dachte immer, ich selbst habe gar keine straffen Kategorien im Kopf, was ist schon "männlich", was "weiblich"? Ich hatte immer auch lesbische, schwule Freunde/-innen, hab den ganzen Kategorien nie viel Bedeutung zugemessen. Allerdings macht es die eigene Sozialisation wahrscheinlich unmöglich, sich gänzlich davon zu befreien und man erwartet Dinge unbewusst vom anderen Geschlecht, um überhaupt eine Attraktion zu spüren (und nicht wieder bei Tobis zu landen). Also Tobi erinnert mich leider auch an einige Dates, an die ich mich lieber nicht zurückerinnern möchte :roll: . Gibt es denn keinen Mittelweg? Also jemand, der souverän, selbstbewusst, zielstrebig, stark und authentisch ist und trotzdem über alles Mögliche, v.a. sich selbst lachen kann, sich einfach nicht zu ernst nimmt, ein guter Zuhörer ist, interessiert am Gegenüber, charmant aber nicht Macho, zuvorkommend aber Frauen nicht in die "kleines Mädchen-Rolle" drängt? Hier sind wir nämlich bei den Unterschieden im Werben: ohne zielstrebige Kontaktaufnahme wird eine Begegnung einfach nichts. Das führt zu lauter Singles auf diesem Planeten. Trotzdem kann ich auf Bevormundung jeglicher Art, Macho-Gehabe, Männlichkeits-Demonstrationen vieler Art, Prahlerei, übertriebene Selbstdarstellung, etc. gut verzichten. Ich finde das ganz und gar nicht männlich, sogar richtig "unsexy"! Wo ist die Natürlichkeit?

Als ich nach meiner Trennung vom Tunesier, nach über 10 Jahren nur gewohnt, also vor dem Exmann schon, von Männern umworben und umgarnt, ja belagert zu werden und mich eher wehren zu müssen als selbst aktiv zu werden, zog ich wieder um die Häuser, Großstadt.
Wollte nicht unbedingt ne Beziehung, war ja eher erleichtert die tunesische hinter mir zu haben, wollte raus, Spaß und alles was Single so möchte, nicht alleine sein, unterwegs, tanzen, Leichtigkeit usw.
Und ich wollte keinen Orientalen mehr kennenlernen.
Was passierte, egal welcher deutsche Mann mir von weitem durchaus signalisierte interessiert zu sein, es wurde nichts, weil die Herren nicht aus dem Pott kamen, stundenlanges Beobachten, aber nicht auf mich zu kommen.
Die Male wo ich die Initiative ergriff waren sie total damit überfordert....

Mich hat das sehr an eigene Erfahrungen erinnert, vor vielen Jahren in der "Salsa-Szene". Tanzen, das ist mein Stichwort! Ich möchte wirklich nicht alle in einen Topf schmeißen aber was machen so viele europäische Männer mit zwei linken Beinen in Tanzlokalen :mrgreen: ? Und wieso haben diese immer ausgerechnet mich zum Tanz aufgefordert? :roll: Das stundenlange Beobachten kenne ich gut (nicht nur in Tanzlokalen), selbst wenn Blickkontakt besteht, muss man eigentlich als Frau selbst hingehen, damit da etwas weitergeht :roll: .
Und am Ende hab ich dann doch wieder Abende, auch Tage verbracht mit Herren aus dem Orient denn die kamen galant an, waren aufmerksam, umworben mich und man konnte einfach nur tanzen und Spaß haben oder durchaus auch spazieren gehen, ins Café , klar nichts Ernstes, war manchmal auch schwer dann sie wieder los zu werden
.

Ich glaube das ist es, was den Frauen abgeht! Einfach Spaß haben, sich unterhalten, lachen, spazieren gehen. Eine Prise Leichtigkeit neben dem stressigen Alltag. Hier geht es ja gar nicht so um das Finden eines Partners, eine normale Kontaktaufnahme zwischen Männern und Frauen. Vielleicht sind viele europäische Männer wirklich zu kopflastig, denken zu lange über die "richtigen" Worte des Ansprechens oder mögliche Unternehmungen nach, um Frauen zu beeindrucken? Dabei würde es ein einfacher Spaziergang manchmal schon tun, ohne sich frontal in einem Café/Restaurant gegenüber zu sitzen und wenn die Chemie nicht passt, darüber nachzudenken, wie man dieser peinlichen Situation am besten schnell entkommen könnte.

Hier ist man oft zu kompliziert, es wird zu viel geredet, verkrampft, man ist gefangen in Verhaltensmustern.
Dann kommt da so ein Typ der einem das Gefühl gibt man ist Jennifer Lopez, man hat für Gespräche nur meist ein begrenztes Repertoire, alles ist so einfach trotz mangelnder Sprachkenntnisse, Romantik bedarf ja nicht vieler Worte und dieser Typ vermittelt einem er versteht alles, seelenverwandt genau, endlich denn unsere Männer sind da ja oft so stupid .
Wie soll Frau die kein Hintergrundwissen hat das durchschauen.
Das sehe ich genauso und musste lachen (Jennifer Lopez) :lol:
Getoastet aber nicht verbrannt (Toastie)

karima66
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von karima66 » 13.10.2019, 18:01

Du fragst nach dem Mittelweg liebe Toastie, tja.....ich denke es ist heute einfach unheimlich schwer so selbstbewusst zu sein um authentisch zu leben, ehrlich, offen mit Anderen umzugehen.
Dazu muss man ja auch erstmal wissen wer man selbst ist, damit meine ich jetzt Mann wie Frau o.a. denn heute kann man ja alles Mögliche sein, man hat eigentlich alle Freiheiten sich selbst auszuleben, gerade in Städten interessiert doch niemanden wie man lebt so lange man Andere nicht belästigt.
Und genau das scheint aber das Problem zu sein.
Früher gab es vorgelebte Rollen, der Weg wurde aufgezeit von dem nur die Wenigsten sich trauten abzuweichen.
Heute ist alles möglich, heisst man hat plötzlich 1000 Wege, weiss aber gar nicht welchen gehen und ist damit überfordert.
Und das eben auch in Sachen Beziehung, da wird ja auch alles in den Medien gezeigt was sein kann, da liest oder sieht man wie Andere es machen, wow, perfekt, man denkt ja ist alles echt dabei oft ja nur Schein, dann fühlt man sich total minderwertig oder unsicher, wie macht man es richtig und dann gibt es kleine Disaster und man wird noch unsicherer.
Ich hab in der schon beschriebenen Zeit , Single mit 40 - 45, so viele verschiedene Männer kennengelernt, auch paar Psychos, auf Datingseiten üblicher als man meint.
Aber die meisten Männer passten zwar nicht zu mir, aber waren tolle Menschen, die mir auch viel erzählten und sie waren zwischen 35 und 65, für heute 20jährige kann ich nicht sprechen, vielleicht gehts denen ganz anders.
Alle hatten ja schon Beziehungen hinter sich, oft Kinder, viele Erfahrungen mit anderen Frauen teils, lebten schon in Patchworkfamilien, da dann wieder raus, aber durch die Kinder ja immer drin, alle waren so unsicher, weil mit jedem weiteren Date, jeder weiteren Beziehung die scheiterte die Angst vor erneutem Reinfall wuchs und sie immer kopflastiger wurden, kontrollierter, zögerlich, unentschieden usw.....
Dann kommt da ein süßer Galant der zumindest nicht zeigt was er so im Vergangenheitsgepäck hat, sondern einfach nur Spaß haben will, vermeintlich, schon ist man hin und weg, weil es anfänglich total einfach, normal, unkompliziert, klar ist.

Männer, die deinen erwähnten Mittelweg gehen, Toastie, die sind rar, meist sind sie auch keine Single....ich fand ihn auch erst mit 48 und auch er erfüllt, wenn man das so nennen kann, 80% und das heisst nicht, dass wir nicht jeden Tag daran arbeiten müssen, dass es schön bleibt und weiter passt.

Weil heute alles möglich ist und es einfach ist Jeden kennenzulernen machen es sich glaube ich viele auch einfach, mich eingeschlossen, bei Schwierigkeiten sucht man weiter anstatt gemeinsam Lösungen zu finden.

Eclipse
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von Eclipse » 13.10.2019, 20:20

Einige ungeordnete Gedanken zum Thema:

1. Deutsche Männer vs. Papagallo
Falls man sich im eigenen Revier trifft, wird man sich über lange Zeit vermutlich immer wieder begegnen. Das lässt vernünftige Männer vorsichtiger sein. Sie denken (wie vernünftige Menschen es tun sollten) schon weiter. "Wie wird das ausgehen? Welche Folgen hat das für mich und meine Lebensplanung?" (über seine Lebensplanung ist er sich evtl. selbst nicht im Klaren, will sich nicht binden, weil die nächste Beförderung vielleicht einen Wohnortswechsel erforderlich macht und was-weiß-ich)

Der Papagallo hingegen hat klar umschriebene Ziele (Sex, Geld, AE). Die kann er mit hemmungsloser Exzessivität anstreben, oft genug bei mehreren Frauen gleichzeitig. Er geht diesem seinen "Job" mit der gleichen Entschlossenheit nach, wie deutsche Männer dem Ihren, nur das der in der Regel nichts mit der in Frage kommenden Frau zu tun hat. Tobi macht auch seinen (ehrlichen) Job, aber der besteht nicht darin, Frauen den Kopf zu verdrehen, sondern z. B. Computersprachen anzuwenden, Algorithmen zu programmieren oder die digitalen Endergebnisse online zu präsentieren. Frauen sind für ihn so etwas wie Aliens. :wink:


2. Frauen vs. Liebesbetrüger
Es gibt irgendein Bedürfnis (wirklich egal welches), das bei der Frau (latent/unbewusst) ungestillt ist. Es könnte "die große Liebe" sein, aber auch, "mal alles anders zu machen", sich dem schwindlichten Gefühl hinzugeben, noch mal ein neues, sehr unorthodoxes Leben zu beginnen, mal was auszuprobieren, sich selbst neu zu entdecken, mal die ewigen "vernünftigen" Überlegungen dahinfahren und sich einfach fallen zu lassen... Irgendetwas in dieser Art. In diese unbewusste "Suche nach etwas, das ich mir selbst nicht so genau definieren kann", diese diffuse Unzufriedenheit/Unerfülltheit oder auch nur die lapidare Frage: "War das eigentlich schon alles im Leben?" stößt ein Mann, der sich ganz anders verhält als frau es kennt. Das macht aufmerksam, irritiert vielleicht sogar, beschäftigt sie aber gedanklich. Er geht ihr nicht aus dem Kopf, weil er in seiner ganzen Art irgendwie enigmatisch ist. Er interessiert sich scheinbar vehement für sie, spiegelt ihre Erwartungen/Bedürfnisse und "macht seinen Job" (Betrug).

HowAreYou
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von HowAreYou » 14.10.2019, 19:20

karima66 hat geschrieben:
13.10.2019, 16:51
Die Männer dort finde ich sind null kopfgesteuert, in Sachen Sex zwar unerfahren (erfahren heisst für mich nicht, dass jemand mit 100erten Frauen schlief), aber dafür unkompliziert, von sich überzeugt, ich nenne es mal animalisch.
von sich überzeugt :mrgreen: :roll: - ja die halten sich alle für ein Gottesgeschenk
Ich finde sie extrem kopfgesteuert beim Sex und es hatte immer den Eindruck das ein Programm abgespult (Porno?) wird. Am Ende hatten alle einen Höhepunkt und waren doch unzufrieden. Es blieb für mich ein Störgefühl zwischen dem Werben, dem Begehren - beides war sehr unkompliziert und der Tat - war sehr verkopft.

karima66 hat geschrieben:
13.10.2019, 16:51
Im Nachhinein hab ich mich gefragt was diese Faszination ausmacht so dass man ich nenne es mal "schlechten" Sex sich schön redet.
Da fällt mir nur ein Witz ein, der die Idee rüberbringt.
Kommt Oma in Wohnzimmer und gibt Opa wortlos eine Ohrfeige. Opa fragt was los ist und Oma anwortet: ' für 40 Jahre schlechten Sex'. Eine Stunde später steht Opa auf, ohrfeigt Oma und sagt: 'woher weißt du, was guter Sey ist'. :wink:

P.S. Es stimmt nicht, dass es keine Märchen gibt. Sonst wäre ich ja keine Prinzessin. :!: :roll:
Zuletzt geändert von HowAreYou am 14.10.2019, 19:28, insgesamt 1-mal geändert.
Wünsch dir kein Rhinozeros, wenn du keinen großen Hinterhof hast.

HowAreYou
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von HowAreYou » 14.10.2019, 19:26

Eclipse hat geschrieben:
13.10.2019, 20:20
Einige ungeordnete Gedanken zum Thema:

1. Deutsche Männer vs. Papagallo
Falls man sich im eigenen Revier trifft, wird man sich über lange Zeit vermutlich immer wieder begegnen. Das lässt vernünftige Männer vorsichtiger sein. Sie denken (wie vernünftige Menschen es tun sollten) schon weiter. "Wie wird das ausgehen? Welche Folgen hat das für mich und meine Lebensplanung?" (über seine Lebensplanung ist er sich evtl. selbst nicht im Klaren, will sich nicht binden, weil die nächste Beförderung vielleicht einen Wohnortswechsel erforderlich macht und was-weiß-ich)
Vielleicht ist es genau dieses sich Totdenken und immer ein Ziel verfolgen müssen, was uns am Ende in den Wahnsinn treibt. Manchmal muss es keine Sinn ergeben, wenn es Spaß macht und schön ist. Wir haben wohl insgesamt zu oft verdrängt, einfach den Augenblick genießen und die Problem lösen, wenn sie da sind. 95% der Probleme die wir in unserem Kopf bereits lösen, treten in der Realität gar nicht auf.
Ich gehe davon aus, dass wir genau so im Urlaub rangehen, wir lassen den Probleme und Zielen einfach keine Platz in unserem Kopf. Hier leben wir wirklich einmal in den Tag hinein und genießen den Augenblick.

Übrigens würde ich von mir sagen, dass ich rückblickend die schönsten Erlebnisse und Beziehungen hatte, wenn ich wirklich den Kopf rausgelassen habe.
Wünsch dir kein Rhinozeros, wenn du keinen großen Hinterhof hast.

Toastie
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von Toastie » 15.10.2019, 16:07

karima66 hat geschrieben:
13.10.2019, 18:01

Danke für deine Einschätzung und den Einblick in deine eigenen Erfahrungen, liebe Karima!

Ich hab in der schon beschriebenen Zeit , Single mit 40 - 45, so viele verschiedene Männer kennengelernt, auch paar Psychos, auf Datingseiten üblicher als man meint.
Aber die meisten Männer passten zwar nicht zu mir, aber waren tolle Menschen, die mir auch viel erzählten und sie waren zwischen 35 und 65, für heute 20jährige kann ich nicht sprechen, vielleicht gehts denen ganz anders.
Alle hatten ja schon Beziehungen hinter sich, oft Kinder, viele Erfahrungen mit anderen Frauen teils, lebten schon in Patchworkfamilien, da dann wieder raus, aber durch die Kinder ja immer drin, alle waren so unsicher, weil mit jedem weiteren Date, jeder weiteren Beziehung die scheiterte die Angst vor erneutem Reinfall wuchs und sie immer kopflastiger wurden, kontrollierter, zögerlich, unentschieden usw.....
Dann kommt da ein süßer Galant der zumindest nicht zeigt was er so im Vergangenheitsgepäck hat, sondern einfach nur Spaß haben will, vermeintlich, schon ist man hin und weg, weil es anfänglich total einfach, normal, unkompliziert, klar ist.
Du sprichst etwas an, was ich sehr wichtig finde! Dieses zumindest "nicht zeigen", was jemand im Vergangenheitsgepäck hat, diese (vermeintliche) Unkompliziertheit, das kann - besonders wenn man mit dieser Kopflastigkeit in Beziehungen in Europa oft überfordert ist - wirklich befreiend erscheinen. Ich erinnere mich zurück an meine Amiga-Phase, wo mein Umfeld mir zu bedenken gab, dass mein Bezzie mir aufgrund seiner Kultur doch niemals auf Augenhöhe begegnen und mich daher auf lange Sicht nicht glücklich machen könnte. Ich hingegen fand genau das nicht wichtig, sondern die vermeintliche Einfachheit richtig befreiend. Es beruhigte mich, dass jemand mich runterholte von dem ganzen Stress in meinem Leben, den vielen Verpflichtungen, den komplizierten Gesprächen, ob bei Arbeit, im Alltag, usw. Je länger man jedoch an den Aufbau einer "echten" Beziehung glaubt, desto nervöser macht es einen, wenn jemand gar nicht fähig ist bzw. es unnötig findet, sich gedanklich mit den Strapazen des Alltags oder dem "Kampf" für eine gemeinsame Zukunft auseinanderzusetzen.
Männer, die deinen erwähnten Mittelweg gehen, Toastie, die sind rar, meist sind sie auch keine Single....ich fand ihn auch erst mit 48 und auch er erfüllt, wenn man das so nennen kann, 80% und das heisst nicht, dass wir nicht jeden Tag daran arbeiten müssen, dass es schön bleibt und weiter passt.
Du hast Recht, diese Männer sind meist vergeben :mrgreen: , was ja zeigt, dass viele Frauen nach diesem Mittelweg suchen! Ich finde es schön, dass du und dein Mann jeden Tag an eurer Beziehung arbeitet, denn nur so kann es funktionieren!
Getoastet aber nicht verbrannt (Toastie)

Katharina
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von Katharina » 29.11.2019, 21:05

[/quote]
Justicia hat geschrieben:
11.10.2019, 22:43
[*][*]Ich würde wirklich so gerne mal Zahlen erfassen. Wie viel Prozent der alleinreisenden Frauen mittleren Alters halten nach so einem Urlaub wie hier besprochen den Kontakt? Für wie lange, haben sie vorher damit gerechnet, kennen sie Betrug durch Bezness usw.
Vom Forschungsdesign wäre das auch gar nicht so kompliziert, ließe sich quantitativ gut umsetzen ... :lol: wenn Hotels/Reisegesellschaften mitspielen würden :lol:[/b]
Liebe Justicia,

genau das interessiert mich auch. Ich hab gerade mal versucht wissenschaftliche Artikel darüber zu finden. Leider ohne Erfolg. Am liebsten würde ich mich in die Marina von Djerba setzen und direkt Frauen und ihre Partner interviewen. Gibts hier noch mehr Leute die selbst forschen oder interessiert wären an so einem Projekt?

Liebe Grüße

Katharina
" ... Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt." Thomas Mann (1954) Der Zauberberg

Cecilia
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Re: Warum verliebt man sich überhaupt in einen Beznesser?

Beitrag von Cecilia » 29.11.2019, 21:54

Hallo Treuetest ,
Du hast mir eine Mail geschrieben mit der bitte um den Link , leider weiß ich nicht welchen du meinst, welcher es war , vielleicht hat das Forum noch den Link gespeichert.

LG Cecilia
Cecilia ♡

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