Fragen über Fragen

Austausch über gemachte Bezness-Erfahrungen in diesem Land

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einhorn
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Re: Fragen über Fragen

Beitrag von einhorn » 20.08.2026, 07:10

Naivchen-79 hat geschrieben:
20.08.2026, 01:18
. Und deswegen glaube ich mittlerweile auch, dass mein Gespräch mit meinem Habibi, solange er sich seinen Urängsten nicht stellt, keinen Erfolg bringen wird, aber versucht hätte ich es schon gerne. Auch wenn es nur ein Tropfen auf einem heissen Stein wäre im Unterbewusst sein wäre es schon angekommen. Denn Wunder gibt es überall wie ich mal festgestellt
Du hast das wichstigste vergessen. lernt man übrigens im Psychologiestudium. !! Du darfst mit Deinem Klienten keine Beziehung anfangen!!
Und in einer Beziehung den Partner therapieren wollen?. Da läuft Dir eventuell auch jeder Deutsche weg. Oder er lässt sich für etwas Nettigkeit oder andere Benefits gern therapieren

Ponyhof
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Re: Fragen über Fragen

Beitrag von Ponyhof » 20.08.2026, 08:53

Liebe Threaderöffnerin,

ich habe inzwischen auch den Eindruck, dass Du unsere Beiträge -in meinem Falle meine- überhaupt nicht liest.

Dass Deine Herumreiserei keine "Therapie", keine "Heilung" ist, sondern ein Weglaufen, ein Zuballern des Hirns mit ständig neuen Eindrücken, um sich mit der eigenen Realität hierzulande nicht beschäftigen zu müssen, und die dafür norwendigen Reiseplanungen lauter kleine Nebenkriegsschauplätze eröffnen, damit die eigentlichen Probleme prokrastiniert werden können ist für mich klar. Ich schreibe es selten so deutlich, aber ich glaube, dass Du mit einer solchen Klarheit umgehen kannst, und das vielleicht brauchst.

Denn es kommen keinerlei Reaktionen von Dir- insbesondere darauf, dass ich dir aufgezeigt habe, was JEDEM professionellen Helfer/Therapeuten klar ist: Ohne dass die folgenden Punkte erfüllt sind, kann keine Therapie funktionieren.

1. Veränderungsmotivation: Die ist bei den Klienten gegeben, die Dich aufsuchen. Bei deinem Beznesser nicht. Der will sich gar nicht ändern- Das Problem hast nämlich DU, nicht er.
2. Professionelle Distanz: Die ist schon mal mehrmals nicht gegeben. Eine Therapie klappt zwischen Partnern selbst dann nicht, wenn es auch nur um die ureigenen Probleme eines Partners geht (z.B. Platzangst oder einen Waschzwang, der unmittelbar eher nur den Partner betrifft (wobei das ja auch nicht so ganz stimmt, aber nehmen wir das mal als Beispiel)). Nun ginge es bei Dir ja darum, dass ER sich ändern müsste, um DEINE Probleme zu lösen. Und obendrauf handelt es sich um ein tief emotionales Problem, welches bei Dir alles Mögliche triggert. Selbst wenn 1. gegeben wäre, würde das nie und nimmer funktionieren. Und das ist jedem wirklich professionellen Helfer klar!
3. Anerkennung des Therapeuten als "Leithammel". Sprich, der Klient vertraut dem Therapeuten und seinem Urteil, und lässt ein Mindestmaß an Führung zu. Auch das ist nicht gegeben. Als Frau hast Du ihm sowieso nix zu sagen, als in seinen(!) Augen ungläubige (Du bist keine Muslima), alte (Du könntest seine Mutter sein!), unreine (Du bist unverheiratet und geniesst körperliche Freuden), gebrauchte (Du bist keine Jungfrau) und ehrlose (Du verreist ohne Famile, bist "sündig", keiner will Dich, sonst wärst Du schon verheiratet) Frau schon dreimal nicht, und Du hast auch keine Familie vor Ort im Rücken, die ihm den Marsch bläst. Laut Koran bist Du einfach nur Beute, er verachtet Dich.

Ganz ehrlich: Dein Herumpsychologisiere geht dem am Allerwertesten vorbei. Er will dein Geld, mehr nicht. Der ist weder an Therapie noch an hypermoralischen Philosophiediskussionen interessiert. Und an den ganzen Büchern, die Du gelesen hast, schon gleich gar nicht. Er hat doch gar kein Problem. DU hast das Problem. Und um Dich geht es auch in diesem Thread. Du erzählst seitenweise, wie deine Arbeit funktioniert, wie toll das alles ist, welche Bücher Du gelesen hast, welche Weiterbildungen- aber dieses textproduzierende Herumschwurbeln ist doch wieder eine Strategie, nicht über das eigentliche Problem schreiben zu müssen oder sich mit den Beiträgen der Forumsteilnehmer beschäftigen zu müssen.

Es ist auch interessant zu lesen, wie eloquent dein Schreibstil ist, wenn es um Deine Arbeit im Allgemeinen oder um Bücher geht, also alles, was eine persönliche Distanz hat, und wie anders Deine persönlichen Beiträge sind. Das ist für mich ein Zeichen, dass da Vieles im Argen liegt, und meiner Meinung nach das Forum für Dich nicht ausreichend ist. Ich rate Dir daher dringend, selber professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, zumindest wenn Du wirklich die zugrundeliegenden Probleme bearbeiten möchtest, und nicht nur "Hilfe beim Bezness-Kontaktabbruch" brauchst.
„Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein grosser Glücksfall.“ Dalai Lama

Schokolinse
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Re: Fragen über Fragen

Beitrag von Schokolinse » 20.08.2026, 10:16

Liebes Naivchen,

ich bin hier in erster Linie stille Mitleserin und hatte im Gegensatz zu den meisten anderen hier großes Glück, nicht reingefallen zu sein auf einen Beznesser. Aber bei Deiner Geschichte bzw. dem was Du hier schreibst musste ich mich doch zu Wort melden.

Ich habe auch - wie vorher schon von anderen vermutet wurde - den Eindruck, dass Du nichts von dem was andere hier schreiben ernst nimmst oder an Dich ran lässt. Ja, Du hast offenbar eine Ausbildung im psychologischen/pädagogischen Bereich, aber wo hast Du die denn gemacht? Doch wohl hier in Mitteleuropa und nicht in Afrika, oder? Wie kommst Du denn auf die Idee, dass Du das, was Du gelernt hast, 1 zu 1 auf jede Kultur aufstülpen kannst und dann klappt das schon? Ist Dein Habibi so eine Art privates Arbeitsprojekt von Dir? Und warum erwähnst Du immer wieder, dass Ihr ja verlobt seid? Weil das irgendwie lustig ist? Oder weil es Dir doch schmeichelt?

Und eine Sache verstehe ich absolut kein bisschen: Du erzählst immer wieder, dass Du Angst hast, dass vor Ort dieses oder jenes passiert. ANGST. Angst ist schon in unserem normalen Alltag sehr unwillkommen, aber warum lässt Du zu, dass Dir das die schönsten Tage des Jahres belastet? Wer bitte fährt denn gerne mit ANGST in den Urlaub? Die Pyramiden stehen schon so lange in Ägypten, da kannst Du auch in ein paar Jahren noch hinfahren, wenn Du mental wieder gut aufgestellt und stabil bist. Es gibt so tolle Urlaubsziele auf der ganzen Welt! Du schreibst Du wünschst Dir einen Urlaub mit wenig Stress und viel Entspannung, planst aber eine Reise, die Dir schon lange vor Antritt ANGST macht. Ich verstehe es nicht.

Ich kann Dir nicht zu irgendeiner Erkenntnis verhelfen, die Du nicht zulassen kannst oder willst, aber ich gebe Dir ein paar wundervolle Reiseziele an die Hand, die ich selbst schon erprobt habe: Skandinavien (ja, ist nicht so warm, aber wunderschön zum Abschalten), Irland (tolles Land, freundliche Menschen, tolle alte Kirchen und hier gibt es wegen des Golfstroms auch reichlich Palmen), Italien (herrliches Essen, wunderschöne Landschaften, schiefe Türme, ebenfalls nette Menschen), Spanien und Portugal (siehe Italien) und mein absoluter Geheimtipp: Madeira. Hier kannst Du auch jede Menge geführte Touren machen und kein Guide sitzt nach der Tour auf Deinem Schoß und erzählt Dir, dass Du die Liebe seines Lebens bist und Alter nur eine Zahl ist.

Aber ich erspare mir weitere Mühe, denn Du musst erst für Dich zulassen bzw. erkennen, dass Du gerade auf dem Holzweg bist.

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und hoffe, dass irgendwann der Groschen fällt.
Optimismus heißt rückwärts Sumsi mit Po. :mrgreen:

gadi
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Re: Fragen über Fragen

Beitrag von gadi » 20.08.2026, 19:32

Naivchen-79 hat geschrieben:
20.08.2026, 01:18
Nun zu der Frage von gestern von gadi:
Wie ging ich mit den psychisch kranken Menschen um. Auf diese Frage eine klare und eindeutige Antwort zu geben ist schwierig. Obwohl die Menschen die in den Sozialpsychiatrischen Dienst (SPDI) kommen, zwar gleiche psychischen Erkrankungen haben sie doch sehr individuell und unterschiedlich sind und deswegen auch individuell und unterschiedlich von uns beraten werden. ...
Danke, Naivchen, für deine Ausführungen, die wirklich sehr interessant sind. Ich denke, du hast schon gemerkt, dass ich dich selbst meinte mit meiner Frage. Was hättest du einem Ratsuchenden erzählt, der sich so verhält, wie du momentan (verdrängen, Täter-Opfer-Umkehr, Dauerflüchten aus dem Alltag, nicht so wirklich auf Fragen eingehen,...). Es nicht weiter ansprechen? Kann man machen. Wir tun das aber nicht. Wir weisen schon auf die Problematik hin hier im Forum.

Wir sagen "wach doch auf", Entschuldigung. Nicht für uns, sondern für dich.

So viele kommen "danach" hierher ins Forum zurück und schreiben "...meine Güte, hätte ich doch auf euch gehört, wenigstens kurz inne gehalten und ehrlich darüber nachgedacht...wäre ich doch nur nicht dorthin gefahren, ich hätte mir so viel Leid erspart... eine letzte Aussprache, angeblich nicht zur Ruhe kommen können vor einer Konfrontation, sich seinen Ängsten stellen...das war alles Quatsch, das waren alles nur Ausreden meinerseits." Hätte, wäre, sollte...und sie sind natürlich "trotzdem" immer herzlich willkommen bei uns im Forum! Immer und herzlich!

Deine Entscheidung. Alles Gute und ein glückliches Händchen!
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StrivingForLight
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Re: Fragen über Fragen

Beitrag von StrivingForLight » 20.08.2026, 19:43

Hab' länger nicht mehr mitgelesen oder geschrieben (weil mit anderem beschäftigt), deshalb zuerst einmal ein Hallo in die Runde und einen lieben Gruß an alle hier, die immer noch emsig und unermüdlich im Forum mitwirken!

(Habe Probleme, den Kommentar abzusenden. Sollte er nun doppelt erscheinen, bitte einen löschen! Danke!)


Hallo Naivchen,

es tut mir leid, dass Du zurzeit in der Bredouille steckst und es offensichtlich so schwer hast, aus Deiner persönlichen misslichen Situation wieder herauszufinden.

Wenn ich Deine Beiträge lese, fallen mir insbesondere zwei Dinge immer wieder auf: Deine hohe Bedürftigkeit und Deine Angst.
(Angst evtl. auch vor der eigenen Bedürftigkeit, weil sie bisher stets unerfüllt blieb und es zu schmerzvoll ist, sie zu betrachten?)

ES IST OK, ALLES IST OK, es darf da sein, es ist zurzeit die Basis, auf der Du stehst, auch wenn Dir diese Basis im Moment als wenig tragbar erscheint. Deine Gefühle wahrzunehmen und anzunehmen, ohne Bewertung, sondern als eine Art Bestandsaufnahme, ist der erste Schritt in die Heilung. Denn Du möchtest doch heil werden, ansonsten würdest Du hier nicht schreiben.

Wir sind ALLE bedürftig, wir bedürfen der Aufmerksamkeit, der Anerkennung, der Wertschätzung, des Wahrgenommen-werdens.
Wenn unsere Bedürftigkeit in jungen Jahren nicht wahrgenommen und gestillt wird, suchen wir Auswege, in aller Regel unbewusst, und in späteren Jahren entwickeln wir nicht selten emotionale Abhängigkeiten und verstricken uns dabei häufig immer tiefer in einen Emotionswust, den wir allein kaum noch zu erkennen in der Lage sind, geschweige denn dazu, diesen Wust auch noch zu sortieren und die ineinander verschlungenen "dunklen Pfade" wieder zu entwirren und zu verlassen.
Beginnen wir doch selbst damit, nehmen wir uns wahr, schenken wir uns Aufmerksamkeit, Anerkennung, Wertschätzung.

Viele derjenigen, die sich vor mir schon zu Worte meldeten, haben Dir bereits wichtige Hinweise gegeben, denen ich mich nur anschließen kann. Ich habe den Eindruck, dass wir Dir an dieser Stelle "nur unser Ohr leihen", Dir aber vermutlich nicht wirklich weiterhelfen können. Auch ich bin der Meinung, dass professionelle Hilfestellung vonnöten sein könnte.

Da Du damit vertraut bist, Dir erste Anregungen auch aus Büchern zu holen, darf ich Dir vielleicht einen Hinweis auf die Bücher von Maria Sanchez geben. Als ehemals selbst Betroffene (Esstörungen, Depressionen, mangelndes Selbstwertgefühl u. a.) beschäftigt sie sich im Besonderen auch mit Essdruck, mit Emotionalem Essen, mit Sehnsucht und Hunger. In der Hauptsache geht es ihr darum, sich selbst anzunehmen, mit allen Facetten, mit allem, was uns zurzeit an uns stören mag, mit allem, was wir nicht fühlen wollen - was sich dann aber stets Ausdruck in psychischen oder physischen Störungen verschafft, wenn wir uns nicht beachten.
Sie betreibt einen inzwischen umfangreichen YT-Kanal.

Noch einmal: Wir sind alle bedürftig. Und so viele von uns müssen erst einmal lernen, diese Bedürftigkeit zu sehen und anzuerkennen, als etwas sehr Gesundes, weil zutiefst Menschliches. Verleugnen wir unsere Bedürftigkeit vor uns selbst und kümmern wir uns nicht selbst darum, lernen wir nicht, zu unterscheiden, was uns gut tut und was nicht.
Wenn wir unsere Bedürftigkeit nicht selbst zu fühlen beginnen und die innere Leere nicht behutsam und allmählich selbst zu füllen lernen, ziehen wir diejenigen an, die genau da den Hebel ansetzen und ihren persönlichen Nutzen daraus ziehen können, und ausschließlich den. Dazu müssen sie keine "Bezness-Lehrbücher" lesen. Das spüren sie, weil sie die Signale empfangen und deuten, die wir - wenn auch meist unbewusst - aussenden.

Es bedarf keiner vampirischen Habibis, die Lebensenergie saugen.
Sondern es bedarf der Liebe zu uns selbst.

Vielleicht kannst Du Dir daraus etwas nehmen, was Dich inspiriert und Dich auf neue Pfade führt. Ich wünsche es Dir.

Herzliche Grüße
Striv
"Und wenn du das Gefühl hast, dass gerade alles auseinander zu fallen scheint, bleib ganz ruhig ...
es sortiert sich gerade neu!"
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gadi
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Re: Fragen über Fragen

Beitrag von gadi » 20.08.2026, 19:50

Hallo liebe Striv, wie gut, mal wieder von dir zu lesen. Und...das hast du schön gesagt.
Vielleicht kannst Du Dir daraus etwas nehmen, was Dich inspiriert und Dich auf neue Pfade führt. Ich wünsche es Dir.
Ich schließe mich an.
gadi
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Re: Fragen über Fragen

Beitrag von Cimmone » 20.08.2026, 19:54

Ein sehr schöner, liebevoller Beitrag, Striv
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StrivingForLight
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Re: Fragen über Fragen

Beitrag von StrivingForLight » 20.08.2026, 19:56

Ganz lieben Dank für Deine Worte, liebe gadi!

Nachtrag, weil jetzt erst gesehen ;-)

Auch Dir einen lieben Dank, liebe Cimmone!
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